- Das Pfund Sterling steigt auf etwa 1,3180 gegenüber dem US-Dollar vor dem britischen Haushaltsbericht.
- Der britische Kanzler Reeves wird voraussichtlich die Steuern um 20-30 Milliarden Pfund erhöhen.
- Fed-Williams unterstützt Zinssenkungen angesichts des langsamen US-Jobswachstums.
Das Pfund Sterling handelt während der europäischen Handelssitzung am Mittwoch um 0,15% höher bei etwa 1,3180 gegenüber dem US-Dollar (USD). Das GBP/USD-Paar gewinnt vor der Bekanntgabe des Haushaltsberichts des Vereinigten Königreichs (UK) um 12:30 GMT.
Investoren werden der Haushaltsankündigung besondere Aufmerksamkeit schenken, um zu erfahren, wie viel die Labour-Partei die Steuern für Haushalte erhöhen wird, um ihre selbst auferlegten fiskalischen Regeln einzuhalten.
Laut Reuters erwarten Ökonomen, dass die britische Kanzlerin Rachel Reeves Steuererhöhungen zwischen 20-30 Milliarden Pfund ankündigen wird, die der Regierung helfen werden, das Defizit von 22 Milliarden Pfund in den Finanzen der Regierung zu beheben.
Die Erhöhung der Steuerlast für Haushalte würde die fiskalischen Risiken im Vereinigten Königreich verringern, ein Szenario, das die Renditen von Staatsanleihen belasten könnte. Zum Zeitpunkt des Schreibens notieren die 10-jährigen britischen Staatsanleihen um 0,3% niedriger bei etwa 4,51%.
Im Hinblick auf die Geldpolitik sind die Händler zunehmend zuversichtlich, dass die Bank of England (BoE) die Zinssätze in ihrer geldpolitischen Sitzung im Dezember senken wird. Die dovishen Erwartungen der BoE haben sich verstärkt, da die jüngsten Inflationsdaten Anzeichen für eine Abkühlung des Preisdrucks zeigten und die Arbeitsnachfrage schwach bleibt.
In der Zwischenzeit steht der US-Dollar unter Druck, da die Händler ihre Wetten auf weitere Zinssenkungen durch die Federal Reserve (Fed) in diesem Jahr erhöht haben.
Laut dem CME FedWatch-Tool hat sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die Zinssätze in der Dezember-Sitzung um 25 Basispunkte (bps) auf 3,50%-3,75% senkt, von 30,1% vor einer Woche auf 84,9% erhöht.
Die dovishen Spekulationen der Fed intensivierten sich, nachdem der Präsident der New Yorker Fed, John Williams, vor einem langsamen Wirtschaftswachstum und einem allmählich abkühlenden Arbeitsmarkt warnte und die Notwendigkeit weiterer geldpolitischer Anpassungen unterstützte. "Ich betrachte die Geldpolitik als moderat restriktiv, obwohl sie etwas weniger restriktiv ist als vor unseren jüngsten Maßnahmen, und fügte hinzu, dass es Spielraum für eine weitere Anpassung in naher Zukunft gibt", sagte Williams am Freitag.
GBP/USD Tageschart

Das Pfund Sterling steigt am Mittwoch auf etwa 1,3180 gegenüber dem US-Dollar. Dennoch bleibt der allgemeine Trend des GBP/USD-Paares bärisch, da es unter dem 200-Tage-Exponential Moving Average (EMA) handelt, der bei etwa 1,3250 liegt. Das August-Tief bei etwa 1,3140 fungiert als wichtige Barriere für das Cable, das zuvor seine wichtige Unterstützungszone war.
Der 14-tägige Relative Strength Index (RSI) steigt auf etwa 50,00. Ein frisches bullishes Momentum im Cable würde erscheinen, wenn es über 60,00 ausbricht.
Nach unten wird das April-Tief bei etwa 1,2700 als wichtige Unterstützungszone fungieren. Auf der Oberseite wird das Hoch vom 28. Oktober bei etwa 1,3370 als wichtige Barriere fungieren.
Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.
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