Die Berichtssaison in den USA läuft bislang nicht schlecht. Gerade das aber scheint den Investoren nicht so richtig zu passen. Denn zu gute Zahlen könnten ja dazu führen, dass die US-Notenbank nicht so oft an der Zinsschraube dreht wie erwartet. Das gleiche gilt für die Wirtschaftsdaten. Gerade die jüngsten Zahlen aus China zeigen erste Anzeichen einer Stabilisierung, die mit etwas Zeitverzögerung auch in der Weltwirtschaft ankommen könnte. Der große Schritt auf dem Weg zu mehr Wachstum aber bleibt eine zeitnahe Lösung des Handelskonflikts zwischen den USA und China. Die Chinesen sollen jetzt einen Verantwortlichen für die Gespräche mit dem Weißen Haus eingesetzt haben, der als fordernd und konservativ gilt. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass Peking einen Handelsvertrag und echte Zugeständnisse auf die lange Bank schieben will, um erst einmal abzuwarten, ob Trump eine zweite Amtszeit schafft oder nicht. 
 
Der S&P 500 hat mit Beginn der Berichtssaison ein Top ausgebildet und nach der Rally über 3.000 Punkte wittern die Bären nun Morgenluft. Noch aber hielt gestern die aus psychologischer Sicht wichtige runde Marke. Der Deutsche Aktienindex indes sammelt mühsam – wie ein Eichhörnchen seine Nüsse – Punkt für Punkt auf dem Weg nach oben zusammen. Es ist ein gutes Zeichen, auch wenn an der Wall Street mal keine neuen Rekorde aufgestellt werden, dass der DAX dennoch so etwas wie ein Eigenleben entwickeln kann. Die Marke von 12.318 Punkten hat gehalten, nun geht es langsam aber sicher weiter nach oben. 
 
Der Bitcoin dagegen befindet sich auf Talfahrt. Die Unterstützung bei 10.550 Dollar hat nicht gehalten. Sowohl die von deutscher, europäischer als auch amerikanischer Seite kommenden kritischen Statements zur geplanten Facebook-Kryptowährung zeigen, wo die Schmerzgrenze der Politik in diesem Thema liegt. Kryptowährungen stehen mehr oder weniger in Konkurrenz zu einem staatlichen Hoheitsgebiet, der Geldschöpfung und der Regelung des Zahlungsverkehrs. Jetzt geht es darum, die rechtliche Lage zu prüfen, was denn Staaten überhaupt gegen Kryptowährungen ausrichten können, um diese stärker zu regulieren.

Die Inhalte dieses Marktkommentars dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. Die Inhalte sind niemals dahingehend zu verstehen, dass CMC Markets den Erwerb oder die Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente, einen bestimmten Zeitpunkt für eine Anlageentscheidung oder eine bestimmte Anlagestrategie für eine bestimmte Person empfiehlt oder für geeignet hält. Insbesondere berücksichtigen die Inhalte nicht die individuellen Anlageziele oder finanziellen Umstände des einzelnen Investors. Die in den Inhalten wiedergegebenen Bewertungen, Schätzungen und Prognosen reflektieren die subjektive Meinung des jeweiligen Autors bzw. der jeweils zitierten Quelle, können jederzeit Änderungen unterliegen und erfolgen ohne Gewähr. In jedem Fall haftet CMC Markets nicht für Verluste, welche Sie direkt oder indirekt durch eine Anlageentscheidung erleiden, die Sie aufgrund der Inhalte getroffen haben. Ausdrücklich weisen wir auf die bei vielen Anlageformen bestehenden erheblichen Risiken hoher Wertverluste hin. Insbesondere CFDs unterliegen Kursschwankungen. Ihr Verlustrisiko ist unbestimmbar und kann Ihre Einlagen in unbegrenzter Höhe übersteigen. Verluste können auch Ihr sonstiges Vermögen betreffen. Dieses Produkt eignet sich nicht für alle Investoren. Stellen Sie daher bitte sicher, dass Sie die damit verbundenen Risiken verstehen und lassen Sie sich gegebenenfalls von dritter Seite unabhängig beraten. Sie sollten auch unsere Risikowarnungen für CFDs lesen. Anlageerfolge in der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft.

Neueste Analysen


Neueste Analysen

Autor wählen

XRP im Wartestand – Kommt jetzt der nächste große Ausbruch?

XRP im Wartestand – Kommt jetzt der nächste große Ausbruch?

Ripple (XRP) bewegt sich am Dienstag zum Zeitpunkt der Erstellung in einer engen Spanne zwischen 1,45 Dollar (unmittelbare Unterstützung) und 1,50 Dollar (Widerstand). Der Remittance-Token setzte seine Erholung in der vergangenen Woche fort und erreichte am Sonntag ein Hoch von 1,67 Dollar, ausgehend vom Wochenstart bei 1,43 Dollar.

Ethereum wankt: Wale stoppen Käufe, Verkaufsdruck nimmt zu

Ethereum wankt: Wale stoppen Käufe, Verkaufsdruck nimmt zu

Wale – also Wallets mit Beständen von 10.000 bis 100.000 ETH – haben ihre Kaufaktivität in der vergangenen Woche pausiert. Die langfristige Akkumulation bleibt jedoch ausgeprägt. Mit der beschleunigten Preisschwäche von ETH nahm die Gruppe wieder Käufe auf und hat seit dem 4. Februar insgesamt 840.000 ETH eingesammelt.

Bitcoin-Absturz kostet Metaplanet Milliarden – Aktie trotzt dem Kursbeben

Bitcoin-Absturz kostet Metaplanet Milliarden – Aktie trotzt dem Kursbeben

Das japanische Investmentunternehmen Metaplanet hat nach dem breiten Rückgang am Kryptomarkt, der sich bis ins Jahr 2026 fortgesetzt hat, einen Bewertungsverlust von 665 Millionen US-Dollar auf seine Bitcoin-Bestände gemeldet. Trotz des Buchverlusts verzeichnete das Unternehmen ein starkes Wachstum der operativen Erlöse und kehrte in die Gewinnzone zurück.

Kanadischer VPI wird voraussichtlich hartnäckige Inflation im Januar zeigen, weiterhin über dem Ziel der BoC

Kanadischer VPI wird voraussichtlich hartnäckige Inflation im Januar zeigen, weiterhin über dem Ziel der BoC

Ökonomen erwarten, dass der Gesamt-VPI im Jahresvergleich bis Januar um 2,4 % steigt, was weiterhin über dem Ziel der BoC liegt und dem Anstieg im Dezember entspricht. Auf Monatsbasis wird ein Preisanstieg von 0,1 % prognostiziert.

Forex Today: Märkte werden nach dem langen Wochenende in den USA vorsichtig

Forex Today: Märkte werden nach dem langen Wochenende in den USA vorsichtig

Die Flüsse in sichere Häfen dominieren die Aktivitäten an den Finanzmärkten am frühen Dienstag, da sich die Handelsbedingungen nach dem US-Feiertag normalisieren. Der Wirtschaftskalender wird die ZEW-Stimmungszahlen aus Deutschland, die wöchentlichen ADP-Beschäftigungsänderungen im 4-Wochen-Durchschnitt aus den USA und den Inflationsbericht für Januar aus Kanada enthalten.

MAJORS

Wirtschaftsindikatoren

Nachrichten