EUR/GBP Analyse (Euro Pfund)


Nach einem Spurt auf den höchsten Stand seit sechs Wochen gab der EUR/GBP am Montag etwas nach. Zuletzt notierte der EUR/GBP auf 0,8773 und damit 0,31 Prozent im Minus, nachdem er ein Sitzungshoch bei 0,8830 und ein Sitzungstief bei 0,8765 ausgeprägt hatte.

Schwache Konjunkturdaten aus dem Euroraum hatten den EUR/GBP zum Wochenauftakt belastet. Im März reichten Geldhäuser an Firmen 3,3 Prozent mehr Darlehen aus als ein Jahr zuvor, teilte die Europäische Zentralbank am Montag mit. An Privathaushalte wurden 3,0 Prozent mehr Kredite vergeben. Die deutschen Verbraucherpreise lagen im Schnitt 1,6 Prozent über dem Niveau vor einem Jahr, wie das Statistische Bundesamt am Montag nach vorläufigen Berechnungen mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit diesem Wert gerechnet. Die deutschen Einzelhändler haben im März überraschend an Umsatz eingebüßt, schrieb die Nachrichtenagentur Reuters. Sie hatten 0,6 Prozent weniger in den Kassen als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. 

Der EUR/USD kollabierte nach den Konjunkturdaten unter die Marke von 1,21. Aber auch der GBP/USD erwischte einen schwachen Start in die neue Handelswoche und markierte bei 1,3712 ein neues 8-Wochen-Tief. Preisbelastend sind die rückläufigen Spekulationen auf eine Zinserhöhung der BoE im Mai. 

EUR/GBP - Wichtige Kursniveaus

Die 100-Tage-Linie hat die Oberseite begrenzt. Ein Schlusskurs über der 21-Wochen-Linie bei 0,8811 ist notwendig, damit die Bullen die Oberhand gewinnen können. Auf der Unterseite gilt es ein Abgleiten unter 0,8527 zu vermeiden.

 


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2. Technische Analyse

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EUR/GBP BULLISH PERCENTAGE INDEX

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EUR/GBP technische Analyse

„Der EUR/GBP konnte sich am Freitag im Zusammenhang mit dem enttäuschenden britischen Q1 BIP erholen, da sich das Wirtschaftswachstum von 0,4 % im Q4 2017 auf 0,1 % im Q1 2018 verlangsamte.“

„Der Markt hat damit begonnen eine BoE Zinserhöhung im Mai auszupreisen und damit liegt die Chance nun nur noch bei 25 %, was auf den schwachen Q1-Daten und den dovish BoE Gouverneur Carney Kommentaren beruht.“

„Wir gehen davon aus, dass der EUR/GBP auf Sicht von 6-12 Monaten fallen wird und aus unserer Sicht stellen Rallyes in den Bereich der 0,8850 eine Verkaufsmöglichkeit dar.“

 

3. Fundamentale Analyse

Konjunkturdaten



4. Übergeordnetes Bild

INSTITUTIONEN & MENSCHEN MIT DEM MEISTEN EINFLUSS AUF DEN EUR/GBP

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist die Zentralbank der Europäischen Union, deren vorrangige Aufgabe es ist, Preisstabilität im Euroraum zu gewährleisten und so die Kaufkraft des Euros zu erhalten. Die EZB verfolgt das Ziel, die jährliche Inflationsrate auf mittlere Sicht unter, aber nahe 2 % zu halten. Darüber hinaus kontrolliert die EZB mithilfe ihrer Zinspolitik die Geldmenge. Die drei Organe der EZB sind: der EZB-Rat, das EZB-Direktorium und der erweiterte Rat. Er umfasst Präsident und Vizepräsident der EZB sowie die Präsidenten der Zentralbanken aller EU-Mitgliedsstaaten. Mario Draghi wurde im Juni 2011 vom Europäischen Rat als EZB-Präsident bestimmt.

Die Bank of England ist die Zentralbank des Vereinigten Königreichs Großbritanniens. Gegründet wurde sie 1694 und 1946 verstaatlicht. Sie nimmt alle Funktionen einer Zentralbank war, um die Preisstabilität zu sichern. Abhängig davon unterstützt sie die Wirtschaftspolitik der Regierung. Außerdem hat die Bank of England das Monopol zur Banknotenausgabe in England und Wales, setzt die amtlichen Leitzinssätze fest, managt die Devisen- und Goldbestände des Landes und führt das Vermögensverzeichnis und den Vermögenshaushalt der Regierung.


