EZB (Europäische Zentralbank)


Lagarde-Rede: Überrascht von der wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit

Lagarde-Rede: Überrascht von der wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit
Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), erläutert die Entscheidung der EZB, die Leitzinsen auf der geldpolitischen Sitzung im September um 25 Basispunkte (bps) anzuheben, und beantwortet Fragen der Presse. "Der erhebliche Finanzierungsbedarf durch KI ist ein wichtiger Treiber."

EZB-Pressekonferenz: Lagarde äußert sich zum geldpolitischen Ausblick nach Anhebung der Leitzinsen um 25 Basispunkte

Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), erläutert die Entscheidung der EZB, die Leitzinsen auf der geldpolitischen Sitzung im September um 25 Basispunkte (bps) anzuheben, und beantwortet Fragen der Presse.

Lagarde-Rede: Kann nicht vorhersagen, was der nächste Schritt sein wird

Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), erläutert die Entscheidung der EZB, die Leitzinsen auf der geldpolitischen Sitzung im September um 25 Basispunkte (bps) anzuheben, und beantwortet Fragen der Presse. "Dies ist überwiegend ein Angebotsschock."

Aktuelle EZB-Analysen


Verwandte Inhalte




Verwandte Inhalte

Redaktionsempfehlungen

Rechenzentren spalten die USA: Ein Experiment erklärt den Widerstand

Rechenzentren spalten die USA: Ein Experiment erklärt den Widerstand

Rechenzentren sollen der große Infrastrukturmotor des KI-Booms werden. Sie bringen Investitionen, zusätzliche Steuereinnahmen und Arbeitsplätze in eine Region. Eigentlich müsste jede Gemeinde froh sein, wenn ein Technologiekonzern Milliarden vor Ort investieren will. Doch genau das Gegenteil passiert immer häufiger: Der Widerstand wächst. Warum eigentlich?
DAX Futures im Dilemma: Überverkauft, aber technisch weiter bärisch

DAX Futures im Dilemma: Überverkauft, aber technisch weiter bärisch

Die DAX Futures stehen an einem Punkt, an dem es schnell ungemütlich werden könnte. Am 11. September 2026 notiert der Future bei 25.397,5 Punkten und damit 0,07 % im Minus. Das klingt zunächst unspektakulär. Der Blick auf den Chart zeigt jedoch, dass sich die technische Lage in den vergangenen Tagen deutlich verschlechtert hat.
XRP rutscht weiter ab - US-Inflation wird jetzt zum Kurstreiber

XRP rutscht weiter ab - US-Inflation wird jetzt zum Kurstreiber

Ripple (XRP) fällt den zweiten Tag in Folge und notiert am Freitag bei 1,37 Dollar. Der breitere Kryptomarkt bleibt fragil, während Anleger die Folgen der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten abwägen. Diese haben die Rohölpreise weiter steigen lassen und zugleich die Schifffahrt durch die Straße von Hormus und das Rote Meer eingeschränkt.
Cardano nähert sich wichtiger Unterstützung, da die Risiken einer Korrektur zunehmen

Cardano nähert sich wichtiger Unterstützung, da die Risiken einer Korrektur zunehmen

Cardano (ADA) erholt sich leicht und notiert zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels am Freitag bei 0,206 USD, knapp über der kritischen Unterstützungszone, nachdem es in dieser Woche bislang mehr als 6% verloren hat. Schwächere Derivatedaten und nachlassendes bullishes Momentum deuten auf einen bärischen kurzfristigen Ausblick hin, wobei ein entscheidender Schlusskurs unter der Unterstützungszone möglicherweise eine tiefere Korrektur für ADA auslösen könnte
US-Kernverbraucherpreisindex dürfte sich im August abschwächen, da die Märkte die Zinsentscheidung der Fed im September neu einpreisen

US-Kernverbraucherpreisindex dürfte sich im August abschwächen, da die Märkte die Zinsentscheidung der Fed im September neu einpreisen

Das US Bureau of Labor Statistics wird am Freitag die Daten zum Verbraucherpreisindex (VPI) für August veröffentlichen. Der Bericht dürfte einen leichten Rückgang der jährlichen Kerninflation zeigen. Jede Divergenz von den Schätzungen der Analysten könnte den geldpolitischen Ausblick der Federal Reserve beeinflussen und die Bewertung des US-Dollars beeinflussen.

Hauptwährungspaare

Kryptowährungen

Signaturen


Großes

Was ist die EZB?

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist die Zentralbank, die für die Geldpolitik im Euroraum zuständig ist. Sie wurde 1998 in Deutschland gegründet und hat den Auftrag, die Preisstabilität im Euroraum zu gewährleisten, damit die Kaufkraft des Euro (EUR) nicht durch Inflation geschwächt wird. Als unabhängige Institution, losgelöst von den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten und deren Institutionen, verfolgt die EZB das Ziel, die Verbraucherpreise mittelfristig um jährlich 2 % steigen zu lassen. Eine weitere zentrale Aufgabe ist die Steuerung der Geldmenge - dazu gehört unter anderem die Festlegung der Leitzinsen im gesamten Euroraum. Die Arbeit der Europäischen Zentralbank wird durch folgende Organe organisiert: das Direktorium, den EZB-Rat und den erweiterten Rat. Christine Lagarde ist seit dem 1. November 2019 Präsidentin der EZB. Ihre Reden, Stellungnahmen und Kommentare sind ein wichtiger Auslöser für Marktbewegungen, insbesondere beim Euro und den gegen ihn gehandelten Währungen.

