GBP/USD Analysen (Pfund US Dollar)


GBP/USD Analyse: Fortsetzung der Aufwärtsbewegung? – Commerzbank

Karen Jones, die Leiterin FICC Technische Analyse bei der Commerzbank, stellt fest, dass im GBP/USD mit einer weiteren Aufwärtsbewegung zu rechnen ist, nach dem es zu einer Erholung vom 55-Tage-MA kam und der 200-Tage-MA von 1,2980 dem Abwärtsdruck standhielt.

GBP/USD technische Analyse

„Der Markt hat kürzlich das Juli 2018 Hoch von 1,3363 herausgefordert und er konnte die 1,3382 erreicht, bevor es zu einem Rückgang kam. Solange der 200-Tage-MA das Geschehen nach unten begrenzt, bleibt unser Ziel der 200-Wochen-MA von 1,3563.“

„Unter dem 200-Tage-MA befindet sich das Double Fibo Retracement von 1,2900/1,2895, welches das jüngste Tief von 1,2772 verteidigt.“


1. Technische Analyse


GBP/USD PREISSENSIBILITÄT

GBP/USD BULLISH PERCENTAGE INDEX


GBP/USD Prognose 2019: Pfund Sterling unter die Parität? Alles hängt vom Brexit ab

  • Die Brexit-Unsicherheit bleibt die größte Herausforderung für die britische Politik und der größte Belastungsfaktor für das Pfund Sterling auf dem Weg ins Jahr 2019.
  • Das Pfund Sterling wird aller Wahrscheinlichkeit Anfang 2019 weiter abwerten. Sobald die Brexit-Unsicherheit aus dem Weg geräumt wurde, steht eine dynamische Erholung auf der Agenda. 

Da die britische Regierung das Parlament nach wie vor vom Brexit-Deal überzeugen muss, werden die Unsicherheiten darüber wohl noch bis voraussichtlich Ende 2018 und Anfang 2019 fortbestehen. Die Prognose für den GBP/USD hängt extrem stark vom Brexit-Ergebnis ab, und ohne klare Stoßrichtung, liegen alle Optionen noch auf dem Tisch, so dass es unterschiedliche Szenarien für den GBP/USD gibt.

Das Pfund Sterling könnte die psychologisch wichtige Marke von 1,2000 Dollar unterschreiten, die in der Vergangenheit immer als Unterstützung  für den GBP/USD fungierte, wenn es zu einem harten Brexit kommen sollten. Die beste Lösung für alle Beteiligten im britischen Parlament, in der britischen Regierung und in der EU wäre die Vermeidung eines No-Deal-Brexit, der die britische Wirtschaft und das Pfund Sterling ordentlich durcheinander schütteln würde. Schließlich sagte die Bank of England kürzlich, dass das Pfund im Falle eines harten Brexit um gut 25 Prozent fallen könnte, was bedeutet, der GBP/USD könnte unter die Parität abwerten. Auch ein Brexit-Deal ohne Übergangszeit würde ein negatives Szenario für das Pfund Sterling darstellen, da es dann wahrscheinlich mit 1,0700 Dollar auf den tiefsten Stand seit 1985 fallen dürfte. Solche Szenarien gelten jedoch nach wie vor als unwahrscheinlich. Sollte es jedoch doch dazu kommen, so wäre es für Trader eine einmalige Gelegenheit, den GBP/USD an historischen Tiefstständen zu kaufen. 

Die Wahrscheinlichkeit, dass das Vereinigte Königreich endlich irgendeinen Brexit-Deal mit der Europäischen Union eingeht, so niedrig sie auch sein mag, ist immer noch das Basisszenario für das Vereinigte Königreich und für den GBP/USD. 

Aufgrund der hohen Brexit-Unsicherheit erwarten Anlageprofis, dass der GBP/USD ein neues zyklisches Tief bei 1,2200 Dollar oder sogar 1,2000 Dollar Anfang 2019 testen wird, bevor er sich wieder etwas erholt. Tatsächlich wäre es genau das Gegenteil, was im Jahr 2018 passiert ist, wo der GBP/USD Anfang 2018 auf 1,4377 Dollar kletterte, um Anfang Dezember mit 1,2477 Dollar den tiefsten Stand seit April 2017 zu erreichen.

