- USD/CAD verliert zum vierten Mal in Folge an Boden aufgrund einer Kombination negativer Kräfte.
- Steigende Rohölpreise stützen den Loonie und üben Druck aufgrund der Fed-getriebenen USD-Schwäche aus.
- Die divergierenden Ausblicke von Fed und BoC unterstützen die Argumentation für weitere Verluste, während die Händler auf den US-NFP-Bericht schauen.
Das USD/CAD-Paar steht zum vierten Mal in Folge unter Verkaufsdruck und fällt am Mittwoch auf ein fast zweiwöchiges Tief. Die Kassapreise schaffen es jedoch, über der psychologischen Marke von 1,3500 zu bleiben, während die Händler gespannt auf die verzögerte Veröffentlichung der mit Spannung erwarteten monatlichen US-Arbeitsmarktdaten warten.
Der allgemein bekannte US Nonfarm Payrolls (NFP)-Bericht, der ursprünglich für Anfang Februar geplant war, wird als Hinweis auf den Zinssenkungspfad der Federal Reserve (Fed) herangezogen. Der Ausblick wird wiederum eine Schlüsselrolle bei der Beeinflussung der kurzfristigen Kursdynamik des US-Dollars (USD) spielen und dem USD/CAD-Paar einen neuen Richtungsimpuls geben. Im Vorfeld des wichtigen Datenrisikos halten die dovishen Fed-Erwartungen den USD nahe seinem niedrigsten Stand seit über einer Woche gedrückt.
Die enttäuschende Veröffentlichung der US-Einzelhandelsumsätze am Dienstag kommt zusätzlich zu Anzeichen von Schwäche auf dem US-Arbeitsmarkt und veranlasst die Marktteilnehmer, ihre Wachstumsprognosen für das vierte Quartal herabzustufen. Dies unterstützt wiederum die Argumentation für eine weitere geldpolitische Lockerung durch die US-Notenbank im Jahr 2026. Abgesehen davon beeinträchtigen Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Fed und ein allgemein positiver Risikoton den sicheren Hafen des Greenbacks und üben Druck auf das USD/CAD-Paar aus.
In der Zwischenzeit stützen höhere Rohölpreise den rohstoffgebundenen Loonie vor dem Hintergrund der neutralen Geldpolitik der Bank of Canada (BoC) und tragen weiter zur gebotenen Stimmung um das Währungspaar bei. Tatsächlich hatte die Zentralbank gesagt, dass die hohen wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten hinter ihrer Entscheidung stehen, die Zinsen im Januar zu halten. Die BoC fügte hinzu, dass die Unsicherheit in die Zinsschätzungen einfließt, die nun von Senkungen über Erhöhungen bis hin zu Halten für 2026 reichen.
Dies unterstützt wiederum die Argumentation für eine Fortsetzung des USD/CAD-Paares, das in der vergangenen Woche oder so einen Abwärtstrend verzeichnet hat. Dennoch könnten bärische Händler entscheiden, auf einen überzeugenden Bruch und die Akzeptanz unterhalb der Marke von 1,3500 zu warten, bevor sie aggressive Wetten platzieren. Nichtsdestotrotz deutet der zuvor erwähnte bärische fundamentale Hintergrund darauf hin, dass jeder Versuch einer Erholung als Verkaufsgelegenheit angesehen werden könnte und das Risiko besteht, dass er recht schnell verpufft.
Wirtschaftsindikator
Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft
Der Arbeitsmarktbericht der USA wird monatlich vom Bureau of Labor Statistics (BLS) veröffentlicht und enthält unter anderem die Nonfarm Payrolls – die Zahl der im Vormonat neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft. Diese Kennzahl ist ein zentraler Indikator für die wirtschaftliche Lage in den USA und kann erhebliche Marktbewegungen auslösen. Die monatlichen Veränderungen sind oft volatil und unterliegen regelmäßig nachträglichen Korrekturen, die ebenfalls bedeutende Auswirkungen auf die Finanzmärkte haben können. Zwar gilt ein hoher Beschäftigungszuwachs in der Regel als positiv (bullish) für den US-Dollar (USD), ein schwacher Zuwachs als negativ (bärisch) – doch wird die Marktreaktion nicht allein von der Hauptzahl bestimmt. Auch Revisionsdaten der Vormonate und die Entwicklung der Arbeitslosenquote spielen eine wichtige Rolle bei der Gesamtbewertung durch den Markt.
Mehr lesenNächste Veröffentlichung: Mi Feb. 11, 2026 13:30
Häufigkeit: Monatlich
Prognose: 70Tsd
Vorher: 50Tsd
Quelle: US Bureau of Labor Statistics
Der monatliche Arbeitsmarktbericht der USA gilt als der wichtigste Wirtschaftsindikator für Devisenhändler. Er wird am ersten Freitag nach dem Berichtsmonat veröffentlicht. Die Veränderung der Anzahl der Stellen steht in einem engem Zusammenhang mit der Gesamtleistung der Wirtschaft und wird von den politischen Entscheidungsträgern überwacht. Vollbeschäftigung ist eines der Mandate der Federal Reserve, und sie berücksichtigt die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt bei der Festlegung ihrer Politik, was sich wiederum auf die Währungen auswirkt. Trotz mehrerer Frühindikatoren, die die Schätzungen beeinflussen, neigen die Nonfarm Payrolls dazu, die Märkte zu überraschen und erhebliche Volatilität auszulösen. Sollte das tatsächliche Ergebnis den Konsens übertreffen, ist dies für den USD tendenziell bullish.
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