NonFarm Payrolls - NFP


Nonfarm Payrolls Preview: Prognose von 5 großen Banken

Der US Arbeitsmarktbericht für Oktober erscheint um 14:30 Uhr, und da wir uns dem Veröffentlichungszeitpunkt nähern, finden Sie hier die Prognose von Ökonomen und Researchern von fünf großen Banken. Die US-Nonfarm Payrolls werden im Oktober einen Anstieg von rund 600.000 Arbeitsplätzen ausweisen, gegenüber 661.000 im September, da sich das Tempo der Wiederherstellung von Arbeitsplätzen verlangsamt, aber weiterhin robust bleibt. Die Arbeitslosenquote wird voraussichtlich von 7,9% auf 7,7% sinken.

Im Vorfeld der Daten versucht sich der US-Dollar zu erholen, wobei er gegenüber den Hauptwährungen etwas an Boden gewinnt, bleibt aber gegenüber dem Yen im Bereich des März-Tiefs.

RBC-Wirtschaft

"Wir haben im Oktober 1,5 Millionen mehr Arbeitsplätze in den USA geschaffen, was mehr ist als die 661K im September. Aber das bedeutet immer noch über 9 Mio. Arbeitslose im Vergleich zum Stand vor dem Schock im Februar."

NBF

"Die Einstellungen hätten im Monat zügig fortgesetzt werden müssen, wenn man von einem Rückgang der anhaltenden Ansprüche zwischen den Bezugszeiträumen September und Oktober ausgeht. Eine Entwicklung, die einen Anstieg der Nonfarm Payroll von 700K zulässt. Es wird erwartet, dass die Haushaltsumfrage eine ähnliche Entwicklung bei der Beschäftigung zeigen wird, die mit einem Rückgang der Arbeitslosenquote um nur 0,1% auf 7,8% konsistent wäre. Es wird angenommen, dass die Erwerbsquote um drei Ticks gestiegen ist."

CIBC

"Die Zahl der Neueinstellungen verlangsamte sich wahrscheinlich auf 570.000, während eine teilweise Umkehrung des Rückgangs der Erwerbsquote im Vergleich zum Vormonat den Rückgang der Arbeitslosenquote um einen Tick auf 7,8% begrenzen kann. Damit läge die Beschäftigung immer noch 7% unter dem Niveau vom Februar, und es wären 10 Millionen Amerikaner weniger erwerbstätig. Der immer noch respektable Beschäftigungszuwachs steht auch im Einklang mit dem Anstieg der offenen Stellen in den letzten Monaten."

TDS

"Die Zahl der Beschäftigten ist im Vergleich zu vor COVID wahrscheinlich ziemlich stark gestiegen, aber das Tempo verlangsamte sich wieder, und das Niveau ist seit Februar immer noch um etwa 10 Mio. gesunken. (Dem Anstieg um 661 000 im September gingen 1,5 Millionen im August, 1,8 Millionen im Juli und 4,8 Millionen im Juni voraus). Wir gehen von einem Rückgang der Beschäftigtenzahlen in der Regierung um 200.000 aus, was auf die Rücknahme der Einstellungen im Rahmen der Volkszählung sowie auf einen weiteren Rückgang der Beschäftigung auf lokaler Ebene zurückzuführen ist."

Westpac

"Das Beschäftigungswachstum verlangsamte sich im September dramatisch, blieb aber im historischen Vergleich immer noch sehr stark. Im Oktober wird ein weiterer Rückgang um etwa 570.000 erwartet, da erste Angaben weiterhin auf eine erhebliche Abwanderung auf dem Arbeitsmarkt hindeuten. Die Unterstützung durch die Finanzpolitik lässt nach, und die Risiken im Zusammenhang mit COVID-19 nehmen erneut zu. Eine nachlassende Beschäftigungsdynamik in Verbindung mit einem wahrscheinlichen Anstieg der Erwerbsbeteiligung dürfte die Arbeitslosenquote im Oktober bei 7,8% mehr oder weniger stabilisieren. Die Risiken liegen jedoch eindeutig in beiden Richtungen. Das historische Ausmaß der Arbeitsmarktflaute wird die Stundenlöhne im Oktober und wahrscheinlich noch viele Jahre lang belasten. Für diesen Monat wird ein zweiter Anstieg um lediglich 0,1% erwartet." 

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NFPSPEZIAL

Crashkurs zum NFP-Experten

Haben Sie jemals Nachrichten über kletternde Arbeitslosen- oder steigende Beschäftigungszahlen gelesen und sich immer gefragt: Was bedeutet das eigentlich ganz konkret für die Devisenmärkte?

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Einmal im Monat rücken die Finanzmärkte regelmäßig in den Vordergrund. Insofern dürfte es kaum verwundern, dass unter den Tradern vor Bekanntgabe der Zahlen kurz der Atem still steht. Denn der Arbeitsmarkt gilt als Rückgrat der US-Wirtschaft und sorgt regelmäßig für Kursbewegung an den internationalen Devisenmärkten. Andere Hinweise über Wirtschaftswachstum werden von Marktteilnehmern oft skeptisch betrachtet, wenn die Beschäftigungszahlen nicht gesund sind. 