Wie bereits oben erwähnt, ist der Bereich um 1,2000 Dollar ein historisch wichtiges Unterstützungsniveau für den GBP/USD, welches auch im März 2017 gehalten hatte. Da sich das Pfund Sterling dem Kursniveau von 1,2000 Dollar nähert, wird es wirklich einen harten Brexit für den GBP/USD brauchen, um diese Unterstützung zu durchbrechen, da immer mehr Value-Anleger darüber nachdenken werden, nur um des Schnäppchens willen, in den Markt zu gehen. Das Pfund Sterling notierte auf einem Chart ab 1970 an von Dezember 1984 bis Februar 1985 nur drei Monate lang unter dem Niveau von 1,2000 Dollar

Unabhängig davon, wie sich die wirtschaftlichen Fundamentaldaten in Großbritannien und den USA entwickeln, dürfte der Brexit Anfang 2019 das Pfund Sterling nach unten ziehen, bevor die Brexit-Spannungen im Sommer nachlassen und sich die anschließende Erholung an Dynamik gewinnt. Ich erwarte, dass der GBP/USD im Jahr 2019 ein mehrjähriges Tief ausbildet.

Externe Faktoren, die den GBP/USD unter die Arme greifen dürften, sind zum einen eine Federal Reserve, die bei ihren Zinserhöhungen im kommenden Jahr etwas auf die Bremse treten dürfte und zum anderen weitere Spannungen innerhalb der Europäischen Union aufgrund des Budgetstreits mit Italien und womöglich sogar Frankreich.

Für Anleger, die befürchten, dass die globale Konjunkturabschwächung zuerst die europäische Staatengemeinschaft trifft, könnten die britische Wirtschaft und ihre Währung zu einem sicheren Anlagehafen werden.

Die Aussichten für die britische Wirtschaft bleiben abhängig vom Brexit

Experten erwarten, dass die britische Wirtschaft in den kommenden zwei Jahren weiter moderat wachsen wird. Sie sehen die Jahresrate des Bruttoinlandsprodukts von 1,3 Prozent bis 1,6 Prozent im Jahr 2019. Die Wachstumsrate in Großbritannien bleibt angesichts der Brexit-Unsicherheit, der sowohl die Unternehmensinvestitionen als auch die Konsumausgaben belastet, die niedrigste unter den G7-Staaten. Viele Analysten rechnen damit, dass die britische Regierung ihre Staatsausgaben erhöht und die Steuern senkt, aber insgesamt ist und bleibt der Brexit der größte Bremsklotz für die britische Wirtschaft im Jahr 2019.

Obwohl ein No-Brexit-Deal immer noch das unwahrscheinlichste Szenario für die britische Wirtschaft im Jahr 2019 ist, steht das britische Parlament in heftiger Opposition zu dem von der Regierung vorgeschlagenen Brexit-Deal. Die regierende konservative Partei ist so tief gespalten, dass die Premierministerin Theresa May Anfang Dezember in einem knappen Sieg mit 200 zu117 Stimmen der Mitglieder der konservativen Partei im Parlament nur knapp ein Misstrauensvotum ihrer eigenen Partei überlebt hat.

Auf der anderen Seite könnte die britische Wirtschaft von einer stärkeren Weltwirtschaft und dem schwachen Pfund Sterling profitieren, was den britischen Exporten und der Tourismusbranche einen Schub verleihen dürfte. Negativ zu interpretieren sind dagegen die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und Europa, die das globale Wachstum im Jahr 2019 und darüber hinaus dämpfen könnten.

Die Konjunkturaussichten des Vereinigten Königreichs und insbesondere die Konsumausgaben sollten durch die britische Inflation gestützt werden, die sich voraussichtlich auf dem angestrebten Niveau von 2 Prozent stabilisiert, während die angespannte Lage am britischen Arbeitsmarkt voraussichtlich weiterhin zu höheren Löhnen führt.

Die Arbeitslosenquote des Vereinigten Königreichs dürfte sich 2019 auf dem tiefsten Stand seit vier Jahren bei gut 4,0 Prozent stabilisieren, und die Löhne dürften im Jahresverlauf um mehr als 3 Prozent steigen, was zu einem Anstieg der Verbraucherausgaben um 1,5  Prozent im Jahresverlauf führt.

