- Gold hält den vorherigen Anstieg, der durch die US-CPI-Daten am frühen Mittwoch ausgelöst wurde.
- Der US-Dollar pendelt nahe zweiwöchigen Tiefstständen angesichts erhöhter Erwartungen an Zinssenkungen der Fed und einer Risiko-Rallye bei globalen Aktien.
- Gold scheint anfällig zu sein, da das 4H-Diagramm eine bärische Perspektive zeigt.
Gold hat es am frühen Mittwoch schwer, auf dem vorherigen Rückgang von wöchentlichen Tiefstständen von 3.331 USD aufzubauen, da 3.350 USD für Käufer eine harte Nuss zu knacken scheint.
Gold schaut auf Fedspeak für frischen Antrieb
Die Märkte steigen angesichts einer Reihe positiver Entwicklungen, einschließlich der Verlängerung des Handelsfriedens zwischen den USA und China, eines möglichen Treffens zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin sowie erhöhter Wetten auf eine Zinssenkung der Federal Reserve (Fed) im September.
Die milden US-Verbraucherpreisindex (CPI)-Daten für Juli haben die Stagflationsängste, die durch Trumps Zölle geschürt wurden, gemildert, was die dovishen Erwartungen an die Fed stärkt und den Druck auf die Märkte verringert.
Im Zeitraum von 12 Monaten bis Juli stieg der CPI um 2,7%, im gleichen Tempo wie im Juni, und verfehlte das erwartete Wachstum von 2,8%.
Der monatliche CPI und der Kern-CPI lagen im Juli mit einem Anstieg von 0,2% bzw. 0,3% im Einklang mit den Schätzungen.
Die Renditen von US-Staatsanleihen mit kürzerer Laufzeit fielen nach den US-Inflationsdaten, was Gold ohne Erträge in die Höhe trieb, auf Kosten des US-Dollars.
Allerdings sieht sich Gold im bisherigen Handel am Mittwoch Gegenwind durch eine reduzierte Nachfrage nach sicheren Anlagen, da Risiko-Engagements dominieren.
In der Zukunft könnten dovishen Erwartungen an die Fed die Abwärtsbewegung bei Gold begrenzen, während alle Augen auf Fedspeak gerichtet sind, in Abwesenheit von hochrangigen US-Makrodaten.
In der Zwischenzeit könnten Hoffnungen auf eine Erholung der indischen Schmucknachfrage in der zweiten Jahreshälfte unterstützend für das glänzende Metall bleiben, angesichts des anhaltenden Kaufs durch die chinesische Zentralbank. Indien und China sind die größten Goldverbraucher der Welt.
Technische Analyse des Goldpreises: Vier-Stunden-Chart

Das Vier-Stunden-Chart (4H) malt ein bärisches Bild für Gold in den kommenden Sitzungen, wobei der Relative Strength Index (RSI) unter der Mittellinie schwebt, derzeit nahe 41,50.
Die Abwärtsneigung wird durch den 21-4H Simple Moving Average (SMA) verstärkt, der den 50-4H SMA von oben kreuzt und ein Bear Cross bestätigt.
Wenn der 200-4H SMA bei 3.346 USD nachhaltig nachgibt, kann ein neuer Rückgang in Richtung der runden Marke von 3.300 USD nicht ausgeschlossen werden.
Weiter südlich werden Goldverkäufer das August-Tief von 3.274 USD ins Visier nehmen.
Auf der anderen Seite benötigt der Goldpreis einen festen Durchbruch über den 100-4H SMA bei 3.357 USD, um der vorherigen Erholung neue Impulse zu verleihen.
Das nächste bullische Ziel liegt am Zusammenfluss des 21-4H SMA und des 50-4H SMA bei 3.369 USD, über dem die Schwelle von 3.400 USD getestet wird.
US-Leitzinsen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Zinssätze sind der Preis für das Leihen von Geld und werden sowohl von Finanzinstituten an Kreditnehmer als auch an Sparer ausgezahlt. Zentralbanken beeinflussen sie durch ihre Leitzinsentscheidungen, um die Wirtschaft zu stabilisieren und die Inflation im Zielbereich von etwa 2 % zu halten.
Höhere Zinssätze stärken in der Regel die Währung eines Landes, da sie es für globale Investoren attraktiver machen, ihr Geld dort anzulegen.
Hohe Zinsen setzen den Goldpreis unter Druck, da Anleger höhere Renditen bei zinstragenden Anlagen erzielen können. Ein starker US-Dollar, der oft mit steigenden Zinsen einhergeht, senkt zusätzlich den Goldpreis, da Gold in Dollar notiert wird und ein stärkerer Dollar die Kaufkraft anderer Währungen verringert.
Der Fed-Funds-Zins ist der Übernachtzins, zu dem sich US-Banken gegenseitig Geld leihen. Dieser Leitzins wird in den geldpolitischen Sitzungen der Federal Reserve festgelegt und beeinflusst maßgeblich das Verhalten der Finanzmärkte. Die Markterwartungen in Bezug auf künftige Zinssätze werden durch das CME FedWatch Tool erfasst, das eine Orientierungshilfe für Investoren bietet.
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