EUR/USD-Prognose und News
Technische Analyse
Fundamentalanalyse
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Über EUR/USD
Das Währungspaar EUR/USD (oder Euro-Dollar) gehört zur Gruppe der „Majors“ – so heißen die wichtigsten Währungspaare der Welt. Dazu zählen außerdem GBP/USD, USD/JPY, AUD/USD, USD/CHF, NZD/USD und USD/CAD. Seine Beliebtheit verdankt der Euro-Dollar der Tatsache, dass er zwei der größten Volkswirtschaften der Welt abbildet: die Eurozone und die Vereinigten Staaten.
EUR/USD ist eines der meistgehandelten Währungspaare am Forex-Markt. Der Euro ist dabei die Basiswährung, der US-Dollar die Kurswährung. Auf das Paar entfällt mehr als die Hälfte des gesamten Handelsvolumens am Devisenmarkt – Kurslücken (Gaps) treten deshalb kaum auf, plötzliche Trendwechsel durch Ausbruchs-Gaps noch seltener.
In der asiatischen Handelssitzung ist EUR/USD meist ruhig, denn die relevanten Konjunkturdaten kommen in der europäischen oder US-Sitzung. Sobald die europäischen Trader starten, zieht die Aktivität an und das Handelsvolumen steigt. Zur Mittagszeit flaut der Handel in Europa ab, nimmt aber wieder Fahrt auf, sobald die US-Märkte öffnen.
Verwandte Paare
GBP/USD
Das Währungspaar GBP/USD (oder Pfund-Dollar) gehört zur Gruppe der „Majors“, also zu den wichtigsten und meistgehandelten Paaren der Welt. Es trägt auch den Spitznamen „Cable“ – ein Begriff aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, der auf das erste Transatlantikkabel zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten zurückgeht. In diesem viel beachteten Paar ist das britische Pfund die Basiswährung und der US-Dollar die Kurswährung. Entsprechend stark bewegen Konjunkturdaten aus den USA und aus Großbritannien den Kurs. Ein Ereignis, das die Volatilität des Paares besonders geprägt hat, war der Brexit.
USD/JPY
Das Währungspaar USD/JPY (US-Dollar/Japanischer Yen) zählt zu den „Majors“, also zu den wichtigsten Währungspaaren der Welt. Der japanische Yen ist für seine niedrigen Zinsen bekannt und deshalb ein Klassiker im Carry Trade – das macht ihn zu einer der meistgehandelten Währungen weltweit. Im Paar USD/JPY ist der US-Dollar die Basiswährung, der japanische Yen die Kurswährung.
Der Handel mit USD/JPY heißt auch „Ninja“ oder „Gopher“, wobei der zweite Spitzname häufiger für GBP/JPY steht. USD/JPY korreliert meist positiv mit Paaren wie USD/CHF und USD/CAD, weil alle drei den US-Dollar als Basiswährung haben. Der Kurs hängt stark von der Zinsdifferenz zwischen den beiden Notenbanken ab: der Federal Reserve (Fed) und der Bank of Japan (BoJ).
Einflussreiche Institutionen und Personen für EUR/USD
Die Europäische Zentralbank (EZB)
Die Europäische Zentralbank (EZB) steuert die Geldpolitik der Eurozone. Sie nahm ihre Arbeit 1998 in Deutschland auf und hat den Auftrag, die Preisstabilität im Euroraum zu sichern, damit die Inflation die Kaufkraft des Euro (EUR) nicht aushöhlt. Als Institution, die von den einzelnen EU-Staaten und -Institutionen unabhängig ist, strebt die EZB mittelfristig einen Anstieg der Verbraucherpreise von 2 % gegenüber dem Vorjahr an. Eine weitere Aufgabe ist die Steuerung der Geldmenge – dazu legt sie beispielsweise die Zinssätze für die gesamte Eurozone fest. Die Arbeit der EZB organisieren drei Entscheidungsgremien: das Direktorium, der EZB-Rat und der Erweiterte Rat. Christine Lagarde ist seit dem 1. November 2019 Präsidentin der EZB. Ihre Reden, Stellungnahmen und Kommentare sorgen regelmäßig für Volatilität – vor allem beim Euro und bei den Währungen, die gegen ihn gehandelt werden.
Offizielle Website der EZB, auf X und YouTube
Die Federal Reserve (Fed)
Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten (USA) und hat zwei Hauptziele: die Arbeitslosenquote auf dem niedrigsten möglichen Niveau zu halten und die Inflation bei etwa 2 % zu halten. Die Struktur des Federal Reserve Systems besteht aus dem vom Präsidenten ernannten Gouverneursrat und dem teilweise ernannten Federal Open Market Committee (FOMC). Das FOMC organisiert acht geplante Sitzungen in einem Jahr, um die wirtschaftlichen und finanziellen Bedingungen zu überprüfen. Es legt auch die angemessene Haltung der Geldpolitik fest und bewertet die Risiken für seine langfristigen Ziele Preisstabilität und nachhaltiges Wirtschaftswachstum. Die FOMC-Protokolle, die Wochen nach der letzten Sitzung vom Gouverneursrat der Federal Reserve veröffentlicht werden, sind ein Leitfaden für die zukünftige US-Zinspolitik.
Offizielle Website der Fed, auf X und Facebook
Christine Lagarde
Christine Lagarde wurde 1956 in Paris geboren. Nach ihrem Abschluss an der Universität Paris Nanterre La Défense übernahm sie am 1. November 2019 die Präsidentschaft der Europäischen Zentralbank (EZB). Zuvor stand sie von 2011 bis 2019 als Vorsitzende und geschäftsführende Direktorin an der Spitze des Internationalen Währungsfonds (IWF). Davor bekleidete Lagarde mehrere hochrangige Ministerämter in der französischen Regierung: Sie war Ministerin für Wirtschaft, Finanzen und Industrie (2007–2011), Ministerin für Landwirtschaft und Fischerei (2007) und Handelsministerin (2005–2007).
Kevin Warsh
Kevin Warsh trat sein Amt als Vorsitzender des Gouverneursrats der Federal Reserve im Mai 2026 an – für eine Amtszeit von vier Jahren, die 2030 endet. Seine Amtszeit als Mitglied des Gouverneursrats läuft im Mai 2040 aus. Warsh, geboren am 13. April 1970 in Albany (New York), ist ein amerikanischer Finanzfachmann und Jurist. Er gehörte dem Fed-Gouverneursrat bereits von 2006 bis 2011 an und war maßgeblich an der Reaktion der Zentralbank auf die Finanzkrise beteiligt. Davor arbeitete er unter Präsident George W. Bush als Sonderberater des Präsidenten für Wirtschaftspolitik und als Exekutivsekretär des National Economic Council.