Das Basisszenario ist, dass die Bank of England den Leitzins weiterhin schrittweise in einem Tempo von einer Zinserhöhung pro Jahr erhöht.

Wie bereits oben erwähnt, kann sich all das geschrieben schnell in Luft auflösen, wenn die britische Regierung nicht in der Lage sein sollte, den Brexit-Deal durch das britische Parlament zu bekommen. In der Folge müsste Großbritannien die EU ohne Abkommen verlassen.

Nach Ansicht der britischen Notenbank würde ein harter Brexit die britische Wirtschaft extrem stark treffen. Die BoE geht in einem solchen Szenario davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt binnen eines Jahres um 7,75 Prozent bis 10,50 Prozent schrumpfen würde.

Brexit-Szenarien und Verlust der Wirtschaftsleistung

Quelle: Bank of England

Im schlimmsten Fall dürfte die Arbeitslosigkeit auf 7,5 Prozent und die Inflation auf 6,5 Prozent nach oben schießen. Gleichzeitig dürften die Hauspreise um 30 Prozent einbrechen. Das britische Pfund dürfte um 25 Prozent zum US-Dollar nachgeben. In diesem Fall würde das Pfund Sterling unter die Parität kollabieren und damit auf den tiefsten Stand in der zweihundertjährigen Geschichte des britischen Pfunds fallen. 

Was ist von der Bank of England zu erwarten

Die Bank of England will den Umfang der Geldpolitik unabhängig vom Ausgang der politischen Entwicklungen im Vereinigten Königreich machen. 

Die Sorge der Bank of England ist vor allem die Inflationsrate. Blickt man auf die britische Teuerungsrate, so gibt es zwei wichtige Faktoren zu beachten: zum einen die Wechselkursentwicklung des Pfund Sterlings und zum anderen die Entwicklung des Lohnwachstums. Der Wechselkurs ist abhängig vom Brexit. In Worst-Case-Szenario könnte das britische Pfund um gut 25 Prozent abwerten, während andere Szenarien einen geringeren Wertverlust für das Pfund Sterling signalisieren und damit auch einen geringen Einfluss auf die Inflation haben dürften.

Die Abwertung des Pfund Sterling könnte sich nachteilig auf die britische Inflation auswirken, da die Teuerungsrate jenseits des angestrebten Zielwerts von 2 Prozent springen dürfte. Während die Bank of England möglicherweise eine so starke Abwertung ausblenden würde, da sie sich nur vorübergehend auf die Inflation auswirkt, würde die Geldpolitik dadurch kurzfristig lockerer werden.

Das Basisszenario basiert jedoch nicht auf der Annahme eines No-Deal-Brexits, so dass die Geldpolitik mit der Strategie einer Zinserhöhung pro Jahr weitaus weniger akkommodierend  wäre. Das würde eine Zinserhöhung im Mai 2019 mit einem Leitzins von 1,0 Prozent und eine weitere Zinserhöhung im Laufe des Jahres 2020 bedeuten, wodurch der Leitzins auf 1,25% steigt.

Die geldpolitische Divergenz gegenüber der Fed würde den US-Dollar weiterhin begünstigen, aber die relative Underperformance des Pfunds dürfte nach wie vor viel mehr Aufmerksamkeit von spekulativen Anlegern auf sich ziehen, die versuchen, von der Brexit-Unsicherheit zu profitieren, die nach einem Brexit-Deal nachlässt.

Technische Analyse

GBP/USD auf dem Monatschart

Der GBP/USD stieg nach dem Brexit-Absturz unter 1,2000 Dollar auf ein Zyklushoch von 1,4377 Dollar im April 2018. Anschließend rutschte das Pfund Sterling wieder in Richtung des 23,6% Fibonacci-Retracements des tiefen Falls nach dem Brexit-Referendum und markierte mit 1,2477 Dollar ein neues Jahrestief 2018. Während der GBP/USD in einem Abwärtstrend aufgrund der anhaltenden Brexit-Unsicherheit gefangen ist, bleiben die Kursziele bei 1,2150 Dollar und 1,2000 Dollar bestehen. Sobald sich die Brexit-Unsicherheit jedoch in Luft auflöst, ist mit einem dynamischen Rebound über 1,3000 Dollar zu rechnen. Nachdem sich der Bruch der Marke von 1,3000 Dollar bestätigt, befinden sich die nächsten Anlaufmarken bei 1,3250 (20-Monats-Linie), 1,3500 Dollar (psychologische Marke) und 1,4000 Dollar (psychologische Marke).

