Commerzbank-Stratege Erik Liem sieht den verspätet veröffentlichten US-Arbeitsmarktbericht als entscheidenden Impulsgeber für die Entwicklung der US-Renditen und die Bewertung des Dollars – insbesondere nach der starken Marktreaktion auf die jüngsten JOLTS-Daten. Die Volkswirte der Bank rechnen zwar mit robusteren Beschäftigtenzahlen, gehen jedoch von einem gedämpften Trend aus. An den Märkten seien inzwischen rund drei Zinssenkungen der US-Notenbank in diesem Jahr eingepreist. Um die kurzfristigen US-Renditen nachhaltig nach unten zu bewegen, wäre allerdings eine deutlich negative Überraschung nötig.
Beschäftigungsbericht im Fokus als Treiber für kurze Laufzeiten
„Das heutige Highlight wird der verspätete US-Arbeitsmarktbericht sein, insbesondere nach der starken Reaktion der US-Staatsanleihen auf die JOLTS-Daten der vergangenen Woche. Nach der eher enttäuschenden Veröffentlichung im Dezember prognostizieren unsere Ökonomen einen stärkeren Anstieg der Beschäftigtenzahlen, während der Trend insgesamt gedämpft bleibt.“
„Die vergangene Woche hat gezeigt, wie sensibel die Märkte auf Arbeitsmarktdaten reagieren. Für eine nachhaltige Bewegung am kurzen Ende der US-Zinskurve dürfte jedoch eine größere negative Überraschung erforderlich sein. Die Erwartungen an die Fed spiegeln derzeit die Wahrscheinlichkeit von drei Zinssenkungen in diesem Jahr wider (siehe Grafik), während die Renditen entlang der Kurve wieder in der Nähe der Tiefstände von Anfang Januar liegen.“
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