Das Bureau of Economic Analysis berichtet, dass das US-BIP im vierten Quartal 2025 mit einer annualisierten Rate von 1,4 % gewachsen ist, nach einem Wachstum von 4,4 % im vorherigen Quartal. Die Märkte hatten einen Anstieg von 3 % erwartet, was auf eine deutlich schärfere Verlangsamung als erwartet in der größten Volkswirtschaft der Welt hinweist. Laut der Veröffentlichung wird das Wachstum hauptsächlich durch Konsumausgaben und Investitionen angetrieben, während Rückgänge bei den Staatsausgaben und Exporten die Gesamtleistung teilweise ausgleichen.
Gleichzeitig stieg der Kernpreisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE), der bevorzugte Inflationsindikator der Federal Reserve (Fed), im Quartalsvergleich um 2,7 %, was über den Markterwartungen liegt. Im Monatsvergleich erhöhte sich der Index im Dezember um 0,4 %, was auf anhaltende zugrunde liegende inflationsdruck hinweist, trotz der Verlangsamung der Aktivität.
Diese Kombination aus schwächerem Wachstum und robuster Kerninflation kompliziert die Marktaussichten. Einerseits verstärkt die Verlangsamung des Bruttoinlandsprodukts die Sichtweise eines abkühlenden Wirtschaftszyklus, der den Weg für eine geldpolitische Lockerung ebnen könnte. Andererseits könnten die stabilen Inflationsdaten die US-Notenbank dazu ermutigen, eine vorsichtige Haltung länger beizubehalten als zuvor erwartet.
Für den Australischen Dollar (AUD), der empfindlich auf Veränderungen der globalen Risikostimmung reagiert, unterstützen diese US-Daten ein erneutes Interesse am US-Dollar. Auch wenn die Reserve Bank of Australia (RBA) angesichts eines soliden Arbeitsmarktes einen relativ hawkischen Ton beibehält, werden die kurzfristigen Dynamiken weiterhin hauptsächlich von den Erwartungen bezüglich des US-Zinsweges und der Entwicklung des Greenbacks bestimmt.