Brexit-Meilensteine

  • Januar 2019 - Die britische Regierung legt die Brexit-Deal zunächst dem britischen Parlament vor, und dann wird vor dem 21. Januar eine bedeutende Abstimmung stattfinden.
  • Januar-Februar 2019 - Der Brexit-Deal wird in Großbritannien umgesetzt, während die EU-Mitgliedstaaten das Brexit-Abkommen auf dem Ministertreffen ratifizieren. Das Europäische Parlament ratifiziert die Brexit-Vereinbarung formell in einer Abstimmung im Plenum.
  • 29. März 2019 - Brexit-Tag: Das Vereinigte Königreich tritt offiziell aus der Europäischen Union aus und die Übergangszeit beginnt.
  • Die Übergangszeit - dies ist die Zeit zwischen dem offiziellen Ausscheiden des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union und der Klärung der Einzelheiten der neuen Beziehungen zur EU. Während der Übergangs- oder Umsetzungsphase müssen sowohl das Vereinigte Königreich als auch die EU die Einzelheiten eines neuen Handelsabkommens festlegen, und die Unternehmen müssen sich an alle Änderungen anpassen. Der Übergangszeitraum beginnt mit dem Auslaufen von Artikel 50 am 29. März 2019 und endet am 31. Dezember 2020 - 21 Monate nach dem Brexit-Tag bleibt das Verhältnis unverändert.
  • 31. Dezember 2020 - laut dem Austrittsvertrag gilt dieses Datum als offizielles Ende der Übergangsfrist, obwohl dieses noch geändert werden könnte. Der EU-Chefunterhändler Michel Barnier erklärte, dass das Ende der Übergangszeit bis zum 31. Dezember 2022 verlängert werden könne.
  • Eintreten in den Backstop - der Austrittsvertrag besagt, dass, wenn es am Ende des Übergangs keine Einigung gibt, um eine harte Grenze mit Nordirland zu vermeiden, der sogenannte "Backstop" automatisch in Kraft tritt. Der Backstop wird das gesamte Vereinigte Königreich in einer "temporären" Zollunion mit der EU halten, während Nordirland stärker in die EU integriert wird.

Schlussfolgerung

Das GBP/USD unterliegt einer hohen Unsicherheit in Bezug auf die politische Entwicklung. Während das Basisszenario zeigt, dass die Vereinbarung rechtzeitig mit dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union am 31. März 2019 abgeschlossen werden soll, gibt es immer noch einige Chancen auf einen harten Brexit, die das Pfund Sterling bis zum Abschluss der endgültigen Vereinbarung belasten dürften.

Der GBP/USD ist daher zunehmend anfällig für einen weiteren Abschwung, wobei das Niveau von 1,2150-1,2000 ein historisches Unterstützungsniveau darstellt. Sollte es der Brexit-Deal durch das Parlament schaffen, so ist mit einer deutlichen Entspannung und einer Aufwertung des Pfund Sterlings zu rechnen, deren Ausmaß von der relativen Entwicklung der Leitzinsen der Zentralbanken abhängt, die sich auf die Anleiherenditen und die wirtschaftliche Entwicklung der britischen Wirtschaft auswirken werden.

 

GBP/USD Point & Figure Chart 

Gonçalo Moreira von Gonçalo Moreira, CMT


Count 1, der in der zweiten Jahreshälfte 2016 begann, wurde gefüllt, nachdem das Pfund Sterling Ende 2017 auf 1,4200 Dollar kletterte. Der kurzfristige Trendumschwung von diesem Hoch erzeugte ein Verkaufssignal in Richtung 1,2800, welches beinahe negierte wurde, mit der Formation eines zweiten Tops im Jahresverlauf 2018, aber dann doch noch mit einem Rückgang auf 1,2700 Dollar seine Gültigkeit untersricht.

Zu diesem Zeitpunkt ist mit einer dynamischen Abwärtsbewegung in Richtung 0,9500 Dollar zu rechnen. Ein weiteres Zeichen für zusätzliche Schwäche ist ein klarer Bruch unter 1,2700 Dollar in Form einer dreifachen Point & Figure Formation.


