• USD/JPY setzt die Verluste zum dritten Mal in Folge fort, da der japanische Yen nach den Wahlen in Japan unterstützt bleibt.
  • Der US-Dollar hat Schwierigkeiten, von einem stärker als erwarteten US-Arbeitsmarktbericht zu profitieren.
  • Der kurzfristige technische Ausblick hat sich bärisch gewandelt, da USD/JPY unter die wichtigen täglichen gleitenden Durchschnitte gefallen ist.

Der japanische Yen (JPY) bleibt am Mittwoch gegenüber dem US-Dollar (USD) auf der Überholspur und setzt seine dreitägige Gewinnsträhne fort, da die breit angelegte Nachfrage nach Yen das Paar unter Druck hält. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts handelt USD/JPY bei etwa 152,84, nahe einem Zwei-Wochen-Tief, mit einem Rückgang von mehr als 2,5% in dieser Woche.

Die erneute Unterstützung für den Yen spiegelt das verbesserte Marktvertrauen wider, nachdem Premierministerin Sanae Takaichi einen entscheidenden Wahlsieg errungen hat, was die politische Unsicherheit verringert und das Vertrauen der Investoren in ihre politische Agenda und die Aussichten für das Wirtschaftswachstum stärkt.

In der Zwischenzeit hat der Greenback Schwierigkeiten, von dem stärker als erwarteten US-Arbeitsmarktbericht zu profitieren, da anhaltende strukturelle Gegenwinde und weiterhin dovishe Erwartungen der Federal Reserve (Fed) die Stimmung belasten. Der US-Dollar-Index (DXY) handelt nahe 96,75, nachdem er in der unmittelbaren Reaktion auf die Arbeitsmarktdaten kurzzeitig auf 97,27 gestiegen war.

Aus technischer Sicht hat sich der kurzfristige Ausblick für USD/JPY bärisch gewandelt, nachdem das Paar unter seine wichtigen täglichen gleitenden Durchschnitte gefallen ist.

Die Momentum-Indikatoren bleiben ebenfalls schwach. Der Relative Strength Index (RSI) schwebt nahe 35, bleibt im bärischen Bereich und deutet auf Raum für weitere Verluste hin, während das Paar noch nicht tief überverkauft ist. In der Zwischenzeit hat sich der Average True Range (14) auf etwa 1,38 ausgeweitet, was auf breitere tägliche Schwankungen hinweist.

Auf der Abwärtsseite würde ein klarer Bruch unter die 152,00-Marke die 200-Tage-Simple Moving Average (SMA) nahe 150,50 freilegen. Eine entscheidende Bewegung unter 150,00 würde die bärische Tendenz verstärken und die Tür für einen tieferen Korrekturpullback in Richtung des 1,618 Fibonacci-Retracements nahe 148,00 öffnen.

Gemessen vom Tief bei 152,23 bis zum Hoch bei 159,05 sind das 78,6%-Retracement bei 153,69 und das 61,8%-Retracement bei 154,84 die kurzfristigen Schwellenwerte, die während einer Erholung zu beobachten sind. Der 100-Tage-SMA bei etwa 154,60 stellt ebenfalls einen wichtigen Zwischenwiderstand in diesem Bereich dar.

Ein Scheitern, 153,69 zurückzuerobern, würde den Abwärtsdruck aufrechterhalten, während ein täglicher Schlusskurs über 154,84 die Tür für eine Erholung in Richtung des 50-Tage-SMA bei 156,27 öffnen und helfen könnte, den bärischen Ton zu mildern.

Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.

Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.

Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.

Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.

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