|

Bank of America: Gold in 18 Monaten bei 3.000 USD!

Man hat von selbst ernannten und auch tatsächlichen Experten zuletzt ja schon einige sehr hohe Ziele für den Goldpreis gesehen. Dass sich jetzt aber auch die Analysten der Bank of America weit aus dem Fenster lehnen und prognostizieren, dass der der Goldpreis innerhalb von 18 Monaten auf 3.000 USD pro Unze steigen könnte, ist doch bemerkenswert.

In einem vor Kurzem veröffentlichten Bericht erklärten die Experten dem Branchendienst Kitco zufolge, dass die technische Entwicklung (Momentum) den Preis des gelben Metalls noch dieses Jahr auf ein Allzeithoch führen könnte. Gestern nun steigerte die BoA diese Vorhersage noch einmal und erklärte, dass 3.000 USD pro Unze innerhalb von 18 Monaten möglich seien. Damit wurde die bisherige Prognose um 50% angehoben.

Darüber hinaus, gehen die Analysten davon aus, dass der Goldpreis im kommenden Jahr im Durchschnitt bei 2.063 USD je Unze liegen wird.

Da sich die Aussicht für die Weltwirtschaft stark eintrübe, die Steuerausgaben explodieren und die Zentralbanken ihre Bilanzen verdoppeln würden, könnte Fiatgeld unter Druck geraten, so die BoA. Und dann würden die Anleger nach Gold greifen.

Zwar könnten ein starker US-Dollar und eine schwache Schmucknachfrage in Asien Gegenwind für den Goldmarkt bedeuten, hieß es in dem Bericht weiter, doch habe die US-Notenbank Fed ausreichend Impulse gesetzt, um die Investmentnachfrage nach Gold und damit den Goldpreis nach oben zu treiben.

Ökonomen der Bank of America warnten, dass die Bilanz der Fed als Prozentsatz des BIP dieses Jahr von 20% auf 40% steigen könnte. Berichten aus der vergangenen Woche zufolge erreichte die Fed-Bilanz ein Rekordhoch von 6,42 Billionen USD. Das ist ein Anstieg um mehr als 50% gegenüber dem in der ersten Märzwoche veröffentlichten Wert.

„Die Fed kann kein Gold drucken“

Aber, so die Analysten, die Fed können eben kein Gold drucken. Über die traditionelle Angebots- und Nachfrageentwicklung bei Gold hinaus sei die finanzielle Repression auf einem außerordentlich hohen Niveau, so die Experten. Die Zinsen in den USA und den meinstenG-10-Staaten würden wahrscheinlich lange Zeit bei oder unter null liegen, während die Zentralbanken versuchten, die Inflation wieder auf Zielkurs zu bringen.

Zwar habe sich die Stimmung an den Märkten zuletzt gebessert, doch ist die BoA überzeugt, dass weitere schlechte Nachrichten zu erwarten sind. Die Analysten wiesen darauf hin, dass Ökonomen davon ausgehen, dass das US-BIP im zweiten Quartal um 30% sinken wird, nachdem alle „nicht essenziellen“ Betrieb geschlossen wurden und die Bürger zu Hause bleiben mussten.

Da die Zentralbanken ihre Bilanzen immer noch ausweiten würden, um die Wirtschaft zu stützen, könnten große Teile der Risiken verstaatlicht werden, so der Bericht. Das würde die Attraktivität von Gold erhöhen. Ein schwaches Wirtschaftswachstum verheiße zudem nichts Gutes für die Aktienmärkte, was ebenfalls einen höheren Goldpreis stützen dürfe.

Es gebe Anzeichen dafür, dass die Märkte ihren Boden noch nicht erreicht und der Goldmarkt noch Platz nach oben habe. Ein Auslöser für steigende Goldpreise könnte eine mögliche Verlängerung des so genannten Lockdowns in den kommenden Wochen sein, erklärte die BoA.

Allerdings sehen die Analysten trotz allem auch Risiken für den Goldmarkt. Die schwache Nachfrage nach physischem Gold und langsamere Goldkäufe der Zentralbanken werden hier als Faktoren angeführt. Auch eine geringere Marktvolatilität, könne den Goldpreis belasten, hieß es.


Risikohinweis: Die Inhalte von www.goldinvest.de und allen weiteren genutzten Informationsplattformen der GOLDINVEST Consulting GmbH dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine wie immer geartete Handlungsaufforderung dar. Weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Des Weiteren ersetzten sie in keinster Weise eine individuelle fachkundige Anlageberatung, stellen vielmehr werbliche / journalistische Texte dar. Leser, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Der Erwerb von Wertpapieren birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die GOLDINVEST Consulting GmbH und ihre Autoren schließen jedwede Haftung für Vermögensschäden oder die inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Artikel ausdrücklich aus. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungshinweise.

