- AUD/USD setzt seinen Aufwärtstrend fort und erhält Unterstützung aus einer Kombination von Faktoren.
- Die divergierenden Erwartungen an die Geldpolitik von RBA und Fed bieten weiterhin Unterstützung für die Spotpreise.
- Hoffnungen auf mehr Stimulus aus China kommen dem Australischen Dollar zugute, während der USD schwächer ist.
- Trader freuen sich auf die verzögerte Veröffentlichung des US-NFP-Berichts für einen neuen Impuls.
Das Paar AUD/USD zieht frische Käufer an, nachdem es am Vortag einen moderaten Rückgang verzeichnete, und steigt am Mittwoch auf Werte über der Marke von 0,7100, einem neuen Hoch seit Februar 2023. Der Australische Dollar (AUD) setzt seine relative Überperformance fort, gestützt durch den hawkischen Ausblick der Reserve Bank of Australia (RBA). Die Zentralbank beurteilt den Arbeitsmarkt als angespannt und hat auch ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum bis Juni dieses Jahres auf 2,1% angehoben, nachdem sie diesen Monat zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahren den Official Cash Rate (OCR erhöht hat).
Darüber hinaus erwartet die RBA, dass die Inflation im Jahr 2026 deutlich höher sein wird, und lässt die Tür für weitere geldpolitische Straffungen offen. Die aktuelle Marktpreisgestaltung impliziert eine etwa 70%ige Wahrscheinlichkeit, dass die RBA bei der Sitzung im Mai die Zinsen erneut anhebt. Diese Wetten wurden durch die hawkischen Kommentare von RBA-Vizegouverneur Andrew Hauser heute früh bekräftigt, der sagte, dass die Inflation zu hoch sei und die Entscheidungsträger bereit seien, alles Notwendige zu tun, um sie zu zügeln. Tatsächlich berichtete das Australische Bureau of Statistics, dass die Verbraucherpreise im Dezember über das jährliche Ziel der RBA von 2% bis 3% gestiegen sind.
Dies stellt eine große Divergenz im Vergleich zu den Erwartungen dar, dass die US-Notenbank (Fed) die Kreditkosten weiterhin senken wird, was zur Überperformance des Australischen Dollars (AUD) gegenüber einem schwächeren US-Dollar (USD) beiträgt. Laut dem FedWatch Tool der CME Group wird erwartet, dass die US-Zentralbank im Jahr 2026 mindestens zwei Zinssenkungen vornimmt. Diese Erwartungen wurden durch die eher enttäuschenden US-Einzelhandelsumsätze am Dienstag angeheizt, die die Ökonomen dazu veranlassten, die Wachstumsprognosen für das vierte Quartal herabzusetzen und die Argumentation für eine weitere geldpolitische Lockerung zu unterstützen.
Darüber hinaus sagte US-Präsident Donald Trump in einem Interview mit Fox Business, dass die USA die niedrigsten Zinssätze der Welt haben sollten. Dies verstärkt die Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Fed und drückt den USD auf ein fast zweiwöchiges Tief, was zusätzlichen Druck auf das AUD/USD-Paar ausübt. Unterdessen verstärkten die am Mittwoch veröffentlichten Inflationszahlen aus China die Bedenken, dass deflationäre Tendenzen weiterhin die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt belasten. Die Daten weckten Hoffnungen auf mehr fiskalischen und monetären Stimulus aus China, was dem China-Proxy AUD zusätzlich zugutekommt.
Der Markt richtet nun seine Aufmerksamkeit auf die Veröffentlichung der mit Spannung erwarteten monatlichen US-Beschäftigungsdaten – allgemein bekannt als Nonfarm Payrolls (NFP) Bericht – angesichts von Anzeichen einer Schwäche auf dem Arbeitsmarkt. Die entscheidenden Makrodaten werden als Hinweise auf den geldpolitischen Ausblick der Fed betrachtet, der wiederum die Preisbewegungen des USD beeinflussen und dem AUD/USD-Paar einen neuen Impuls verleihen wird. Der oben genannte fundamentale Hintergrund deutet jedoch darauf hin, dass die Reaktion auf die positiven US-Arbeitsmarktdaten wahrscheinlich begrenzt bleiben wird, angesichts der divergierenden geldpolitischen Erwartungen von RBA und Fed.
AUD/USD 4-Stunden-Chart
Technische Analyse:
Ein absteigender Kanal von 0,6958 wurde nach oben durchbrochen, was die kurzfristige Tendenz nach oben neigt, wobei der frühere Widerstand des Kanals bei 0,7013 zu anfänglicher Unterstützung wird. Die Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Linie liegt über der Signallinie, und beide befinden sich im positiven Bereich, während ein kontrahierendes Histogramm auf nachlassende Aufwärtsdynamik hindeutet. Der RSI sinkt auf 67 (bullisch, aber unter überkauft), was darauf hinweist, dass das Momentum unterstützend bleibt, auch wenn das Tempo moderater wird.
Das Halten über der zurückeroberten Kanalgrenze würde den Erholungspfad intakt halten, während ein Rückgang, der den Ausbruchsbereich verliert, die Unterstützung bei 0,6875 freilegen könnte. Eine frische MACD-Expansion und ein RSI-Anstieg zurück in Richtung 70 würden die Argumentation für eine Fortsetzung stärken, während eine Verschlechterung des Momentums das Risiko einer tieferen Korrektur innerhalb der vorherigen bärischen Struktur erhöhen würde.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
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