Ein Mann. Eine Wette. Fast 300 Millionen Dollar Gewinn – gegen Silber. Während viele Anleger bei Edelmetallen reflexartig auf steigende Preise setzen, geht ein chinesischer Milliardär den exakt entgegengesetzten Weg. Und liegt damit bislang spektakulär richtig.
Gold-Millionär setzt brutal gegen Silber
Der chinesische Trader Bian Ximing hat sich in den vergangenen Jahren einen Namen gemacht – allerdings fernab der Öffentlichkeit. Der Mann lebt überwiegend in Gibraltar, meidet Interviews und tritt kaum in Erscheinung. Doch seine Trades sprechen für sich.
Seit Anfang 2022 soll Bian laut Bloomberg mit bullischen Gold-Positionen an der Shanghai Futures Exchange fast 3 Milliarden US-Dollar verdient haben. Während viele Anleger Gold gefeiert haben, hat er früh auf den Trend gesetzt – und konsequent durchgezogen.
Jetzt folgt der nächste Paukenschlag: Bian wettet massiv gegen Silber.
Die Dimension ist kaum zu fassen: 450 Tonnen Silber – short
Was nach einem normalen Short klingt, ist in Wahrheit eine der größten Einzelwetten am Silbermarkt. Bians Position entspricht rund 450 Tonnen Silber, verteilt auf etwa 30.000 Futures-Kontrakte. Damit hält er aktuell die größte Netto-Short-Position an der Shanghai Futures Exchange.
Und der Zeitpunkt hätte kaum besser sein können: Seit letzter Woche ist der Silberpreis deutlich eingebrochen. Das Ergebnis ist beeindruckend – allein durch den jüngsten Rückgang liegt der Buchgewinn bei rund 2 Milliarden Yuan, umgerechnet knapp 288 Millionen US-Dollar.
Silber bricht weiter ein – Gewinne explodieren
Der Abverkauf ist noch nicht vorbei. Am Donnerstag verlor Silber mehr als 16 Prozent an Wert. Für Bian dürfte das die Gewinne nochmals deutlich erhöht haben. Je tiefer der Preis fällt, desto größer wird der Effekt auf seine Short-Position.
Für Anleger ist das ein klares Signal: Hier agiert jemand mit enormer Markterfahrung, klarer Überzeugung – und ohne Angst vor Gegenwind.
Aber: Diese Wette war alles andere als risikolos
So spektakulär die Zahlen klingen, der Trade war kein Selbstläufer. Der Silbermarkt ist extrem volatil. Laut Bericht musste Bian zwischenzeitlich Teile seiner Positionen mit Verlust auflösen, um Risiken zu kontrollieren.
Doch selbst unter Berücksichtigung dieser Verluste sieht die Bilanz aktuell stark aus. Rechnet man alles zusammen, dürfte Bian – auf Basis der Preise bis zum Dienstagsschluss – immer noch einen Netto-Gewinn von rund 1 Milliarde Yuan erzielen.
So baute er die Mega-Wette auf
Bian begann laut Börsendaten in der letzten Januarwoche, seine Short-Position systematisch aufzubauen. Abgewickelt wurde der Trade über die Brokerfirma Zhongcai Futures Co.
Zwar nennt die Shanghai Futures Exchange offiziell keine Namen hinter den Konten. Doch Bloomberg berichtet, dass Bians private Investments sowie Produkte für einen kleinen Kreis vermögender Kunden den Großteil der Edelmetall-Positionen dieses Brokers ausmachen sollen.
Was diese Story wirklich zeigt
Diese Wette ist mehr als nur ein spektakulärer Trade. Sie zeigt, wie unterschiedlich Profis und Privatanleger denken. Während viele Investoren Silber automatisch als „sicheren Hafen“ betrachten, sieht Bian offenbar Übertreibung, Ungleichgewichte – und eine Gelegenheit.
Er setzt nicht auf Hoffnung, sondern auf Timing, Volumen und Konsequenz. Und er akzeptiert kurzfristige Verluste, um langfristig einen übergeordneten Plan durchzuziehen.
Fazit: Ein Trade, der wachrüttelt
Fast 300 Millionen Dollar Gewinn – mit einer einzigen, klaren Meinung gegen den Markt. Diese Geschichte dürfte Anleger weltweit aufhorchen lassen. Denn sie zeigt: Auch bei scheinbar „sicheren“ Anlageklassen kann es brutal abwärtsgehen. Und manchmal verdienen nicht die Optimisten, sondern die Skeptiker das große Geld.
