- USD/CAD steigt, da neue Unsicherheiten bezüglich des USMCA den Kanadischen Dollar belasten.
- Positive US-Arbeitsmarktdaten helfen dem US-Dollar, sich nach jüngster Schwäche zu stabilisieren.
- Investoren blicken nun auf die US-CPI-Daten am Freitag.
USD/CAD steigt am Mittwoch nach Berichten, dass die USA privat in Erwägung ziehen, aus dem US-Mexiko-Kanada-Abkommen (USMCA) auszutreten, was den Kanadischen Dollar (CAD) belastet. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts handelt das Paar bei etwa 1,3612 und erholt sich von Intraday-Tiefs nahe 1,3500.
Die Berichte wurden jedoch von US-Beamten noch nicht bestätigt. Dennoch hält der unberechenbare Ansatz von Präsident Donald Trump in Handels- und Diplomatiefragen die Unsicherheit in Bezug auf die nordamerikanischen Handelsbeziehungen hoch.
In der Zwischenzeit half ein besser als erwarteter US-Arbeitsmarktbericht, den US-Dollar (USD) nach seiner jüngsten Schwäche zu stabilisieren, was zusätzlichen Druck auf den Loonie ausübte. Die Nonfarm Payrolls (NFP) stiegen im Januar um 130.000, was die Markterwartungen von etwa 70.000 übertraf und über dem revidierten Anstieg von 48.000 im Dezember lag, während die Arbeitslosenquote auf 4,3% von 4,4% sank.
Das Bureau of Labor Statistics (BLS) stellte fest, dass das durchschnittliche monatliche Beschäftigungswachstum im Jahr 2025 nur 15.000 betrug, was verdeutlicht, wie stark der Einstellungsdruck im vergangenen Jahr nachgelassen hat und die Argumentation für die drei aufeinanderfolgenden Zinssenkungen der Federal Reserve (Fed) im Jahr 2025 unterstützt.
Auf der Inflationsseite des Arbeitsmarktes stiegen die durchschnittlichen Stundenlöhne im Januar um 0,4% im Vergleich zum Vormonat, was über der Prognose von 0,3% liegt, während das jährliche Tempo bei 3,7% im Vergleich zum Vorjahr stabil blieb, leicht über den Erwartungen von 3,6%.
Insgesamt deuten die Daten darauf hin, dass die Federal Reserve (Fed) sich leisten kann, mit einer weiteren Zinssenkung zu warten, da die Märkte weiterhin mit zwei Zinssenkungen bis Ende des Jahres rechnen. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf den Verbraucherpreisindex (VPI)-Bericht, der am Freitag fällig ist, um klarere Signale zum Zeitpunkt der ersten Zinssenkung zu erhalten.
Andernorts haben die Ölpreise einen Teil ihrer früheren Gewinne nach Kommentaren von Volodymyr Zelenskyy, dass die Ukraine bereit ist, sich am 17.-18. Februar mit den USA zu treffen, zurückgegeben, wobei territoriale Fragen ein wichtiger Schwerpunkt der Gespräche sein sollen. Weichere Rohölpreise belasten tendenziell den Kanadischen Dollar, da Kanada ein wichtiger Ölexporteur ist.
Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.
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