• Der Goldpreis driftet am Donnerstag aufgrund neuer USD-Käufe nach unten.
  • Die sinkenden Chancen auf eine sofortige Zinssenkung der Fed stützen weiterhin den USD.
  • Handelsbezogene Unsicherheiten könnten die Verluste des sicheren Edelmetalls begrenzen.

Der Goldpreis (XAU/USD) schoss zunächst auf ein Drei-Wochen-Hoch von etwa 3.377 USD, während die Nervosität über Berichte, dass US-Präsident Donald Trump den Vorsitzenden der Federal Reserve (Fed), Jerome Powell, absetzen wolle, zunahm. Die Marktvolatilität ließ jedoch nach, nachdem Trump den Reportern mitteilte, dass er es für unwahrscheinlich halte, den Zentralbankchef zu entlassen. Dies half, die Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Fed zu verringern, was zu einer gewissen intraday USD-Erholung führte und den Aufwärtstrend des XAU/USD-Paares begrenzte.

Auf der wirtschaftlichen Datenfront blieb der US-Erzeugerpreisindex (EPI) hinter den Markterwartungen zurück und stagnierte im Juni. Dies markierte eine bemerkenswerte Verlangsamung der Preise für von Herstellern verkaufte Waren. Kommentare von FOMC-Mitgliedern deuten jedoch darauf hin, dass die Fed mindestens bis September warten würde, bevor sie ihren Zinssenkungszyklus wieder aufnimmt. Dies hilft dem USD, einige Anschlusskäufe anzuziehen und belastet weiterhin den Goldpreis während der frühen europäischen Sitzung am Donnerstag.

Dennoch preisen die Händler weiterhin die Möglichkeit von 50 Basispunkten an geldpolitischen Lockerungen durch die Fed in diesem Jahr ein. Hinzu kommt, dass Sorgen über die potenziellen wirtschaftlichen Folgen von Trumps unberechenbaren Handelspolitiken den sicheren Goldpreis stützen und Verluste begrenzen könnten. Trump kündigte kürzlich einen Zoll von 50 % auf US-Kupferimporte an und informierte die Führer von 25 Ländern über neue Zolltarife ab dem 1. August, während er drohte, dass bis Ende des Monats 200 % Zölle auf Arzneimittelimporte erhoben werden.

Der oben genannte gemischte fundamentale Hintergrund erfordert eine gewisse Vorsicht für die XAU/USD-Bären und macht es ratsam, auf starke Anschlussverkäufe zu warten, bevor man sich für eine weitere Abwärtsbewegung positioniert. Die Händler blicken nun auf die US-Wirtschaftsdaten – einschließlich der Veröffentlichung der monatlichen Einzelhandelsumsätze, der üblichen wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung und des Philly Fed Manufacturing Index. Darüber hinaus würden die Reden einflussreicher FOMC-Mitglieder auf Hinweise zum Zinssenkungspfad der Fed genauestens untersucht, was wiederum die USD-Nachfrage antreiben und dem Goldpreis einen bedeutenden Impuls verleihen würde.

XAU/USD Tageschart

Technische Perspektive

Aus technischer Sicht bleibt das XAU/USD-Paar in einer vertrauten Spanne gefangen, die seit Beginn dieses Monats gehalten wird. Dies stellt die Bildung eines Rechteck-Chartmusters dar und deutet auf Unentschlossenheit unter den Händlern hin. Darüber hinaus erfordern neutrale Oszillatoren auf dem Tageschart eine gewisse Vorsicht, bevor man sich für den nächsten Schritt einer Richtungsbewegung positioniert. Daher ist es wahrscheinlicher, dass ein weiterer Rückgang auf Unterstützung im Bereich von 3.322-3.320 USD vor der runden Marke von 3.300 USD stößt. Einige Anschlussverkäufe unterhalb der Region von 3.283-3.282 USD oder unter dem in der letzten Woche erreichten Tiefststand könnten den Goldpreis auf das Juli-Swing-Tief im Bereich von 3.248-3.247 USD ziehen.

Auf der anderen Seite müssen die XAU/USD-Bullen auf anhaltende Stärke und Akzeptanz über der Region von 3.365-3.366 USD oder der oberen Grenze der kurzfristigen Handelsspanne warten, bevor sie neue Wetten eingehen. Eine anschließende Bewegung über das übernachtige Swing-Hoch im Bereich von 3.377 USD sollte es dem Goldpreis ermöglichen, die runde Marke von 3.400 USD zurückzuerobern. Der Aufwärtstrend könnte sich weiter in Richtung der nächsten relevanten Hürde im Bereich von 3.434-3.435 USD erstrecken.

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