Vor allem die Zahl zum Stellenwachstum bewegt regelmäßig die internationalen Finanzmärkte. Deshalb ist es für Trader wichtig, sich auf verschiedene Szenarien vorzubereiten, indem Sie Modelle entwickeln, um die voraussichtliche Zahl vorhersagen zu können.

Dafür brauchen Sie aber ein solides Verständnis für die Beschäftigungsbedingungen in den USA. Je mehr Sie darüber wissen desto selbstsicherer fühlen Sie sich beim NFP Trading. Dadurch machen Sie Ihre eigenen Prognosen, so dass Sie sich nicht mehr allein auf die Konsensschätzung verlassen müssen.

 

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NFP Definition

Der monatliche US-Arbeitsmarktbericht findet bei Marktteilnehmer aufgrund der großen Bedeutung für die konjunkturelle Entwicklung hohe Beachtung. Aus dem Bericht geht hervor, wie viele Stellen geschaffen oder gestrichen wurden. Er wird regelmäßig jeden ersten Freitags des Monats um 14:30 Uhr MESZ veröffentlicht. Veröffentlicht wird er vom Bureau of Labour Statistics.

Dieser Bericht ist wichtig, weil die USA die größte Volkswirtschaft auf der ganzen Welt besitzt und deren Währung (US Dollar) die globale Reservewährung ist. Seit Jahrzehnten koppeln viele Länder ihre heimischen Währungen an die Reservewährung. Zudem lauten viele Rohstoffe wie Gold und Öl auf den US Dollar. 

Außerdem ist dieser Bericht wichtig, weil die Reservewährung in der Regel alle Märkte bewegt: Währungen, Aktien, Treasuries, Zinsen und Rohstoffe. Eine signifikante Veränderung der Beschäftigungssituation in den USA kann dabei kräftige Sprünge bei allen Asset-Klassen auslösen.

Bureau of Labour Statistics

Die Aufgabe des Bureau of Labour Statistics (BLS) umfasst den Wohlstand der Lohnempfänger und Arbeitssuchenden zu gewährleisten. Mittlerweile gibt es mehr als 10 Millionen Arbeitgeber und 125 Millionen Arbeitnehmer in den USA. 180 Bundesgesetze und mehrere Bundesvorschriften regeln öffentliche Leistungen sowie die Rechte des Einzelnen.

Das BLS wird vom US Arbeitsminister, Thomas E. Perez, geleitet. Am 18. März 2013 wurde Perez von Präsident Barack Obama ins Amt berufen. Vor dem Senat bestätigt wurde er am 23. Juli 2013.


Wie man traden sollte

Diejenigen, die die Nonfarm Payrolls (NFP) auch wirklich handeln wollen, müssen sich intensiv darauf vorbereiten - sowohl aus technischer wie auch aus fundamentaler Sicht. Die Erarbeitung einiger makroökonomischer Analysen ist für ein erfolgreiches Trading unerlässlich.

Ein Auge sollten Sie vor allem auf die zuletzt veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen haben. Aber auch einige Frühindikatoren wie die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung sowie die ISM Daten oder die Beschäftigungsberichte von ADP oder Challenger dürfen Sie nicht vernachlässigen. All diese Daten können Sie in unserem Wirtschaftskalender analysieren: ADP Bericht, Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung, ISM Daten.

Wie man nicht traden sollte

Wesentlich skeptischer sieht Adriaan Aquaro, Präsident bei Trader College, die Veröffentlichung der Arbeitsmarktzahlen. In seinem Artikel  “Step aside the NonFarm Payrolls release” erklärt er, warum der Bericht im Laufe der Zeit etwas an Bedeutung verloren hat: 

"Auch wenn der Einfluss ein wenig nachgelassen hat, erweckt der Bericht noch immer eine große Aufmerksamkeit bei den Marktteilnehmern und im Normalfall ebenen die Zahlen wichtige Trends im weiteren Monatsverlauf. In letzter Zeit nahm aber die Bedeutung eines anderen Ereignisses - dem Treffen der amerikanischen Notenbank Fed - zu, was insbesondere dem Umstand der Niedrigzinspolitik geschuldet ist".


Was ist die Nonfarm Payrolls Prognose?

Durch die NonFarm Payrolls Prognose wollen wir versuchen vorherzusagen, wie die Beschäftigungszahlen ausfallen und welche Auswirkungen diese wahrscheinlich auf die internationalen Finanzmärkte haben werden. Auf den folgenden Seiten finden Sie einige nützliche Artikel und Tools darüber, wie Sie folgende Indikatoren richtig interpretieren: ADP Bericht, Arbeitslosenquote, durchschnittliche Stundenlöhne, Erwerbsbeteiligungsquote und einige andere wichtige wirtschaftliche Indikatoren.

Der vorab bekannt gegebene Arbeitsmarktbericht des börsennotierten Arbeitsmarktdienstleisters Automatic Data Processing (ADP) stützt sich auf eine Umfrage von Tausenden von Unternehmen aus dem Privatsektor. Die Methodik lehnt sich an die des BLS an. Der umstrittene Frühindikator wird jeweils zwei Tage vor dem offiziellen Arbeitsmarktbericht veröffentlicht. Hauptunterschied ist, dass der ADP-Bericht nur die Beschäftigung in der Privatwirtschaft umfasst, während der offizielle Bericht auch den Staatsbereich einschließt