- Gold zieht einige Nachfolgeverkäufer an und berührt am Mittwoch ein frisches Zwei-Wochen-Tief.
- Die hawkische Fed kontert die Ängste vor einer Lockerung der Inflation, stützt den USD und belastet den Buck.
- Das technische Setup bevorzugt die Bären und unterstützt die Annahme einer Verlängerung des Abwertungstrends.
Gold (XAU/USD) erholt sich leicht von einem fast zwei Wochen alten Tief im Bereich von 4.050 USD, das am Mittwoch erreicht wurde. Das Edelmetall hält jedoch zum zweiten Tag in Folge an seiner bärischen Tendenz fest – was auch den fünften negativen Tag in den letzten sechs bedeutet – und scheint angesichts anhaltender Käufe des US-Dollars (USD) anfällig für weitere Schwäche zu sein.
Tatsächlich schoss der USD-Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Währungskorb abbildet, auf ein frisches Hoch seit Mai 2025, gestützt durch Zinserhöhungserwartungen der Federal Reserve (Fed) und die globale Flucht in sichere Häfen. Die US-Notenbank gab bei der Sitzung letzte Woche einen hawkischen Ton an, wobei neun der 19 Mitglieder des Fed-Komitees signalisierten, dass sie die Leitzinsen erhöhen müssen, um der hartnäckigen Inflation entgegenzuwirken. Händler reagierten schnell und sehen nun eine 70%ige Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank die Kreditkosten bei der Sitzung im September um 25 Basispunkte (bps) anheben wird. Darüber hinaus deuten Prognosen auf eine mögliche zweite Zinserhöhung im Dezember hin.
Hinzu kommt ein technologiegetriebener Ausverkauf, der die Risikoaversion auslöst, welche zusammen mit gemischten US-Iran-Botschaften die nachlassenden Inflationssorgen – angeführt vom jüngsten Rückgang der Rohölpreise – überschattet und den sicheren Hafen USD weiterhin begünstigt. Der US-Vizepräsident JD Vance sagte am Montag, dass die Friedensgespräche in der Schweiz dazu geführt hätten, dass der Iran zugestimmt habe, Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in seine Nuklearanlagen einzuladen. Die iranischen Staatsmedien berichteten jedoch unter Berufung auf das Außenministerium, dass Teheran keine neuen Verpflichtungen zu nuklearen Inspektionen eingegangen sei. Dies hält die geopolitischen Risikoaufschläge im Spiel und begünstigt die USD-Bullen.
Unterdessen sind die Rohölpreise im vergangenen Monat deutlich gefallen und erreichten am Mittwoch ein frisches Tief seit März, bedingt durch die Wiederaufnahme des Verkehrs durch die Straße von Hormus. Eine iranische Militärquelle teilte der Nachrichtenagentur Fars mit, dass täglich eine begrenzte Anzahl von Schiffen unter Koordination mit der Marine der Revolutionsgarden den Engpass passieren darf. Zudem mildert eine vorübergehende 60-tägige Sanktionsausnahme, die die Produktion, Lieferung und den Verkauf von iranischem Rohöl, Erdöl und petrochemischen Produkten erlaubt, die Versorgungssorgen und belastet die Ölpreise. Dies sollte den Aufwärtsdruck auf die Verbraucherpreise verringern.
Die Entwicklungen können die zugrundeliegende bullishe Stimmung rund um den USD jedoch kaum beeinträchtigen, was darauf hindeutet, dass der Weg des geringsten Widerstands für Gold weiterhin nach unten führt. Der Markt richtet seinen Fokus nun auf die Veröffentlichung des US-Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE), die am Donnerstag ansteht. Die wichtigen Daten werden begleitet vom endgültigen US-BIP für das erste Quartal, den üblichen wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung und den Aufträgen langlebiger Wirtschaftsgüter. Dies, zusammen mit Kommentaren einflussreicher FOMC-Mitglieder, wird eine Schlüsselrolle bei der Steuerung der USD-Nachfrage spielen und dem Edelmetall im weiteren Wochenverlauf einen bedeutenden Impuls verleihen.
XAU/USD 4-Stunden-Chart
Technische Analyse:
Die jüngsten wiederholten Fehlschläge nahe dem 100-Perioden Simple Moving Average (SMA) im 4-Stunden-Chart und der anschließende Rückgang sprechen für bärische Händler. Der Relative Strength Index (RSI) bei 34,9 liegt knapp über dem überverkauften Bereich, was darauf hindeutet, dass das Abwärtsmomentum vorherrscht, aber bereits ausgereizt ist. Der Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Indikator bleibt mit einem Wert nahe -6,1 im negativen Bereich und verstärkt den schwachen Ton. Dennoch deutet die bärische Konstellation darauf hin, dass Rallyes vorerst wahrscheinlich zum Verkauf genutzt werden.
Der erste Widerstand wird beim 100-Perioden-SMA um 4.283 USD gesehen. Die Bullen müssten diesen Bereich zurückerobern, um den aktuellen Abwärtsdruck zu mildern und den Weg für eine nachhaltigere Erholung zu ebnen. Solange diese Hürde nicht überwunden ist, bleibt das Metall anfällig für weitere Rückgänge, wobei Händler auf eine Stabilisierung des RSI oder eine schrumpfende negative MACD-Histogramm-Balken als frühe Signale achten, dass die Verkaufsphase an Stärke verlieren könnte.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
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