Wer ist die Präsidentin der EZB?

Christine Lagarde wurde 1956 in Paris, Frankreich, geboren. Sie schloss ihr Studium an der Universität Paris Ouest Nanterre La Défense ab und wurde am 1. November 2019 Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB). Zuvor war sie von 2011 bis 2019 Vorsitzende und geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF). Davor bekleidete Lagarde mehrere hochrangige Ministerposten in der französischen Regierung: von 2007 bis 2011 als Ministerin für Wirtschaft, Finanzen und Industrie, 2007 als Landwirtschafts- und Fischereiministerin sowie von 2005 bis 2007 als Handelsministerin.

Christine Lagarde

Wie man die Zinsentscheidung der EZB handelt

Die geldpolitischen Entscheidungen des EZB-Rats werden auf acht Sitzungen pro Jahr getroffen. Die Beschlüsse fassen die Präsidenten der nationalen Zentralbanken des Euroraums sowie sechs ständige Mitglieder, darunter die EZB-Präsidentin Christine Lagarde.

Vor der Zinsentscheidung:

  • Viele Trader handeln nach dem Motto „Buy the rumor, sell the fact“: Sie kaufen vor der Entscheidung und schließen ihre Positionen kurz danach. Erwartet der Markt beispielsweise eine Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB), kaufen Trader den Euro (EUR) und realisieren ihre Gewinne kurz nach der Ankündigung. Wird hingegen eine Zinssenkung erwartet, verkaufen Trader den Euro (Short-Position) und schließen diese nach der Bekanntgabe.

Nach der Zinsentscheidung:

  • Weichen die tatsächlichen Beschlüsse von den Markterwartungen ab, entstehen oft attraktive Handelschancen.
  • Erwartet der Markt eine Zinserhöhung, die EZB senkt jedoch die Zinsen, kann ein kurzfristiger Euro-Verkauf (1–2 Stunden) profitabel sein.
  • Erwartet der Markt eine Zinssenkung, die EZB erhöht jedoch die Zinsen, könnte eine kurzfristige Long-Position im Euro (1–2 Stunden) vorteilhaft sein.

Grundsätzlich führen relativ hohe Zinsen meist zu einer Aufwertung des Euro - und umgekehrt.



Zinsen anheben, senken oder unverändert lassen

Die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) wirkt sich stets unmittelbar auf den Euro (EUR) aus.

Bei Zinserhöhungen verkauft die EZB Staatsanleihen an große Finanzinstitute. Diese zahlen dafür in Euro, was die umlaufende Geldmenge verringert. Ein geringeres Angebot erhöht die Nachfrage und führt in der Regel zu einer Aufwertung des Euro.

Bei Zinssenkungen flutet die EZB den Markt mit Euro, indem sie Staatsanleihen von Finanzinstituten zurückkauft. Die Banken erhalten dafür Euro, was die Geldmenge erhöht. Steigt das Angebot, verliert der Euro in der Regel an Wert.

Tabelle der weltweiten Zinssätze

Die Tabelle der weltweiten Zinssätze zeigt die aktuellen Leitzinsen der wichtigsten Länder, festgelegt von ihren jeweiligen Zentralbanken. Die Zinssätze spiegeln in der Regel die wirtschaftliche Lage einzelner Volkswirtschaften wider - im Idealfall erhöhen Zentralbanken die Zinsen in Wachstumsphasen, wenn die Inflation steigt.

Einige wichtige Konzepte, die Sie kennen sollten

In der Praxis bedeutet „Quantitative Easing“ (QE), dass Zentralbanken Geld aus dem Nichts schaffen, um damit Wertpapiere - etwa Staatsanleihen - zu kaufen. Dieses neu geschaffene Geld erhöht die Bankreserven in Höhe der gekauften Vermögenswerte. Daher trägt das Programm den Namen „Quantitative Lockerung“. Ziel ist es, die Finanzinstitute mit Liquidität zu versorgen, die Kreditvergabe anzukurbeln und die Märkte flüssiger zu machen.

Ein Großteil der Staatsschulden im Euroraum wird von Banken gehalten, und die EZB möchte, dass diese mehr Kredite vergeben. Kauft die EZB Staatsanleihen, steigen deren Preise und die Renditen sinken weiter. Dies ist eine liquiditätsstützende Maßnahme, die den Euro tendenziell schwächt. Eine Abwertung macht europäische Exporte günstiger und wettbewerbsfähiger und unterstützt letztlich die Konjunkturerholung. Darüber hinaus wirkt die EZB mit dieser Maßnahme sowohl einer möglichen Deflation - einem anhaltenden Preisrückgang - als auch hoher Arbeitslosigkeit entgegen.