Commerzbank-Devisenstrategin Antje Praefcke hält den verspäteten US-Arbeitsmarktbericht für Januar für keinen wahrscheinlichen Auslöser größerer Bewegungen am Devisenmarkt. Die Zahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft dürfte bei rund 70.000 liegen, während die Arbeitslosenquote stabil bei 4,4 Prozent erwartet wird. Nach Einschätzung der Analystin richten sich die Blicke der Investoren stärker auf die künftige Geldpolitik der Federal Reserve unter Kevin Warsh sowie auf Fragen zur Unabhängigkeit der Notenbank. Diese Aspekte wertet Praefcke als zentrales mittelfristiges Risiko für den Dollar.

Arbeitsmarktdaten gegenüber Fed-Risiken zweitrangig

„Allerdings bin ich mir nicht so sicher, dass dies zu größeren Bewegungen im US-Dollar führen wird. Dafür gibt es zwei Gründe.“

„Insofern sollte ein Wert von rund 70.000 (oder sogar nur 60.000) den Markt nicht beunruhigen, da das Bild eines sich abschwächenden, aber nicht einbrechenden Arbeitsmarkts unverändert bliebe. Es gibt daher keinen Anlass, die Zinserwartungen auf Basis des Beschäftigungsziels der Fed wesentlich anzupassen.“

„Wichtige Konjunkturdaten dürften weiterhin eine bedeutende Rolle für kurzfristige Schwankungen des US-Dollars spielen. Vor allem aber wird die Frage nach der Unabhängigkeit der Fed das wirklich große Thema bleiben – und das Damoklesschwert, das über dem US-Dollar hängt.“

„Die große Frage nach der künftigen Unabhängigkeit der Fed bleibt jedoch das eigentliche Thema und zugleich das größte Risiko für den Greenback. Eine Antwort darauf dürfte erst im Frühjahr vorliegen.“

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