• Der Goldpreis notiert am frühen Dienstag wieder im roten Bereich, nachdem er erneut bei 4.200 USD abgewiesen wurde.
  • Der US-Dollar hält sich auf Jahreshöchstständen angesichts des hawkischen Ausblicks der Fed und Skepsis über Fortschritte beim US-Iran-Deal.    
  • Gold ist bereit, die Marke von 4.100 USD anzugreifen, da das tägliche technische Setup weiterhin zugunsten der Verkäufer spricht.

Gold setzt am frühen Dienstag sein Abwärtsmomentum in Richtung 4.100 USD fort, nachdem es einen Tag zuvor eine vorübergehende Umkehr gegeben hatte.

Gold: Stärke verkaufen?  

Die Goldverkäufer lauern weiterhin um die Marke von 4.200 USD und halten die bearishe Tendenz trotz einiger Fortschritte zwischen den Vereinigten Staaten (US) und Iran in Richtung eines Friedensabkommens fest.

„Der US-Vizepräsident JD Vance sagte, die Gespräche mit iranischen Beamten in der Schweiz hätten eine gute Grundlage für ein endgültiges Friedensabkommen gelegt, obwohl der Iran bestritt, dass er Gespräche über sein Atomprogramm begonnen habe“, so Reuters.

Vor diesem Hintergrund und der anhaltenden Schließung der Straße von Hormus bleiben die Anleger skeptisch gegenüber den Fortschritten in den Friedensverhandlungen, die jederzeit angesichts möglicher verbaler Drohungen des US-Präsidenten Donald Trump scheitern könnten.

Daher suchen die Anleger weiterhin Schutz im US-Dollar (USD), der gegenüber seinen sechs wichtigsten Währungsgegnern auf dem höchsten Stand seit über einem Jahr notiert.

Der Greenback bezieht seine Stärke auch aus gestiegenen Wetten auf eine Zinserhöhung der US Federal Reserve (Fed) bis Ende dieses Jahres.

Die Märkte preisen laut dem CME FedWatch Tool eine 88%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im Dezember ein, nach 61% vor der Fed-Sitzung in der vergangenen Woche.

Die breite US-Dollar-Stärke und die hawkischen Fed-Erwartungen setzen das nicht verzinsliche Edelmetall weiter unter Abwärtsdruck.

Später am Tag werden die vorläufigen US S&P Global Manufacturing- und Services-PMI-Daten veröffentlicht, die die Fed-Zinserhöhungserwartungen stärken und eine neue Abwärtsbewegung beim Gold auslösen könnten.

Der S&P Global Manufacturing PMI wird für Juni leicht auf 54,7 von 55,1 im Mai erwartet, während der Services PMI im gleichen Zeitraum von 50,7 im Mai auf 51 steigen soll.

Außerdem werden Fed-Äußerungen und die US-Iran-Schlagzeilen weiterhin eine entscheidende Rolle bei der Steuerung der Risikostimmung und der Goldpreisentwicklung spielen.

Goldpreis technische Analyse: Tages-Chart

Chart Analysis XAU/USD

Im Tages-Chart notiert XAU/USD bei 4.136,00 USD und setzt eine bearishe Phase fort, da der Spotkurs unter allen wichtigen einfachen gleitenden Durchschnitten (SMA) bleibt. Der 21-Tage-SMA bei 4.328,42 USD führt den anfänglichen Überkopfwiderstand an, während die mittelfristigen 200-Tage- und 50-Tage-SMAs mit 4.471,81 USD bzw. 4.515,31 USD höher liegen und den begrenzten Ton verstärken. Der Relative Strength Index (14) bei 35,76 liegt knapp über dem überverkauften Bereich, was darauf hindeutet, dass das Abwärtsmomentum zwar anhält, der Ausverkauf jedoch an Intensität verliert, anstatt sich zu beschleunigen.

Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand beim 21-Tage-SMA nahe 4.328 USD, wo ein Tagesabschluss darüber erforderlich wäre, um den unmittelbaren Druck zu verringern und den Weg in Richtung des 200-Tage-SMA bei etwa 4.472 USD zu öffnen. Eine bedeutendere bullishe Erholung würde die Rückeroberung des 50-Tage-SMA bei rund 4.515 USD erfordern, wobei der 100-Tage-SMA mit etwa 4.709 USD als breitere Trendbarriere deutlich höher liegt. Da es laut den vorliegenden Daten keine klaren SMA-basierten Unterstützungsniveaus unter dem Spotkurs gibt, bleibt das Metall anfällig für weitere Rückgänge, solange es unter dieser geschichteten Widerstandszone handelt.

(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)

Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.

Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.

In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.

Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.

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