 

GBP/USD Elliott-Wellen-Analyse

Gonçalo Moreira von Gregor Horvat


Der GBP/USD handelt in einer größeren dreiwelligen bärischen Trendumkehr vom Hoch aus dem Jahr 2007. Aktuell befinden wir uns in der Welle C. Bei Welle C handelt es sich um eine so genannte Motive Wave, die aus fünf kleineren Wellen besteht.

Im Chart sehen wir eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung gemäß Welle V) von C, die den Kurs von GBP/USD in Richtung der Fibonacci-Extensions von 123,6 bis 138,2 in den kommenden Monaten befördern könnte. Spätestens hier sollte sich die Abwärtsbewegung im Pfund Sterling verlangsamen.


GBP/USD auf dem Wochenchart


2. Fundamentale Analyse

BoE Preview: Keine Änderung erwartet, Carney könnte GBP/USD auf zwei Weisen beeinflussen

  • BoE wird ihrer Geldpolitik angesichts der hohen Brexit Unsicherheit unverändert lassen
  • Positiven Konjunkturdaten sprechen für eine Zinserhöhung, nach dem die Brexit Unsicherheit verschwunden ist
  • Inhalt des Sitzungsprotokolls kann sich auf das Pfund kurzfristig und zukünftig auswirken

Die Bank of England wird am Donnerstag den 21. März ihre Zinsentscheidung um 13:00 Uhr bekannt geben. Die BoE wird ihrer Geldpolitik wahrscheinlich unverändert lassen und das bedeutet, dass der Zinssatz bei 0,75 % liegt und das Anleihekaufprogramm 435 Milliarden £ beträgt. Das Sitzungsprotokoll ist für die Investoren daher von erhöhtem Interesse, während mit einer einstimmigen 9:0 Entscheidung gerechnet wird.

Die britischen Wirtschaftsdaten waren in der letzten Zeit besser als erwartet. Der Beschäftigungsbericht zeigte in dieser Woche, dass die Löhne auf Jahresbasis um 3,4 % gestiegen sind, während die Arbeitslosenquote überraschend auf 3,9 % fiel.

Der Fokus der BoE liegt auf der Inflation, die im Februar auf 1,9 % gestiegen ist. Trotz der Brexit Unsicherheit kommt es zu einem Wachstum der Wirtschaft.

All diese Daten begünstigen eine Zinserhöhung. Betrachtet man rein die Daten, so ist im August mit einer Zinserhöhung zu rechnen, da dann ein neuer Quartalsinflationsbericht vorliegt, während die Veröffentlichung im Mai aus der Sicht der BoE zu früh sein dürfte.

Das Problem der Zentralbank ist der Brexit, der weiterhin für große Unsicherheit sorgt.

Der Brexit verhindert sämtliche politischen Entscheidungen in Großbritannien und dazu zählt auch die Gouverneur Mark Carney Institution. Großbritannien wird die Europäische Union am 29. März verlassen, wenn es zu keiner Verlängerung kommt. Die EU wird in der nächsten Woche, quasi im allerletzten Moment, über eine Verzögerung entscheiden, während die britische Premierministerin weiterhin hofft, dass das Parlament einem Deal zustimmt. Die Angst vor einem Brexit ohne Deal nimmt zu.

Das Protokoll der MPC Sitzung kann den GBP/USD wie folgt beeinflussen:

1) Warnungen vor einem Brexit ohne Deal

Die BoE kann ihre Warnungen vor einem Brexit ohne einen Deal wiederholen. Die Prognosen für solch ein Szenario sind recht düster. Eine Erinnerung daran dürfte das Pfund belasten. Außerdem kann die Bank darauf hinweisen, dass sie in solch einem Falle bereit ist die Zinsen zu senken. Das ist ziemlich unwahrscheinlich, aber da die Deadline unmittelbar bevorsteht, kann es durchaus dazu kommen und eine solche Überraschung würde zu einem Absturz des Pfund führen.

2) Stärke der Wirtschaft steht im Mittelpunkt

Angesichts der bereits erwähnten positiven Wirtschaftsdaten, könnte die BoE ihre Zufriedenheit zum Ausdruck bringen und darauf hinweisen, dass sie in diesem Zusammenhang bereit ist die Zinsen zu erhöhen. In der Vergangenheit sagte Carney, dass der Weg der Zinserhöhungen höher sein könnte, als vom Markt eingepreist.

