Non-Farm Payrolls (NFP)
Breaking: Nonfarm Payrolls steigen im Januar um 130.000 gegenüber den erwarteten 70.000
Die Nonfarm Payrolls (NFP) in den Vereinigten Staaten (US) stiegen im Januar um 130.000, berichtete das US Bureau of Labor Statistics (BLS) am Mittwoch. Dieser Wert folgte auf den Anstieg um 48.000 (revidiert von 50.000), der im Dezember verzeichnet wurde, und lag über der Markterwartung von 70.000.
Checkliste nach Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts - 1. August
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NFP: Der wichtigste Wirtschaftsindikator der USA
NFP Definition
Der Nonfarm-Payrolls-Report (NFP) misst die Zahl der neu geschaffenen oder gestrichenen Arbeitsplätze in der US-Wirtschaft im Vormonat. Er wird in der Regel am ersten Freitag jedes Monats um 8:30 Uhr ET vom US-Arbeitsministerium veröffentlicht.
Der Bericht ist von großer Bedeutung, da die USA die größte Volkswirtschaft der Welt stellen und ihre Währung, der US-Dollar, die globale Leitwährung ist. Viele Länder koppeln den Wert ihrer eigenen Währung an den USD, und zahlreiche Rohstoffe wie Gold und Öl werden in Dollar notiert.
Der NFP-Bericht bewegt typischerweise alle Märkte: Währungen, Aktien, Anleihen, Rohstoffe und auch Kryptowährungen - oft unmittelbar nach Veröffentlichung und mitunter sehr stark.
Warum ist der NFP wichtig?
Der Nonfarm-Payrolls-Report (NFP) zählt zu den wichtigsten Markttreibern im Devisenhandel. Er liefert Hinweise darauf, wie erfolgreich die US-Notenbank (Fed) ihr Mandat erfüllt, Preisstabilität und Vollbeschäftigung zu fördern.
Ein relativ hoher NFP-Wert bedeutet, dass mehr Menschen beschäftigt sind, mehr Einkommen erzielen und damit tendenziell auch mehr konsumieren. Ein niedriger NFP-Wert hingegen kann darauf hindeuten, dass viele Menschen Schwierigkeiten haben, Arbeit zu finden.
Die Fed neigt dazu, die Zinsen zu erhöhen, wenn eine niedrige Arbeitslosigkeit die Inflation anheizt, und sie zu senken, wenn der Arbeitsmarkt schwächelt.
Wie beeinflusst der NFP den US-Dollar?
Die Nonfarm Payrolls stehen in der Regel in positiver Korrelation zum US-Dollar. Das bedeutet: Fallen die Beschäftigungszahlen besser aus als erwartet, steigt der USD tendenziell; liegen sie darunter, schwächt er sich meist ab.
Die NFP beeinflussen den US-Dollar über ihre Wirkung auf Inflation, Zinserwartungen und die Geldpolitik. Ein hoher NFP-Wert erhöht in der Regel den Druck auf die Federal Reserve, ihre Geldpolitik restriktiver zu gestalten - was den USD stützt.
Wie beeinflusst der NFP den Goldpreis?
Die Nonfarm Payrolls stehen in der Regel in negativer Korrelation zum Goldpreis. Das bedeutet: Ein besser als erwarteter Beschäftigungsbericht drückt normalerweise den Goldpreis - und umgekehrt.
Höhere NFP-Werte wirken sich in der Regel positiv auf den US-Dollar aus. Da Gold wie die meisten Rohstoffe in USD gehandelt wird, braucht man bei einem stärkeren Dollar weniger US-Dollar, um eine Unze Gold zu kaufen.
Außerdem mindern höhere Zinsen (die oft durch starke NFP-Zahlen unterstützt werden) die Attraktivität von Gold als Anlage gegenüber Bargeld, das zumindest Zinsen abwirft.
Wie handelt man den NFP?
Trader, die auf NFP-Veröffentlichungen setzen, stützen ihre Strategien auf gründliche Vorbereitung und fundamentale Analysen. Eine solide makroökonomische Analyse ist entscheidend für erfolgreiches Trading.
Zu dieser Analyse gehören Durchschnittswerte vergangener NFP-Daten, wöchentliche Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, ISM-Berichte sowie weitere vorab veröffentlichte Beschäftigungsdaten wie ADP, JOLTS oder der Challenger-Report.
Die Nonfarm Payrolls sind nur ein Bestandteil des umfassenderen Arbeitsmarktberichts und können durch andere Kennzahlen überlagert werden.
So kam es vor, dass ein höher als erwarteter NFP-Wert vom Markt ignoriert wurde, wenn gleichzeitig die durchschnittlichen Wochenverdienste enttäuschten. Dann überwog die Interpretation sinkender Löhne als deflationär gegenüber den potenziell inflationären Effekten der NFP-Daten.
Auch die Erwerbsquote und die durchschnittliche Wochenarbeitszeit können die Marktreaktion beeinflussen - allerdings in deutlich geringerem Maß.