Es wird alles unternommen, um genaue und vollständige Informationen bereitzustellen. Doch mit den Tausenden zur Verfügung gestellten Dokumenten, die oft innerhalb kurzer Zeit hochgeladen werden, können wir nicht garantieren, dass keine Fehler auftreten. Jede Wiederveröffentlichung oder Weiterverbreitung von FXStreet Inhalten ist ohne die vorherige schriftliche Zustimmung von FXStreet verboten. Der Handel mit Devisen auf Margin (Verrechnungskonto) trägt ein hohes Risiko und ist möglicherweise nicht für alle Investoren geeignet. Der hohe Hebel kann gegen Sie, sowie für Sie arbeiten. Vor der Entscheidung am Devisenmarkt zu handeln, sollten Sie sorgfältig Ihre Anlageziele, Erfahrung und Risikobereitschaft prüfen. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie einen Verlust einiger oder aller Ihrer Investitionen erleiden und deshalb sollten Sie kein Geld investieren, dass Sie sich nicht leisten können zu verlieren. Sie sollten sich aller Risiken bewusst sein, die mit dem Devisenhandel verbunden sind und konsultieren Sie einen unabhängigen Finanzberater, wenn Sie irgendwelche Zweifel haben. Alle Meinungen, Nachrichten, Forschungen, Analysen, Kurse oder andere Informationen, welche diese Informationen enthalten, die von FXStreet, seinen Angestellten, Mitarbeitern oder Partnern bereit gestellt werden, sind als allgemeine Marktkommentare zu verstehen und bieten keine Anlageberatung. FXStreet übernimmt keine Haftung für irgendwelche Verluste oder Schäden, einschließlich, ohne Beschränkung auf entgangene Gewinne, die direkt oder indirekt mit der Verwendung oder im Vertrauen auf diese Informationen entstehen.
NEUESTE NACHRICHTEN
Autor wählen
Alarm bei Ripple: Diese Zahl macht XRP-Anlegern jetzt Angst
Ripple (XRP) steht massiv unter Druck. Während sich der Kryptomarkt insgesamt in einen klaren Risk-off-Modus verabschiedet, trifft es den Remittance-Token besonders hart. Am Freitag notiert XRP bei rund 1,37 US-Dollar – ein Tagesverlust von fast 5 %.
Milliardär setzt alles auf Silberpreis-Crash – mit gigantischem Gewinn
Ein Mann. Eine Wette. Fast 300 Millionen Dollar Gewinn – gegen Silber. Während viele Anleger bei Edelmetallen reflexartig auf steigende Preise setzen, geht ein chinesischer Milliardär den exakt entgegengesetzten Weg. Und liegt damit bislang spektakulär richtig.
Gold wackelt: Diese Bitcoin-Kennzahl sendet ein Warnsignal
Gold glänzt – aber Bitcoin könnte der heimliche Gewinner sein. Genau das sagt jetzt ausgerechnet JPMorgan. Und das nach Monaten, in denen Bitcoin deutlich schlechter lief als das Edelmetall. Für viele Anleger klingt das erst einmal widersprüchlich. Doch genau hier beginnt die Geschichte.
Bitcoin rutscht unter 70.000 USD, da das Szenario eines fallenden Messers im Spiel ist
Zcash, Stacks und BNB gehören zu den größten Verlierern der letzten 24 Stunden, während Bitcoin am Donnerstag die 72.000 USD-Marke erreicht. Die Korrektur wird durch mehrere Faktoren vorangetrieben, darunter massive, stetige Abflüsse von Institutionen und großen Wallet-Investoren, eine risikoaverse Marktstimmung und die Verzögerung des Digital Asset Clarity Act.
Das sollten Sie am Freitag, den 6. Februar, im Blick behalten:
Im Laufe des Tages wird die Universität von Michigan die vorläufigen Daten zum Verbrauchervertrauen für Februar veröffentlichen. Der kanadische Wirtschaftskalender wird die Arbeitsmarktdaten für Januar enthalten, und die Investoren werden den Kommentaren der Zentralbanker im Laufe des Tages besondere Aufmerksamkeit schenken.