Eine Aussage in diese Richtung könnte das Pfund stärken.

GBP/USD Auswirkungen

Es ist wichtig zu beachten, dass jede Reaktion des GBP/USD auf die BoE begrenzt sein kann. Der Brexit steht weiterhin im Fokus und so wird dieser die Schlagzeilen und den Einfluss auf das Pfund direkt nach der BoE Veröffentlichung wieder übernehmen.

Nach dem sich das Brexit Drama endlich gelegt hat, könnten sich die Märkte wieder den Worten der BoE zuwenden.

Sollte Großbritannien aus der EU ohne einen Deal austreten, könnte eine Warnung der BoE zu einem verschärften Rückgang führen, während ein optimistisches Statement der Bank eine Rallye des Sterling begünstigt.

Die Bank of England wird am Donnerstag den 21. März ihre Zinsentscheidung um 13:00 Uhr bekannt geben. Die BoE wird ihrer Geldpolitik wahrscheinlich un

GBPUSD - Was steht heute auf der Agenda?


3. Neueste Nachrichten und Analysen

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GBP Futures: Squeeze nach oben ist nicht ausgeschlossen

Analysen zu GBP/USD

BoE Preview: Keine Änderung erwartet, Carney könnte GBP/USD auf zwei Weisen beeinflussen

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DIE EINFLUSSREICHSTEN INSTITUTIONEN & PERSONEN FÜR DEN GBP/USD

Das Pfund Sterling kann maßgeblich durch Nachrichten oder Entscheidungen von zwei Zentralbanken beeinflusst werden:

Die Bank of England ist die Zentralbank des Vereinigten Königreichs Großbritanniens. Gegründet wurde sie 1694 und 1946 verstaatlicht. Sie nimmt alle Funktionen einer Zentralbank war, um die Preisstabilität zu sichern. Abhängig davon unterstützt sie die Wirtschaftspolitik der Regierung. Außerdem hat die Bank of England das Monopol zur Banknotenausgabe in England und Wales, setzt die amtlichen Leitzinssätze fest, managt die Devisen- und Goldbestände des Landes und führt das Vermögensverzeichnis und den Vermögenshaushalt der Regierung.

Auf der anderen Seite gibt es das Federal Reserve System (Fed), welches das zentrale Bannendstem der Vereinigten Staaten von Amerika ist. Die Politik der Fed verfolgt zwei Ziele: die Arbeitslosenquote soll auf einem möglichst tiefen Niveau und die Inflation auf rund 2 % gehalten werden. Das Federal Reserve System besteht aus dem Board of Governors, zwölf regionalen Federal Reserve Banken und dem Federal Open Market Committee (FOMC). Das FOMC organisiert 8 Sitzungen in einem Jahr und beurteilt die wirtschaftlichen und finanziellen Bedingungen. Zudem entscheidet es über Pläne zur Geldpolitik und bewertet die langfristigen Ziele von Preisstabilität und nachhaltigem Wirtschaftswachstum.


Mark Carney

Mark Carney ist Gouverneur der Bank of England und Vorstandsvorsitzender des Monetary Policy Committee, des Financial Policy Committee und des Board of the Prudential Regulation Authority. Mit Wirkung zum 1. Juli 2013 wurde er Gouverneur der Bank of England.  Carney wurde in Kanada geboren. Er beendete sein Studium in Harvard mit dem Bachelor in Ökonomie im Jahre 1988. Später ging er an die Oxford University, wo er seinen Masterabschluss in Ökonomie 1993 und seinen Doktor in Ökonomie 1995 erlangte. Zuvor lenkte er zwischen 1. Februar 2008 bis 3. Juni 2013 die Geschicke der Bank of Canada 

Jerome Powell

Jerome Powell trat seine 4-jährige Amtszeit zum Vorsitzenden des Board of Governors of the Federal Reserve System im Februar 2018 an. Seine Amtszeit als Mitglied des Board of Governors wird am 31. Januar 2028 enden. Geboren wurde er in Washington D.C. Er machte 1975 seinen Bacherlor-Abschluss in Politik, an der Princeton University und 1979 erhielt er seinen Abschluss in Rechtswissenschaften von der Georgetown University. Unter Präsident Georg H. W. Bush war er als stellvertretender Sekretär und als Staatssekretär im Finanzministerium tätig. Er arbeitet auch als Anwalt und Investmentbank in New York City. Von 1997 bis 2005 war Powell Partner bei The Carlyle Group.

