EUR/USD Analysen (Euro US Dollar)


  • Das Paar bleibt am Freitag um 1,17 in der Defensive
  • Greenback notiert in der Nähe der 94,00
  • IFO Deutschlands wird später veröffentlicht

Der Greenback hat seinen Aufwärtstrend zum Ende der Woche wieder aufgenommen und so fällt der EUR/USD in den Bereich der kritischen Unterstützung von 1,1700.

EUR/USD wartet auf Daten

Nach der gestrigen positiven Performance wird die Aufwärtsbewegung nun abgewickelt und so fällt der Kurs zum unteren Ende der jüngsten Range in den Bereich der 1,1700, womit das mehr Monatstief von Mittwoch (1,1676) näher rückt.

Die Gebote gegenüber dem Dollar bestimmen weiterhin die Stimmungan den weltweiten Finanzmärkten und so steigt der US-Dollar-Index (DXY) in den Bereich der psychologisch wichtigen Marke von 94,00, während die US 10-Jahres Rendite in die Nähe des 3,0 % Niveaus steigt.

Aus dem Wirtschaftskalender erwarten uns heute die deutsche IFO-Umfrage, die US Auftragseingänge für langlebige Gebrauchsgüter und die endgültige Lesung des Reuters/Michigan Verbraucherstimmungsindex für Mai.

Der Fed Vorsitzende J. Powell wird auf einer Veranstaltung der Riksbank in Stockholm eine Rede zum Thema "Finanzstabilität und Transparenz" halten.

EUR/USD technische Ebenen

Aktuell beträgt der Tagesverlust -0,11 % bei 1,1706 und die nächsten Unterstützungen liegen bei 1,1676 (2018 Tief 23. Mai), 1,1668 (Tief 8. Oktober 2017) und 1,1659 (Monatstief 27 Oktober 2017). Auf der anderen Seite befinden sich Widerstände bei 1,1786 (10-Tage-SMA), 1,1829 (Hoch 22. Mai) und 1,1879 (21-Tage-SMA).

 


    1. Technische Analyse

    EUR/USD technische Analyse

    „Das einzig Positive was man im Moment zum Euro sagen kann ist, dass die Charts vermuten lassen, dass der Abverkauf des Euro nachgelassen hat.“

    „Kurzfristige Gewinne über 1,1715/20, wenn sie denn nachhaltig sein sollten, werden zu einer gewissen Entspannung führen, aber wenn sich der kurzfristige Trend ändert ist es immer noch ein weiter Weg.“

    „Wir gehen davon aus, dass die 1,1820 überwunden werden muss, damit sich die Aussichten für den Euro deutlich aufhellen.“


    2. Fundamentale Analyse

    Die Protokolle der letzten FOMC-Sitzung vom 1. bis 2. Mai wurden gerade veröffentlicht. Der geldpolitische Ausschuss der amerikanischen Notenbank diskutierte die Wachstums- und Zinsaussichten. Alle Mitglieder waren sich darüber einig, dass das Inflationsziel in den kommenden Monaten erreicht werden sollte.

    Wichtige Zitate:

    Ein moderates Überschießen der Inflationsrate könnte hilfreich sein.

    Viele Währungshüter halten eine Zinserhöhung für "bald angemessen", falls die Aussichten intakt bleiben.

    Die Handelspolitik hat ein "besonders breites" Spektrum von Risiken mit sich gebracht.

    Einige Währungshüter sagten, dass die Fed-Funds-Target-Range bei anhaltenden Zinserhöhungen das neutrale Niveau "vorzeitig" erreichen könnte.

    Viele sahen wenig Anzeichen für eine Überhitzung des Arbeitsmarktes. Der Lohndruck sei "noch moderat".

    Einige Notenbank hatten gewarnt, dass die Inflationserwartungen etwas niedrig bleiben könnten.

    Einige Währungshüter halten eine baldige Überarbeitung der Forward Guidance für angemessen.


