Nonfarm Payrolls (NFP)
Die Nonfarm Payrolls in den USA stiegen im September um 29.000, wie das US BLS am Freitag berichtete. Dieser Wert folgte auf den im August verzeichneten Anstieg von 133.000 (revidiert von 162.000) und verfehlte die Markterwartung von 90.000 bei weitem.
Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft
| Indikator | Aktuell | Konsens | Vorherig |
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Checkliste vor der Veröffentlichung
- Previous Nonfarm PayrollsPositiv
Nonfarm Payrolls increased by 162,000 in August, beating the market expectation of 56,000 by a wide margin. July’s print of -23,000 was also revised higher to +21,000.
- Challenger Job CutsPositiv
US-based employers announced 43,281 job cuts in September, down from 52,881 reported on August. This was the lowest print for the month of September since 2022.
- Initial Jobless ClaimsPositiv
The four-week average of the number of people claiming unemployment benefits for the first time stood at 200,000 in the week ending September 26, a decrease of 2,500 from the previous week.
- Continuing Jobless ClaimsPositiv
The advance number for seasonally adjusted insured unemployment during the week ending September 19 was 1,701,000, a decrease of 11,000 from the previous week's revised level.
- ISM Services PMINeutral
The ISM Services PMI data for September will be published after the release of the employment report.
- ISM Manufacturing PMIPositiv
The ISM manufacturing PMI for September was largely unchanged at 54.5 The Employment Index of the survey improved to 52.7 from 51.2 in August, reflecting an increase in the sector’s payrolls, at an accelerating pace.
- University of Michigan Consumer Confidence IndexNegativ
The University of Michigan Consumer Sentiment Index declined to 48.1 in September from 51.7 in August. The Consumer Expectations Index dropped to 46.3 from 51.5 in this period.
- Conference Board Consumer Confidence IndexNegativ
The Conference Board Consumer Confidence Index dropped to 81.9 in September from 88.6 in August. The Expectations Index—based on consumers’ short-term outlook for income, business, and labor market conditions—fell by 5.9 points to 63.6.
- ADP Employment ReportPositiv
Private-sector employment rose by 90,000 in September. This reading followed the 36,000 increase recorded in August and came in above the market expectation of 70,000.
- JOLTS Job OpeningsNeutral
JOLTS Job Openings declined to 7.07 million in August from 7.33 million in July, falling short of the market expectation of 7.23 nillion. Still, the data is backward looking as it refers to August and the upcoming NFP data is for September.
NFP: Der wichtigste US-Wirtschaftsindikator
Der Bericht zu den Nonfarm Payrolls (NFP) misst, wie viele Stellen in der US-Wirtschaft im Vormonat entstanden oder weggefallen sind. Das US-Arbeitsministerium veröffentlicht ihn in der Regel am ersten Freitag jedes Monats um 8:30 Uhr ET.
Der Bericht ist wichtig, weil die USA die größte Volkswirtschaft der Welt sind und ihre Währung – der US-Dollar – die globale Reservewährung ist. Viele Volkswirtschaften koppeln den Wert ihrer Währung an den USD, und viele Rohstoffe wie Gold und Öl werden in Dollar notiert.
Der NFP-Bericht bewegt in der Regel alle Märkte: Währungen, Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Kryptowährungen. Das passiert unmittelbar nach der Veröffentlichung der Wirtschaftsdaten – und manchmal dramatisch.
Warum ist NFP wichtig?
Der Bericht zu den Nonfarm Payrolls (NFP) ist wohl einer der größten Kurstreiber am Forex-Markt. Die NFP-Zahl kann die Entscheidungen der Federal Reserve (Fed) beeinflussen, weil sie zeigt, wie erfolgreich die Fed ihr Mandat aus Vollbeschäftigung und 2 % Inflation erfüllt.
Eine relativ hohe NFP-Zahl bedeutet, dass mehr Menschen Arbeit haben, mehr Geld verdienen und deshalb wahrscheinlich mehr ausgeben. Ein relativ niedriger Wert der Nonfarm Payrolls kann dagegen bedeuten, dass Menschen schwer Arbeit finden.
Die Fed hebt die Zinsen in der Regel an, um eine hohe Inflation infolge niedriger Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, und senkt sie, um einen stagnierenden Arbeitsmarkt anzukurbeln.
Wie wirkt sich NFP auf den US-Dollar aus?
Die Nonfarm Payrolls korrelieren in der Regel positiv mit dem US-Dollar. Fallen die Zahlen höher aus als erwartet, legt der USD meist zu – und umgekehrt, wenn sie niedriger ausfallen.
Die NFP wirken auf den US-Dollar, weil sie Inflation, geldpolitische Erwartungen und Zinsen beeinflussen. Ein höherer NFP-Wert bedeutet normalerweise, dass die Federal Reserve ihre Geldpolitik strafft – das stützt den USD.
Wie wirkt sich NFP auf Gold aus?
Die Nonfarm Payrolls korrelieren in der Regel negativ mit dem Goldpreis. Fällt die Zahl höher aus als erwartet, drückt das den Goldpreis – und umgekehrt.
Ein höherer NFP-Wert wirkt sich meist positiv auf den USD aus, und wie die meisten großen Rohstoffe wird Gold in US-Dollar notiert. Gewinnt der USD an Wert, braucht man also weniger Dollar für eine Unze Gold.
Außerdem mindern höhere Zinsen (die höhere NFP-Zahlen typischerweise begünstigen) die Attraktivität von Gold als Anlage gegenüber dem Halten von Bargeld, das zumindest Zinsen bringt.
Wie handelst du die NFP-Daten?
Wer NFP-Veröffentlichungen handelt, stützt seine Einschätzung auf gute Vorbereitung und fundamentale Recherche. Eine saubere makroökonomische Analyse ist die Grundlage für erfolgreiches Trading.
Dazu gehören Durchschnittswerte früherer NFP-Headline-Zahlen, die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, ISM-Berichte oder andere, früher veröffentlichte Beschäftigungsdaten wie ADP, JOLTS oder der Challenger-Report.
Die Nonfarm Payrolls sind nur ein Baustein eines größeren Arbeitsmarktberichts, und die anderen Komponenten können die Zahl überlagern.
Fiel die NFP-Zahl höher aus als prognostiziert, die durchschnittlichen Wochenlöhne (Average Weekly Earnings) aber niedriger als erwartet, hat der Markt den potenziell inflationären Effekt der Schlagzeile mitunter ignoriert und den Rückgang der Löhne als deflationär gewertet.
Auch die Erwerbsquote (Participation Rate) und die durchschnittliche Wochenarbeitszeit können die Marktreaktion beeinflussen, allerdings deutlich schwächer.