GBP/USD Analysen (Pfund US Dollar)


GBP/USD Analyse 2018: London und der Brexit bleiben die treibenden Kräfte für das Pfund Sterling

Für Unruhe im neuen Jahr werden, wie auch schon in diesem Jahr, die Brexit-Verhandlungen sorgen. Insofern müssen Investoren hohe Kursschwankungen im britischen Pfund einkalkulieren.


1. Technische Analyse

GBP/USD technische Analyse

„Der GBP/USD verbrachte die vergangene Woche rund um den 200-Tage-MA, bevor es zu einem Abverkauf zum 1,3458 Januar Tief kam. Sollte es zu einem Tagesschlusskurs darunter kommen, werden die Verluste zum 55-Wochen-MA von 1,3394 ausgebaut. Wir sehen einen Counts 13 und gehen davon aus, dass der Markt noch nicht bereit ist nach unten auszubrechen, so dass wir Rallyes verkaufen werden.“

„Intraday Rallyes müssen das Hoch der vergangenen Woche von 1,3618 überwinden, um den Widerstand von 1,3695/1,3712 (März Tief) zu testen. Rallyes werden wahrscheinlich durch den 55-Tage-MA von 1,3918 begrenzt und darunter bleiben die direkten Angebote des Marktes erhalten.“

GBP/USD PREISSENSIBILITÄT

GBP/USD BULLISH PERCENTAGE INDEX


2. Fundamentale Analyse

Reuters berichtete über den IHS Markit Household Finance Index und aus diesen geht hervor, dass die Erwartungen an eine Zinserhöhung der Bank of England (BoE) im nächsten Monat gesunken ist.

28 % der Briten gehen davon aus, dass die BoE die Zinsen in den kommenden 3 Monaten erhöht, nach 33 % im März.

Die Umfrage wurde zwischen dem 12. und 16. April unter 1500 Personen durchgeführt, bevor Carney am Donnerstag signalisierte, dass die erwartete Zinserhöhung der Zentralbank im Mai ausfallen könnte, da die Wirtschaftsdaten zuletzt durchwachsen waren.


GBPUSD - Was steht heute auf der Agenda?


3. Neueste Nachrichten und Analysen

Nachrichten zu GBP/USD

GBP/USD Technische Analyse: Cable gibt mit Achterbahnfahrt die Wochengewinne ab, Rückgang in Richtung 1,3050

Analysen zu GBP/USD

S&P500 - GBPJPY – GBPUSD – Videobesprechung zu Tickmill's Handelsideen für den 20. September 2018 mit Mike Seidl

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DIE EINFLUSSREICHSTEN INSTITUTIONEN & PERSONEN FÜR DEN GBP/USD

Das Pfund Sterling kann maßgeblich durch Nachrichten oder Entscheidungen von zwei Zentralbanken beeinflusst werden:

Die Bank of England ist die Zentralbank des Vereinigten Königreichs Großbritanniens. Gegründet wurde sie 1694 und 1946 verstaatlicht. Sie nimmt alle Funktionen einer Zentralbank war, um die Preisstabilität zu sichern. Abhängig davon unterstützt sie die Wirtschaftspolitik der Regierung. Außerdem hat die Bank of England das Monopol zur Banknotenausgabe in England und Wales, setzt die amtlichen Leitzinssätze fest, managt die Devisen- und Goldbestände des Landes und führt das Vermögensverzeichnis und den Vermögenshaushalt der Regierung.

Auf der anderen Seite gibt es das Federal Reserve System (Fed), welches das zentrale Bannendstem der Vereinigten Staaten von Amerika ist. Die Politik der Fed verfolgt zwei Ziele: die Arbeitslosenquote soll auf einem möglichst tiefen Niveau und die Inflation auf rund 2 % gehalten werden. Das Federal Reserve System besteht aus dem Board of Governors, zwölf regionalen Federal Reserve Banken und dem Federal Open Market Committee (FOMC). Das FOMC organisiert 8 Sitzungen in einem Jahr und beurteilt die wirtschaftlichen und finanziellen Bedingungen. Zudem entscheidet es über Pläne zur Geldpolitik und bewertet die langfristigen Ziele von Preisstabilität und nachhaltigem Wirtschaftswachstum.


