- Der Kupferpreis bleibt stabil, da Raffinerieengpässe ein Risiko für die Elektronikindustrie darstellen.
- Kupfer wird bei 5,50 USD gehandelt, immer noch 10% über dem Niveau vom Montag, da die Bedenken hinsichtlich der Zölle anhalten.
- Durch Zölle bedingte Versorgungsrisiken alarmieren den Bausektor.
Kupfer-Futures werden am Freitag nahe 5,50 USD pro Pfund gehandelt und fallen von dem Höchststand von 5,70 USD am Dienstag im Tageszeitrahmen. Trotz des moderaten Rückgangs liegen die Preise 10% über dem Schlusskurs vom Montag, was die anhaltenden Bedenken über Versorgungsunterbrechungen im Zusammenhang mit den bevorstehenden Handelszöllen der Vereinigten Staaten (US) unterstreicht.
Der 50%-Zoll auf Kupferimporte, der am Mittwoch angekündigt wurde und am 1. August in Kraft treten soll, zielt darauf ab, die US-Kupferindustrie zu konsolidieren und die Abhängigkeit von importierten raffinierten Produkten zu verringern.
Die Zollankündigung hat die Prämie zwischen US-Kupfer-Futures und den Preisen der London Metal Exchange (LME) auf einen Rekord von 25% getrieben, da die ausländischen Benchmarks schwächer wurden und die US-Preise anstiegen.
Diese Divergenz spiegelte die Markterwartungen wider, dass die Kupferzuflüsse in die USA nach den anfänglichen Drohungen im Februar langsamer werden würden.
Händler beschleunigten in den letzten Monaten die Lieferungen, um sich vor dem Durchsetzungszeitraum im August abzusichern. Das Vorziehen von Importen erhöhte vorübergehend die US-Lagerbestände, wird jedoch nun voraussichtlich nachlassen, was möglicherweise zu inländischen Engpässen später in diesem Quartal führen könnte.
Laut einem Bericht von Reuters vom Donnerstag importiert die Vereinigte Staaten fast 50% ihres Kupferverbrauchs, wobei Chile den Großteil der raffinierten Kupferlieferungen ausmacht.

Analysten warnen, dass den USA die ausreichende Raffinerieinfrastruktur fehlt, um die Versorgungslücke zu schließen. Neue Kapazitäten könnten Jahre in Anspruch nehmen, was darauf hindeutet, dass nachgelagerte Industrien, insbesondere Bau und Elektronik, mit steigenden Kosten für Vorleistungen und Lieferverzögerungen konfrontiert sein könnten.
Der Tageschart unten zeigt, dass Kupfer innerhalb eines langfristigen aufsteigenden Kanals gehandelt wird, wobei starkes Volumen den jüngsten Ausbruch unterstützt.

Der Relative Strength Index (RSI) ist von überkauften Niveaus zurückgegangen, bleibt jedoch erhöht und signalisiert eine anhaltende bullische Tendenz.
Die unmittelbare Unterstützung liegt bei 5,03 USD, gefolgt von tieferer Unterstützung bei 4,62 USD (78,6% Fib) und 4,29 USD (61,8% Fib), wo frühere Konsolidierungszonen als Puffer im Falle eines Rückgangs fungieren könnten.
Mit dem näher rückenden Stichtag am 1. August dürften die Kupfermärkte volatil bleiben.
Zölle - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Obwohl sowohl Zölle als auch Steuern staatliche Einnahmen generieren, die zur Finanzierung öffentlicher Güter und Dienstleistungen verwendet werden, gibt es einige wesentliche Unterschiede. Zölle werden im Voraus bei der Einfuhr am Hafen entrichtet, während Steuern beim Kaufzeitpunkt bezahlt werden. Steuern werden Einzelpersonen und Unternehmen auferlegt, während Zölle von Importeuren gezahlt werden.
Unter Wirtschaftswissenschaftlern gibt es zwei unterschiedliche Sichtweisen auf die Nutzung von Zöllen. Einige argumentieren, dass Zölle notwendig sind, um heimische Industrien zu schützen und Handelsungleichgewichte auszugleichen. Andere sehen Zölle als schädliches Instrument an, da sie langfristig die Preise in die Höhe treiben könnten und durch sogenannte „Auge-um-Auge-Zölle“ einen schädlichen Handelskrieg auslösen könnten.
Im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen im November 2024 hat Donald Trump deutlich gemacht, dass er Zölle einsetzen will, um die US-Wirtschaft und amerikanische Produzenten zu unterstützen. Im Jahr 2024 machten Mexiko, China und Kanada 42 % der gesamten US-Importe aus. Laut dem US Census Bureau war Mexiko in diesem Zeitraum mit Exporten im Wert von 466,6 Milliarden US-Dollar der wichtigste Handelspartner. Daher plant Trump, sich bei der Verhängung von Zöllen auf diese drei Länder zu konzentrieren. Außerdem möchte er die durch Zölle generierten Einnahmen nutzen, um die Einkommensteuer für Privatpersonen zu senken.
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