- Gold bleibt am frühen Freitag unter 4.100 USD gedrückt und hält den Range-Handel aufrecht.
- US-Dollar konsolidiert sich unter Sechs-Monats-Hochs inmitten einer Risk-Off-Stimmung und der Unsicherheit über die Geldpolitik der Fed.
- Gold zielt auf eine nachhaltige Bewegung über 4.100 USD, während die Unterstützung des 21-Tage-SMA hält und der tägliche RSI bullisch ist.
Gold kämpft am frühen Freitag um eine Richtung, während es unter der Marke von 4.100 USD gehandelt wird, bleibt jedoch in einer vertrauten Spanne gefangen. Trotz des Range-Handels wird Gold die Woche voraussichtlich auf einem gedämpften Niveau beenden.
Gold zielt auf einen negativen Wochenabschluss
Die Märkte sind vorsichtig, ob die US-Notenbank (Fed) im Dezember die Zinsen senken wird oder nicht, insbesondere nach dem am Donnerstag veröffentlichten US-Beschäftigungsbericht für September.
Die US Nonfarm Payrolls (NFP) stiegen im September um 119.000, nach einem Rückgang von 4.000 (revidiert von +22.000) im August. Der Wert übertraf die Markterwartung von 50.000.
In der Zwischenzeit stieg die Arbeitslosenquote in diesem Zeitraum von 4,3% auf 4,4%. Die gemischten Daten lieferten ein unklareres Bild über den zukünftigen Kurs der Fed in Bezug auf die Zinssätze.
Die Märkte preisen jedoch weiterhin eine etwa 40%ige Wahrscheinlichkeit ein, dass die Fed die Zinsen nächsten Monat senken wird, da die Entscheidungsträger vorsichtig in Bezug auf weitere geldpolitische Lockerungen bleiben.
„Cleveland Fed-Präsidentin Beth Hammack warnte am Donnerstag, dass eine weitere Zinssenkung derzeit eine Vielzahl von Risiken für die Wirtschaft birgt. Fed-Gouverneurin Lisa Cook sieht das Risiko übermäßiger Rückgänge der Vermögenspreise.“
Die hawkische Stimmung rund um die Fed belastet nicht verzinsliche Vermögenswerte wie Gold. Doch die Abwärtsbewegung von Gold scheint durch den Tech-Verkauf an der Wall Street und später in den asiatischen Märkten, als die solide Rallye nach den Nvidia-Ergebnissen nachließ, abgefedert zu werden.
Erwartungen an ein massives Konjunkturpaket, das die japanische Regierung später am Freitag vorstellen soll, halten die Goldkäufer ebenfalls optimistisch. Das Paket wird auf über 20 Billionen JPY geschätzt, das größte seit COVID-19.
Die Händler warten nun gespannt auf die vorläufigen PMI-Daten von S&P Global für November aus den Vereinigten Staaten (US), um neue Einblicke in die Gesundheit der US-Wirtschaft zu erhalten. Die Daten könnten den Märkten helfen, die Erwartungen an Zinssenkungen der Fed neu zu bewerten, was letztendlich die Preisbewegung von Gold beeinflussen könnte.
Der US Manufacturing PMI wird voraussichtlich im November auf 52 fallen, nach 52,5 im Oktober. Der Services PMI dürfte im Berichtszeitraum unverändert bei 54,8 bleiben.
Technische Analyse des Goldpreises: Tages-Chart
Im Tages-Chart handelt XAU/USD bei 4.065,29 USD. Die 50-, 100- und 200-Tage Simple Moving Averages (SMAs) steigen, während der Preis über ihnen bleibt und eine bullische Tendenz aufrechterhält. Der 21-Tage-SMA hat sich abgeflacht und ist gesunken, wobei 4.044,66 USD nahe Unterstützung bietet. Der Relative Strength Index (RSI) liegt bei 52,00 (neutral) und spiegelt ein ausgewogenes Momentum nach dem jüngsten Rückgang wider.
Gemessen vom Hoch bei 4.381,17 USD bis zum Tief bei 3.885,84 USD fungiert das 38,2%-Retracement bei 4.075,05 USD als kurzfristiger Widerstand, und ein täglicher Schlusskurs darüber würde das 50%-Retracement bei 4.133,50 USD öffnen. Mit neutralem Momentum und intakter Trendunterstützung würde sich der Weg des geringsten Widerstands bei einem Durchbruch dieser Barriere verbessern, während ein Scheitern, diese zu überwinden, die Gewinne begrenzen und das Risiko eines Rückfalls zu den steigenden Durchschnitten erhöhen würde.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst)
Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.
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