    3. Nachrichten und Analysen

    EUR/USD Analysen

    5 Gründe, warum sich die Erholung im EUR/USD als nicht nachhaltig erweisen könnte

    5 Gründe, warum sich die Erholung im EUR/USD als nicht nachhaltig erweisen könnte

    EUR/USD Nachrichten

    EUR/USD Technische Analyse: Abwärtstrend intakt

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    EURUSD KURSPROGNOSE

    EURUSD TRADING-POSITIONEN



    EZB & FED

    EZB NACHRICHTEN & ANALYSEN

    EZB Liikanen: Die EZB trifft ihre Entscheidungen auf Basis der jüngsten Daten

    Fed NACHRICHTEN & ANALYSEN

    Fed Kaplan: Nachhaltiges BIP Wachstum ist nötig um über 4 Zinserhöhungen nachdenken zu können


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    Über den EUR/USD

    Der EUR/USD (oder Euro Dollar) wird im Fachjargon als "Major" bezeichnet. Es ist das am häufigsten gehandelte Währungspaar auf der ganzen Welt. Die Gruppe der "Majors" umfasst außerdem folgende Währungspaare: GBP/USDUSD/JPYAUD/USD, USD/CHF, NZD/USD und USD/CAD. Seine Beliebtheit verdankt das Paar dem Umstand, dass es zwei große Volkswirtschaften umfasst: die europäische und die amerikanische Wirtschaft. Der Euro als erstgenannte Währung des Paares wird Basiswährung, der US Dollar als zweitgenannte Währung als Kurswährung genannt. Der EUR/USD ist für mehr als die Hälfte aller Geldflüsse an den internationalen Devisenmärkten verantwortlich. Das Auftreten von Gaps ist deshalb beinahe unmöglich.

    Normalerweise ist es während des asiatischen Geschäfts sehr ruhig, da marktbewegende Makrodaten hauptsächlich in der europäischen oder amerikanischen Sitzung veröffentlicht werden. Die Handelsaktivität steigt, sobald die europäischen Trader an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Sofort werden Kundenorders ausgeführt, passende Orders gematcht, Limits geprüft und das Orderbuch geführt. In der Regel passiert am Mittag nicht viel. Häufig tendieren die Paare seitwärts. Denn viele Trader gehen zum Mittagessen. Am Nachmittag mit der amerikanischen Eröffnung kommt dann wieder Bewegung in den Markt. Vor wichtigen Datenveröffentlichungen tendieren die Paare jedoch häufig seitwärts. US Wirtschaftsnachrichten haben die Fähigkeit entweder einen bestehenden Trend zu verstärken oder ihn abzuschwächen oder sogar zum Erliegen zu bringen. Hier kommt es vor allem darauf an, um wie viel die Konsensschätzung über- bzw. unterboten wurde. Um 7 Uhr MESZ wird dem Devisenmarkt die Liquidität entzogen, da europäische Trader ihre Positionen schließen und den Heimweg antreten. 


    highlights

    Die einflussreichsten Institutionen für dieses Paar

    Der Euro US Dollar kann durch Nachrichten oder Entscheidungen von zwei Zentralbanken maßgeblich beeinflusst werden:

    Die Europäische Zentralbank (EZB) 

    Die Europäische Zentralbank (EZB) ist die Zentralbank der Europäischen Union, deren vorrangige Aufgabe es ist, Preisstabilität im Euroraum zu gewährleisten und so die Kaufkraft des Euros zu erhalten. Die EZB verfolgt das Ziel, die jährliche Inflationsrate auf mittlere Sicht unter, aber nahe 2 % zu halten. Darüber hinaus kontrolliert die EZB mithilfe ihrer Zinspolitik die Geldmenge. Die drei Organe der EZB sind: der EZB-Rat, das EZB-Direktorium und der erweiterte Rat. Er umfasst Präsident und Vizepräsident der EZB sowie die Präsidenten der Zentralbanken aller EU-Mitgliedsstaaten. Mario Draghi wurde im Juni 2011 vom Europäischen Rat als EZB-Präsident bestimmt.


    Die Federal Reserve Bank (Fed)

    Auf der anderen Seite gibt es das Federal Reserve System (Fed), welches das zentrale Bankensystem der Vereinigten Staaten von Amerika ist. Die Politik der Fed verfolgt zwei Ziele: die Arbeitslosenquote soll auf einem möglichst tiefen Niveau und die Inflation auf rund 2 % gehalten halten. Das Federal Reserve System besteht aus dem Board of Governors, zwölf regionalen Federal Reserve Banken und dem Federal Open Market Committee (FOMC). Das FOMC organisiert 8 Sitzungen in einem Jahr und beurteilt die wirtschaftlichen und finanziellen Bedingungen. Zudem entscheidet es über Pläne zur Geldpolitik und bewertet die langfristigen Ziele von Preisstabilität und nachhaltigem Wirtschaftswachstum. 