Powell (Vorsitzender des FOMC) auf der Internetseite der Fed und auf Wikipedia


Nachrichten und Analysen zur BOE

Nachrichten und Analysen zur Fed


Über das GBP/USD

Der GBP/USD (oder Pfund Dollar)wird im Fachjargon als "Major" bezeichnet. Es zählt zu den am häufigsten gehandelten Währungspaaren auf der ganzen WeltDas Paar wird auch "Cable" genannt. Der Name resultiert aus dem ersten transatlantischen Kabel (Cable), welches durch den Atlantik verlegt wurde, um so Großbritannien mit den USA zu verbinden. Diese Bezeichnung hatte ihren Ursprung im Jahr 1866. Das macht den GBP/USD zu einem der ältesten Währungspaare auf der Welt.

Die Beliebtheit des Pfund Dollars beruht auf der Tatsache, dass es zwei starke Volkswirtschaften repräsentiert: die britische und die amerikanische Wirtschaft. Der Cable ist ein häufig gehandeltes Währungspaar bei dem das Pfund die Basiswährung und der US Dollar die Kurswährung ist. Nach dem Brexit-Votum haben gestiegene Sorgen vor einem harten Brexit das britische Pfund stark unter Druck gesetzt. Hauptgrund für die Verunsicherung an den Finanzmärkten ist der Austritt aus dem europäischen Binnenmarkt.

KORRELIERENDE PAARE

EUR/USD

Der EUR/USD (oder Euro Dollar) wird im Fachjargon als "Major" bezeichnet. Es ist das am häufigsten gehandelte Währungspaar auf der ganzen Welt. Die Gruppe der "Majors" umfasst außerdem folgende Währungspaare: GBP/USDUSD/JPYAUD/USDUSD/CHF,  NZD/USD und USD/CAD. Seine Beliebtheit verdankt das Paar dem Umstand, dass es zwei große Volkswirtschaften umfasst: die europäische und die amerikanische Wirtschaft. Der Euro als erstgenannte Währung des Paares wird Basiswährung, der US Dollar als zweitgenannte Währung als Kurswährung genannt. Der EUR/USD ist für mehr als die Hälfte aller Geldflüsse an den internationalen Devisenmärkten verantwortlich. Das Auftreten von Gaps ist deshalb beinahe unmöglich.

Normalerweise ist es während des asiatischen Geschäfts sehr ruhig, da marktbewegende Makrodaten hauptsächlich in der europäischen oder amerikanischen Sitzung veröffentlicht werden. Die Handelsaktivität steigt, sobald die europäischen Trader an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Sofort werden Kundenorders ausgeführt, passende Orders gematcht, Limits geprüft und das Orderbuch geführt. In der Regel passiert am Mittag nicht viel. Häufig tendieren die Paare seitwärts. Denn viele Trader gehen zum Mittagessen. Am Nachmittag mit der amerikanischen Eröffnung kommt dann wieder Bewegung in den Markt.

USD/JPY

Der USD/JPY (oder US Dollar Japanischer Yen) ist einer der wichtigsten "Majors" auf der ganzen Welt. Der Japanische Yen hat einen niedrigen Zinssatz und wird normalerweise als Carry-Trade benutzt. Deshalb ist er einer der am häufigsten gehandelten Währungen weltweit. Im USD/JPY entspricht der US Dollar der Basiswährung und der Japanische Yen der Kurswährung. Das Paar repräsentiert die amerikanische und japanische Wirtschaft. 

Der USD/JPY ist in Fachkreisen auch als "Ninja" oder "Gopher" bekannt. Der US Dollar Japanische Yen hat normalerweise eine positive Korrelation mit den folgenden Paaren: USD/CHF und USD/CAD. Diese Art von Korrelation basiert auf der Tatsache, dass beide Währungspaare den US Dollar als Basiswährung verwenden. Der Wert des Paares reagiert insbesondere auf Veränderungen der Renditedifferenz zwischen amerikanischen und japanischen Staatsanleihen. Zudem wird es von geldpolitischen Entscheidungen der Bank of Japan (BoJ) und Federal Reserve (Fed) beeinflusst.


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