Strategy’s steiler Kursrückgang hat laut JP-Morgan-Analysten weniger mit den Kryptopreisen zu tun, sondern vielmehr mit der Sorge, dass MSCI das Unternehmen aus seinen Indizes streichen könnte.
Strategy könnte aus MSCI fallen
JP-Morgan-Analysten um Nikolaos Panigirtzoglou erklärten, dass die jüngste Schwäche der Aktie vor allem auf zunehmende Unsicherheit über eine mögliche MSCI-Entfernung zurückgeht – und nicht auf Bewegungen des Bitcoin-Kurses.
Die Bank warnte, dass dem Unternehmen allein durch eine MSCI-Streichung Abflüsse von 2,8 Milliarden US-Dollar drohen könnten, die sich auf 8,8 Milliarden US-Dollar erhöhen würden, falls weitere Indexanbieter nachziehen.
„Auch wenn aktive Manager nicht verpflichtet sind, Indexänderungen zu folgen, würde ein Ausschluss aus wichtigen Indizes von Marktteilnehmern mit Sicherheit negativ bewertet werden“, schrieben die Analysten.
Strategy ist derzeit in bedeutenden Benchmarks vertreten, darunter der Nasdaq-100 und MSCI USA. Über 9 Milliarden US-Dollar der rund 50 Milliarden US-Dollar Marktkapitalisierung liegen in passiven Fonds, die diese Indizes abbilden. Diese starke Verankerung hat dazu geführt, dass Bitcoin-Exposure indirekt in zahlreiche Privat- und institutionelle Portfolios gelangt ist – ein Effekt, der sich nach einem Ausschluss abrupt umkehren könnte.
MSCI teilte am 10. Oktober mit, dass man eine Änderung prüfe, wonach Unternehmen ausgeschlossen werden könnten, deren Hauptaktivität im Bitcoin- oder Digital-Asset-Treasury-Management liegt, sofern diese Bestände 50 Prozent oder mehr der Gesamtaktiva ausmachen. Die Konsultation läuft bis zum 31. Dezember, eine Entscheidung soll am 15. Januar 2026 fallen – ein Datum, das JP Morgan als „entscheidend“ für die Aktie bezeichnete.
Die Analysten argumentierten, dass der Verlust eines bedeutenden Indexstatus dem Unternehmen einen Reputationsschaden zufügen und Zweifel daran wecken würde, wie gut Strategy künftig Eigen- und Fremdkapital am Markt aufnehmen kann. Zudem könnte ein solcher Schritt die Liquidität der Aktie verringern und sie damit für große institutionelle Investoren weniger attraktiv machen.
Die Prämie der Aktie gegenüber dem Nettoinventarwert (NAV) ist in den vergangenen Monaten eingebrochen, begleitet von einer nachlassenden Bitcoin-Kaufdynamik. JP Morgan warnte, dass eine negative MSCI-Entscheidung das Verhältnis von Marktwert zu Bitcoin-Bestand oder mNAV „näher an 1“ drücken würde – was die Aktie nahezu vollständig als reines Bitcoin-Holding-Vehikel bewerten würde.
Allerdings scheint Strategy vor Beginn des 4. Quartals seine Akkumulationsaktivität wieder zu erhöhen. Das Unternehmen kaufte am Montag 8.178 BTC – den größten Einzelkauf seit Juli – nach Monaten nur verhaltener Zukäufe.
Strategy-Aktien schlossen am Donnerstag laut Google Finance 5,02 Prozent im Minus. Der mNAV ist laut CoinGecko bereits auf 1,05 gefallen.
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