- NZD/USD schwächt sich auf etwa 0,5930 in der frühen europäischen Sitzung am Donnerstag.
- Die Analysten von Barclays erwarten, dass die Fed in diesem Monat mit Zinssenkungen beginnt und insgesamt drei Senkungen für 2025 sieht.
- RBNZs Hawkesby wiederholte, dass die Prognose vorsieht, dass der OCR bis zum Jahresende um einen weiteren halben Prozentpunkt sinkt.
Das Paar NZD/USD driftet während der frühen europäischen Sitzung am Donnerstag auf etwa 0,5930 nach unten, belastet durch eine Erholung des US-Dollars (USD). Anleger könnten im Vorfeld des US-Verbraucherpreisindexes (VPI) für August, der später am Donnerstag veröffentlicht wird, vorsichtiger werden.
Die Analysten von Barclays prognostizieren bis Ende des Jahres drei aufeinanderfolgende Zinssenkungen durch die Federal Reserve (Fed). Sie erwarten eine Senkung um 25 Basispunkte (bps) im September, Oktober und Dezember. Händler erhöhen ihre Wetten auf Zinssenkungen der Fed nach einem enttäuschenden Nonfarm Payrolls (NFP)-Bericht, was zu einigen Vorschlägen für eine große Senkung geführt hat. Dies könnte wiederum den Greenback belasten und Rückenwind für das Paar schaffen.
Dennoch wird eine tiefere Senkung als unwahrscheinlich angesehen, da einige FOMC-Politiker weiterhin vorsichtig sind. Die Finanzmärkte preisen jetzt vollständig eine Zinssenkung um 25 bps auf der Sitzung der Fed im September ein, während die Möglichkeit einer größeren Senkung um 50 bps ebenfalls auf fast 12% gestiegen ist, laut dem CME FedWatch-Tool.
Am Donnerstag wiederholte der Gouverneur der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ), Christian Hawkesby, dass der Leitzins (OCR) bis zum Jahresende voraussichtlich 2,5% erreichen wird. Hawkesby fügte hinzu, dass das Tempo der Senkungen von den eingehenden Daten abhängt und weitere Daten zur Geschwindigkeit der wirtschaftlichen Erholung Neuseelands den zukünftigen Kurs des OCR beeinflussen werden.
Die RBNZ nahm die Zinssenkungen auf ihrer Sitzung im August wieder auf, nachdem sie im Juli pausiert hatte, da die stockende Erholung die Bedenken über einen Anstieg des Preisdrucks verringert hatte. Die Politiker werden weiterhin die Auswirkungen der US-Zollpolitik auf das globale Wachstum und die neuseeländischen Unternehmen beobachten. Anzeichen von Schwäche in der neuseeländischen Wirtschaft könnten den Kiwi gegenüber dem USD nach unten ziehen.
Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.
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