    Die einflussreichsten Personen für dieses Paar

    Die EZB und die Fed sind die größten Institutionen, die Einfluss auf den Euro US Dollar nehmen. Mario Draghi und Janet Yellen haben daher den größten Einfluss auf das Währungspaar. Ihre Reden, Statements und Rhetorik werden genauestens analysiert, um Signale für die nächste potenzielle Bewegung in diesem Paar zu prognostizieren.  

    Mario Draghi

    Mario Draghi ist Mitglied des EZB-Direktoriums und auch Präsident von diesem Organismus. Seine Äußerungen sorgen regelmäßig für Volatilitätssprünge, insbesondere beim Euro und den Währungen, die gegen ihn notieren. Er wurde 1947 in Rom, Italien, geboren. Er studierte am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und wurde im Jahr 2011 Präsident der Europäischen Zentralbank. Er gibt Pressekonferenzen nach den EZB-Entscheidungen. Seine Kommentare können den EUR kurzfristig positiv oder negativ beeinflussen. Sind seine Ansichten hawkish, so wirkt sich dies auf den EUR bullisch aus, während bei einer dovish Einstellung mit einer bärischen Reaktion zu rechnen ist. 


    Jerome Powell

    Jerome Powell trat seine 4-jährige Amtszeit zum Vorsitzenden des Board of Governors of the Federal Reserve System im Februar 2018 an. Seine Amtszeit als Mitglied des Board of Governors wird am 31. Januar 2028 enden. Geboren wurde er in Washington D.C. Er machte 1975 seinen Bacherlor-Abschluss in Politik, an der Princeton University und 1979 erhielt er seinen Abschluss in Rechtswissenschaften von der Georgetown University. Unter Präsident Georg H. W. Bush war er als stellvertretender Sekretär und als Staatssekretär im Finanzministerium tätig. Er arbeitet auch als Anwalt und Investmentbank in New York City. Von 1997 bis 2005 war Powell Partner bei The Carlyle Group.

    Powell (Vorsitzender des FOMC) auf der Internetseite der Fed und auf Wikipedia



    Korrelierende Paare

    GBP/USD

    Der GBP/USD (oder Pfund Dollar)wird im Fachjargon als "Major" bezeichnet. Es zählt zu den am häufigsten gehandelten Währungspaaren auf der ganzen Welt. Die Gruppe der "Majors" umfasst außerdem folgende Währungspaare: EUR/USD, USD/JPY, AUD/USD, USD/CHF, NZD/USD und USD/CAD. Das Paar wird auch "Cable" genannt. Der Name resultiert aus dem ersten transatlantischen Kabel (Cable), welches durch den Atlantik verlegt wurde, um so Großbritannien mit den USA zu verbinden. Diese Bezeichnung hatte ihren Ursprung im Jahr 1866. Das macht den GBP/USD zu einem der ältesten Währungspaare auf der Welt.

    Die Beliebtheit des Pfund Dollars beruht auf der Tatsache, dass es zwei starke Volkswirtschaften repräsentiert: die britische und die amerikanische Wirtschaft. Der Cable ist ein häufig gehandeltes Währungspaar bei dem das Pfund die Basiswährung und der US Dollar die Kurswährung ist. Nach dem Brexit-Votum haben gestiegene Sorgen vor einem harten Brexit das britische Pfund stark unter Druck gesetzt. Hauptgrund für die Verunsicherung an den Finanzmärkten ist der Austritt aus dem europäischen Binnenmarkt.


     

    USD/JPY

    Der USD/JPY (oder US Dollar Japanischer Yen) ist einer der wichtigsten "Majors" auf der ganzen Welt. Der Japanische Yen hat einen niedrigen Zinssatz und wird normalerweise als Carry-Trade benutzt. Deshalb ist er einer der am häufigsten gehandelten Währungen weltweit. Im USD/JPY entspricht der US Dollar der Basiswährung und der Japanische Yen der Kurswährung. Das Paar repräsentiert die amerikanische und japanische Wirtschaft. 

    Der USD/JPY ist in Fachkreisen auch als "Ninja" oder "Gopher" bekannt. Der US Dollar Japanische Yen hat normalerweise eine positive Korrelation mit den folgenden Paaren: USD/CHF und USD/CAD. Diese Art von Korrelation basiert auf der Tatsache, dass beide Währungspaare den US Dollar als Basiswährung verwenden. Der Wert des Paares reagiert insbesondere auf Veränderungen der Renditedifferenz zwischen amerikanischen und japanischen Staatsanleihen. Zudem wird es von geldpolitischen Entscheidungen der Bank of Japan (BoJ) und Federal Reserve (Fed) beeinflusst.