Mark Carney

Mark Carney ist Gouverneur der Bank of England und Vorstandsvorsitzender des Monetary Policy Committee, des Financial Policy Committee und des Board of the Prudential Regulation Authority. Mit Wirkung zum 1. Juli 2013 wurde er Gouverneur der Bank of England.  Carney wurde in Kanada geboren. Er beendete sein Studium in Harvard mit dem Bachelor in Ökonomie im Jahre 1988. Später ging er an die Oxford University, wo er seinen Masterabschluss in Ökonomie 1993 und seinen Doktor in Ökonomie 1995 erlangte. Zuvor lenkte er zwischen 1. Februar 2008 bis 3. Juni 2013 die Geschicke der Bank of Canada 

Jerome Powell

Jerome Powell trat seine 4-jährige Amtszeit zum Vorsitzenden des Board of Governors of the Federal Reserve System im Februar 2018 an. Seine Amtszeit als Mitglied des Board of Governors wird am 31. Januar 2028 enden. Geboren wurde er in Washington D.C. Er machte 1975 seinen Bacherlor-Abschluss in Politik, an der Princeton University und 1979 erhielt er seinen Abschluss in Rechtswissenschaften von der Georgetown University. Unter Präsident Georg H. W. Bush war er als stellvertretender Sekretär und als Staatssekretär im Finanzministerium tätig. Er arbeitet auch als Anwalt und Investmentbank in New York City. Von 1997 bis 2005 war Powell Partner bei The Carlyle Group.

Powell (Vorsitzender des FOMC) auf der Internetseite der Fed und auf Wikipedia


Nachrichten und Analysen zur BOE

Nachrichten und Analysen zur Fed


Über das GBP/USD

Der GBP/USD (oder Pfund Dollar)wird im Fachjargon als "Major" bezeichnet. Es zählt zu den am häufigsten gehandelten Währungspaaren auf der ganzen WeltDas Paar wird auch "Cable" genannt. Der Name resultiert aus dem ersten transatlantischen Kabel (Cable), welches durch den Atlantik verlegt wurde, um so Großbritannien mit den USA zu verbinden. Diese Bezeichnung hatte ihren Ursprung im Jahr 1866. Das macht den GBP/USD zu einem der ältesten Währungspaare auf der Welt.

Die Beliebtheit des Pfund Dollars beruht auf der Tatsache, dass es zwei starke Volkswirtschaften repräsentiert: die britische und die amerikanische Wirtschaft. Der Cable ist ein häufig gehandeltes Währungspaar bei dem das Pfund die Basiswährung und der US Dollar die Kurswährung ist. Nach dem Brexit-Votum haben gestiegene Sorgen vor einem harten Brexit das britische Pfund stark unter Druck gesetzt. Hauptgrund für die Verunsicherung an den Finanzmärkten ist der Austritt aus dem europäischen Binnenmarkt.

KORRELIERENDE PAARE

EUR/USD

Der EUR/USD (oder Euro Dollar) wird im Fachjargon als "Major" bezeichnet. Es ist das am häufigsten gehandelte Währungspaar auf der ganzen Welt. Die Gruppe der "Majors" umfasst außerdem folgende Währungspaare: GBP/USDUSD/JPYAUD/USDUSD/CHF,  NZD/USD und USD/CAD. Seine Beliebtheit verdankt das Paar dem Umstand, dass es zwei große Volkswirtschaften umfasst: die europäische und die amerikanische Wirtschaft. Der Euro als erstgenannte Währung des Paares wird Basiswährung, der US Dollar als zweitgenannte Währung als Kurswährung genannt. Der EUR/USD ist für mehr als die Hälfte aller Geldflüsse an den internationalen Devisenmärkten verantwortlich. Das Auftreten von Gaps ist deshalb beinahe unmöglich.

Normalerweise ist es während des asiatischen Geschäfts sehr ruhig, da marktbewegende Makrodaten hauptsächlich in der europäischen oder amerikanischen Sitzung veröffentlicht werden. Die Handelsaktivität steigt, sobald die europäischen Trader an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Sofort werden Kundenorders ausgeführt, passende Orders gematcht, Limits geprüft und das Orderbuch geführt. In der Regel passiert am Mittag nicht viel. Häufig tendieren die Paare seitwärts. Denn viele Trader gehen zum Mittagessen. Am Nachmittag mit der amerikanischen Eröffnung kommt dann wieder Bewegung in den Markt.

USD/JPY

Der USD/JPY (oder US Dollar Japanischer Yen) ist einer der wichtigsten "Majors" auf der ganzen Welt. Der Japanische Yen hat einen niedrigen Zinssatz und wird normalerweise als Carry-Trade benutzt. Deshalb ist er einer der am häufigsten gehandelten Währungen weltweit. Im USD/JPY entspricht der US Dollar der Basiswährung und der Japanische Yen der Kurswährung. Das Paar repräsentiert die amerikanische und japanische Wirtschaft. 

Der USD/JPY ist in Fachkreisen auch als "Ninja" oder "Gopher" bekannt. Der US Dollar Japanische Yen hat normalerweise eine positive Korrelation mit den folgenden Paaren: USD/CHF und USD/CAD. Diese Art von Korrelation basiert auf der Tatsache, dass beide Währungspaare den US Dollar als Basiswährung verwenden. Der Wert des Paares reagiert insbesondere auf Veränderungen der Renditedifferenz zwischen amerikanischen und japanischen Staatsanleihen. Zudem wird es von geldpolitischen Entscheidungen der Bank of Japan (BoJ) und Federal Reserve (Fed) beeinflusst.


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