- USD/JPY fällt auf etwa 153,15 im frühen europäischen Handel am Mittwoch.
- Händler wetten, dass Japans PM Takaichi fiskalisch verantwortungsbewusster sein könnte.
- Die US NFP werden voraussichtlich um 70K im Januar steigen.
Das Paar USD/JPY stürzt während der frühen europäischen Handelsstunden am Mittwoch auf etwa 153,15. Händler strömen in japanische Aktien in Erwartung von Stimuli, die an Verbraucher und japanische Unternehmen fließen, was die Nachfrage nach dem japanischen Yen (JPY) anhebt. Alle Augen werden auf die US-Arbeitsmarktdaten für Januar gerichtet sein, die später am Mittwoch Hinweise auf den Kurs der Geldpolitik der Federal Reserve (Fed) geben könnten.
Der japanische Leitindex Nikkei 225 erreichte am Mittwoch zum dritten Mal in Folge seinen historischen Schlusskurs, da der Kaufdruck nach der allgemeinen Wahl am Sonntag anhielt. Ausländische Zuflüsse in japanische Aktien erhöhen die Nachfrage nach dem JPY und schaffen Gegenwind für das Paar.
„Ein solch überwältigender Sieg gibt dem Takaichi-Regime eine bessere Kontrolle über die JGB-bärischen und yen-bärischen Aspekte des sogenannten Takaichi-Handels“, sagte Vishnu Varathan, Leiter der Makroforschung für Asien ohne Japan bei Mizuho. Darüber hinaus glauben Analysten der Deutschen Bank, dass es positive Signale gibt, dass marktfreundlichere Politiken am Horizont stehen könnten.
Händler werden ein Auge auf den US-Arbeitsmarktbericht haben, der aufgrund der kürzlich beendeten vier-tägigen Regierungsstilllegung leicht verschoben wurde. Händler erwarten, dass die Nonfarm Payrolls (NFP) um 70K steigen, nach einem Anstieg um 50K im Dezember. Gleichzeitig wird erwartet, dass die Arbeitslosenquote unverändert bei 4,4% bleibt, während die durchschnittlichen Stundenlöhne voraussichtlich auf 3,6% von 3,8% zurückgehen. Im Falle stärker als erwarteter US-Wirtschaftsdaten könnte dies dem Greenback gegenüber dem JPY Unterstützung bieten.
Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.
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