Laut §34 WpHG möchten wir darauf hinweisen, dass Partner, Autoren und/oder Mitarbeiter der GOLDINVEST Consulting GmbH Aktien der erwähnten Unternehmen halten können oder halten und somit ein Interessenskonflikt bestehen kann. Wir können außerdem nicht ausschließen, dass andere Börsenbriefe, Medien oder Research-Firmen die von uns besprochenen Werte im gleichen Zeitraum besprechen. Daher kann es in diesem Zeitraum zur symmetrischen Informations- und Meinungsgenerierung kommen. Ferner kann zwischen den erwähnten Unternehmen und der GOLDINVEST Consulting GmbH direkt oder indirekt ein Beratungs- oder sonstiger Dienstleistungsvertrag bestehen, womit ebenfalls ein Interessenkonflikt gegeben sein kann.

Autor

Björn Junker

Björn Junker

GoldInvest

Nach seinem Studium an der Heinreich-Heine-Universität Düsseldorf (Studiengang Diplom Literarturübersetzer) übersetzte Herr Junker einige Romane aus dem Englischen ins Deutsche, bevor er als Übersetzer und später Redakteur (US-Red

Mehr von Björn Junker
Teilen:

Tipps der Redaktion

AUD/USD steigt leicht, da heiße CPI-Inflation und eine hawkische RBA die Wetten auf eine Zinserhöhung anheben

Das Paar AUD/USD gewinnt während der asiatischen Handelsstunden am Freitag an Stärke und steigt auf fast 0,7035. Der Australische Dollar legt gegenüber dem US-Dollar leicht zu, da heißere australische VPI-Inflationsdaten die Erwartungen an Zinserhöhungen der Reserve Bank of Australia gestützt haben.

USD/JPY trifft auf Unterstützung nahe 157,00

USD/JPY gibt am Freitag den dritten Tag in Folge nach und kehrt in den Bereich um 157,00 zurück, bevor es zu einer leichten Erholung ansetzt, da Anleger weiterhin die jüngste BoJ-Sitzung bewerten, bei der die Zentralbank die Zinsen wie allgemein erwartet unverändert ließ.

Gold fällt trotz Risk-off-Stimmung auf neue Jahrestiefs, da Wetten auf eine Zinserhöhung der Fed belasten

Gold fällt am Freitag auf neue Jahrestiefs. Das Metall tut sich trotz einer Risk-Off-Stimmung an den Märkten schwer, da die Erwartungen weiterer Zinserhöhungen der Federal Reserve (Fed) die Kursentwicklung weiterhin dominieren und Gold damit auf Kurs ist, den Monat im negativen Bereich zu beenden.


Die hawkische Fed kann den US-Dollar nicht mehr weiter anheben
Etwa drei weitere Zinserhöhungen der Federal Reserve sind bereits eingepreist, und die Zentralbanken hinter dem Euro, dem Pfund, dem Yen und dem Loonie erhöhen die Zinsen bereits oder stehen kurz davor. Das lässt dem US-Dollar-Index wenig Spielraum nach oben, wenn die Fed weiterhin zu höheren Zinsen tendiert.
BoJ-Rückblick: Eine Pause vorerst... aber Japan ist in eine neue Inflationsphase eingetreten
Die Bank of Japan beließ ihren kurzfristigen Leitzins unverändert bei 1,25%, sendete jedoch eine deutlich hawkische Botschaft zum Risiko eines Inflationsüberschusses. Der Beschluss wurde mit 8:1 gefasst, wobei Vorstandsmitglied Takata gegen die Entscheidung stimmte und sich für eine Anhebung auf 1,5% aussprach, während Gouverneur Kazuo Ueda betonte, dass die Bank die Geldpolitik weiterhin bei Bedarf anpassen werde.
Das 2%-Inflationsziel entstand aus einer beiläufigen Bemerkung. Heute bewegt es Billionen
Das 2%-Inflationsziel der Federal Reserve entstand aus einer beiläufigen Bemerkung eines neuseeländischen Politikers im Jahr 1988. Anleiheinvestoren preisen langfristige US-Schulden weiterhin so ein, als ob 2% Bestand hätten, sodass eine Änderung der Art und Weise, wie die Fed die Inflation misst, die Märkte bewegen würde.