Fed Sentiment Index

Fedspeak-Wandel verfolgen und einen Handelsvorteil finden

Eine der größten und wichtigsten Herausforderungen für Forex-Trader besteht darin, geldpolitische Anpassungen in umsetzbare Handelserkenntnisse zu übersetzen. Weil wir Privatanlegern auf ihrem Weg genau solche Erkenntnisse liefern wollen, hilft FXStreet bei dieser schwierigen Aufgabe mit einem brandneuen Tool: dem FXStreet Fed Sentiment Index. Du kannst jetzt unsere Live-Charts nutzen und „FXS Fed Sentiment Index“ als Indikator hinzufügen.

Fedspeak entschlüsseln: Warum du geldpolitische Kurswechsel verstehen musst

Viele Faktoren beeinflussen Asset-Bewertungen, etwa makroökonomische Datenveröffentlichungen, geopolitische Entwicklungen und politische Schlagzeilen. Einer der wohl am genauesten beobachteten Markttreiber ist jedoch Fedspeak – eine Form der Forward Guidance mit offiziellen und weiteren Mitteilungen von Vertretern der Federal Reserve (Fed).

Im kürzlich aktualisierten FAQ-Bereich ihrer offiziellen Website erklärt die Fed:

Forward Guidance ist ein Instrument, mit dem Zentralbanken die Öffentlichkeit über den wahrscheinlichen künftigen Kurs der Geldpolitik informieren. Geben Zentralbanken Forward Guidance, können Privatpersonen und Unternehmen diese Informationen für ihre Ausgaben- und Investitionsentscheidungen nutzen. Forward Guidance zur künftigen Geldpolitik beeinflusst damit schon heute die finanziellen und wirtschaftlichen Bedingungen.

Die Fed hat zwei Mandate: maximale Beschäftigung zu erreichen und stabile Preise zu fördern. Die Fed berücksichtigt die Vermögenspreise nicht bei der Festlegung ihrer Geldpolitik. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass geldpolitische Entscheidungen und Kommentare zu den Aussichten erhebliche Auswirkungen auf die Finanzmärkte haben.

Fed Funds Rate (2020–2025)
Fed Funds Rate (2020–2025)

Beispiel: Die Fed beließ den Zinssatz auf der Zinssitzung im Juli 2024 unverändert in der Spanne von 5,25 % bis 5,50 %. In der Pressekonferenz nach der Sitzung sagte Fed-Chef Jerome Powell, es habe eine ernsthafte Diskussion über die Argumente für Zinssenkungen gegeben, und ergänzte, eine Zinssenkung stehe bei der nächsten Sitzung im September auf dem Tisch. Diese Kommentare belebten die Hoffnung, dass die US-Notenbank zu einer geldpolitischen Lockerung übergeht – der US-Dollar (USD) geriet unter Verkaufsdruck, die US-Aktienindizes zogen an.

Kommentare von Fed-Vertretern zu deuten und in der offiziellen Kommunikation zwischen den Zeilen zu lesen, ist keine leichte Aufgabe – vor allem für Einsteiger. Bei FXStreet haben wir dafür ein eigenes KI-Modell entwickelt: den Speech Tracker. Er analysiert alle relevanten Reden der FOMC-Mitglieder und bewertet sie auf einer Skala von taubenhaft bis falkenhaft. So können wir Tradern in unserem Wirtschaftskalender in Echtzeit melden, wie sich ein einzelner Fedspeak auf die Bewertung des USD auswirken könnte.

Speech-Tracker-Scores im FXStreet Wirtschaftskalender
Speech-Tracker-Scores im FXStreet Wirtschaftskalender

Einführung des FXStreet Fed Sentiment Index

Der nächste Schritt auf unserem Weg zum besten Tool, mit dem Trader die Wirkung der Fed-Sprache auf die Finanzmärkte einschätzen können: Aus den Scores des Speech Trackers berechnen wir einen aggregierten Index, der klar zeigt, wie sich das Sentiment im Zeitverlauf verändert – den FXStreet Fed Sentiment Index.

Der FXStreet Fed Sentiment Index zeigt den Ton der Fed als einen einzigen Wert. Er berücksichtigt Kommentare aller stimmberechtigten und nicht stimmberechtigten FOMC-Mitglieder aus TV-Auftritten, Konferenzen und Interviews sowie die offiziellen schriftlichen Mitteilungen der Fed und mehr.

Ein Wert von 100 steht für einen neutralen Ton. Ein steigender Wert über 100 deutet auf eine falkenhafte (restriktive) Neigung in der Sprache der Fed hin, ein sinkender Wert unter 100 auf eine taubenhafte (expansive) Stimmungswende. Je höher der Index, desto restriktiver klingen die FOMC-Redner vor der nächsten Zinssitzung – und umgekehrt deuten niedrigere Werte auf einen expansiveren Kurs der künftigen Fed-Politik hin.