Mario Draghi

Mario Draghi ist Mitglied des EZB-Direktoriums und auch Präsident von diesem Organismus. Seine Äußerungen sorgen regelmäßig für Volatilitätssprünge, insbesondere beim Euro und den Währungen, die gegen ihn notieren. Er wurde 1947 in Rom, Italien, geboren. Er studierte am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und wurde im Jahr 2011 Präsident der Europäischen Zentralbank. Er gibt Pressekonferenzen nach den EZB-Entscheidungen. Seine Kommentare können den EUR kurzfristig positiv oder negativ beeinflussen. Sind seine Ansichten hawkish, so wirkt sich dies auf den EUR bullisch aus, während bei einer dovish Einstellung mit einer bärischen Reaktion zu rechnen ist.

Mark Carney

Mark Carney ist Gouverneur der Bank of England und Vorstandsvorsitzender des Monetary Policy Committee, des Financial Policy Committee und des Board of the Prudential Regulation Authority. Mit Wirkung zum 1. Juli 2013 wurde er Gouverneur der Bank of England. Carney wurde in Kanada geboren. Er beendete sein Studium in Harvard mit dem Bachelor in Ökonomie im Jahre 1988. Später ging er an die Oxford University, wo er seinen Masterabschluss in Ökonomie 1993 und seinen Doktor in Ökonomie 1995 erlangte. Zuvor lenkte er zwischen 1. Februar 2008 bis 3. Juni 2013 die Geschicke der Bank of Canada.


Nachrichten & Analysen zur EZB

Nachrichten & Analysen zur BoE


Über den EUR/GBP

Das Währungspaar der zwei wichtigsten Länder in Europa gibt an, wie viele Pfund gebraucht werden, um einen Euro zu erwerben. Als Hochzinswährungspaar ist die auf täglicher Basis berechnete Volatilität sehr begrenzt. Kursreaktionen sind vor allem bei Zentralbankentscheidungen und politischen Ereignissen in dem jeweiligen Land zu erwarten. 

KORRELIERENDE PAARE

EUR/USD

Der EUR/USD (oder Euro Dollar) wird im Fachjargon als "Major" bezeichnet. Es ist das am häufigsten gehandelte Währungspaar auf der ganzen Welt. Die Gruppe der "Majors" umfasst außerdem folgende Währungspaare: GBP/USD, USD/JPY, AUD/USD, USD/CHF, NZD/USD und USD/CAD. Seine Beliebtheit verdankt das Paar dem Umstand, dass es zwei große Volkswirtschaften umfasst: die europäische und die amerikanische Wirtschaft. Der Euro als erstgenannte Währung des Paares wird Basiswährung, der US Dollar als zweitgenannte Währung als Kurswährung genannt. Der EUR/USD ist für mehr als die Hälfte aller Geldflüsse an den internationalen Devisenmärkten verantwortlich. Das Auftreten von Gaps ist deshalb beinahe unmöglich.

Normalerweise ist es während des asiatischen Geschäfts sehr ruhig, da marktbewegende Makrodaten hauptsächlich in der europäischen oder amerikanischen Sitzung veröffentlicht werden. Die Handelsaktivität steigt, sobald die europäischen Trader an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Sofort werden Kundenorders ausgeführt, passende Orders gematcht, Limits geprüft und das Orderbuch geführt. In der Regel passiert am Mittag nicht viel. Häufig tendieren die Paare seitwärts. Denn viele Trader gehen zum Mittagessen. Am Nachmittag mit der amerikanischen Eröffnung kommt dann wieder Bewegung in den Markt.

GBP/USD

Der GBP/USD (oder Pfund Dollar)wird im Fachjargon als "Major" bezeichnet. Es zählt zu den am häufigsten gehandelten Währungspaaren auf der ganzen Welt. Die Gruppe der "Majors" umfasst außerdem folgende Währungspaare: EUR/USD, USD/JPY, AUD/USD, USD/CHF, NZD/USD und USD/CAD. Das Paar wird auch "Cable" genannt. Der Name resultiert aus dem ersten transatlantischen Kabel (Cable), welches durch den Atlantik verlegt wurde, um so Großbritannien mit den USA zu verbinden. Diese Bezeichnung hatte ihren Ursprung im Jahr 1866. Das macht den GBP/USD zu einem der ältesten Währungspaare auf der Welt.

Die Beliebtheit des Pfund Dollars beruht auf der Tatsache, dass es zwei starke Volkswirtschaften repräsentiert: die britische und die amerikanische Wirtschaft. Der Cable ist ein häufig gehandeltes Währungspaar bei dem das Pfund die Basiswährung und der US Dollar die Kurswährung ist. Nach dem Brexit-Votum haben gestiegene Sorgen vor einem harten Brexit das britische Pfund stark unter Druck gesetzt. Hauptgrund für die Verunsicherung an den Finanzmärkten ist der Austritt aus dem europäischen Binnenmarkt.


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