Der FXStreet Fed Sentiment Index passt sich jedes Mal an, wenn sich ein Fed-Vertreter zum geldpolitischen Ausblick äußert. Unser Speech Tracker liefert wertvolle Erkenntnisse zu möglichen kurzfristigen Reaktionen auf einzelne FOMC-Reden; der Fed Sentiment Index zeigt dagegen, wie die Märkte die Sprache der Fed insgesamt und über einen längeren Zeitraum wahrnehmen. Sein Wert lässt sich daher kaum unterschätzen, wenn es darum geht, Veränderungen in den Kursmustern USD-naher Anlagen zu erkennen, marktübergreifende Korrelationen zu bewerten und Abweichungen zwischen kurzfristigen Marktreaktionen und langfristigen Trends aufzuspüren.

So nutzt du den FXStreet Fed Sentiment Index

Den FXStreet Fed Sentiment Index kannst du ausschließlich in den FXStreet Charts nutzen. Klicke oben auf die Schaltfläche „Indikatoren“, suche nach dem Index und füge ihn dem Chart hinzu.

So nutzt du den FXStreet Fed Sentiment Index
So nutzt du den FXStreet Fed Sentiment Index

Der FXStreet Fed Sentiment Index 2024: Trumps Triumph stoppt den expansiven Kurs der Fed

Der FXStreet Fed Sentiment Index beginnt mit dem Start unseres Speech Trackers nach der FOMC-Sitzung im März. Damals verzögerten sich Zinssenkungen, weil die Inflationswerte weiter über 3 % lagen. Der Index hielt sich bis Mitte Mai nahe 120, dann wurde der Fedspeak expansiver. Auch wenn die Zinssenkungen erst mit der September-Sitzung kamen, zeigte der Fed Sentiment Index schon vorher Anzeichen für eine taubenhafte Neigung in der Sprache der Fed.

Der Abwärtstrend hielt noch einen weiteren Monat an, während die Fed auf ihrer Sitzung Anfang November eine zweite Zinssenkung beschloss. Seit der US-Wahl hat er sich jedoch komplett gedreht.

Donald Trumps klarer Sieg und seine bekannten Pläne für Zölle und Steuersenkungen, die einen neuen Inflationsschub auslösen könnten, haben offenbar verändert, wie die FOMC-Mitglieder die künftige Geldpolitik einschätzen. Entsprechend drehte der Index zum Jahresbeginn ins Restriktive.

FXStreet Fed Sentiment Index (März 2024 – Januar 2025)
FXStreet Fed Sentiment Index (März 2024 – Januar 2025)

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AUD/USD notiert nahe einem Einmonatshoch, über 0,7000 angesichts frischer USD-Verkäufe

AUD/USD hält sich im asiatischen Handel über 0,7000 und notiert in der Nähe eines Anfang dieser Woche erreichten Einmonatshochs inmitten erneuter Verkäufe des US-Dollars. Die Renditen der US-Anleihen geben angesichts eines moderaten Pullbacks bei den Rohölpreisen weiter nach und begrenzen die Erholung des USD von einem Dreiwochentief. Zudem stützen Wetten auf eine Zinserhöhung der RBA im November den Aussie, obwohl der Aufwärtstrend vor der entscheidenden zweitägigen FOMC-Sitzung, die am Dienstag beginnt, begrenzt zu sein scheint.

USD/JPY kämpft unter 157,00 angesichts eines schwachen USD; hält sich vor den Fed- und BoJ-Sitzungen über dem Ein-Monats-Tief

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Cardano weitet die Verluste aus und notiert nach drei aufeinanderfolgenden Wochen mit Rückgängen von mehr als 20% seit Anfang Oktober unter 0,202 Dollar. Der Verkaufsdruck nimmt weiter zu, da schwächere Derivate-Kennzahlen, bärische On-Chain-Signale und ein sich verschlechternder technischer Ausblick auf weitere Abwärtsrisiken hindeuten. Die Derivatedaten zeigen eine bärische Tendenz für Cardano.

CFTC-Bericht: WTI-Rallye läuft der Positionierung voraus
Die Woche in einem Satz: Die WTI-Preise stiegen stark an, während spekulative Long-Positionen in der Woche bis zum 20. Oktober reduziert wurden, was die deutlichste Preis-/Positionierungs-Divergenz schuf. Das Pfund Sterling und der Kanadische Dollar führten die konstruktive Verschiebung bei den Währungen an, während auch die Long-Positionen im Yen wieder aufgebaut wurden. Spekulanten wurden beim WTI weniger konstruktiv und reduzierten ihr Netto-Exposure auf rund 89,3 Tsd. Kontrakte.
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