• EUR/USD gab dem Verkaufsdruck nach und fiel auf 1,1650.
  • Der US-Dollar gewann an Tempo amid anhaltenden Handelsängsten.
  • Von den Investoren wird nun erwartet, dass sie die bevorstehenden US-Inflationszahlen im Auge behalten.

Der Euro (EUR) fiel auf den niedrigsten Stand gegenüber dem US-Dollar (USD) seit drei Wochen und startete die Woche recht bärisch, was dazu führte, dass EUR/USD am vierten Tag in Folge im Minus notierte und den Bereich von 1,1650 erneut ansteuerte.

Handelsängste entflammen erneut

Das Weiße Haus gab bekannt, dass es bis zum 1. August warten werde, um die Zölle erneut zu prüfen.

Die jüngsten Drohungen mit 30% Zöllen auf US-Importe aus der Europäischen Union, die zu den Ankündigungen der letzten Woche über Zölle auf Japan und Südkorea von 25% und auf Kupfer von 50% hinzukamen, tragen alle zur Wiederbelebung eines potenziellen Handelskriegs bei.

Zentralbanken divergieren

Die Protokolle der Sitzung der Federal Reserve (Fed) im Juni zeigten, dass einige Mitglieder die Zinssätze sofort senken wollten, während andere abwarten wollten, um zu sehen, wie sich die Zölle auf die Inflation auswirken könnten.

Die Terminmärkte erwarten weiterhin eine Lockerung später in diesem Jahr, jedoch nur, wenn der Preisdruck nicht lange anhält.

Die Europäische Zentralbank (EZB) senkte ihren Einlagenzins Anfang Juni auf 2,00%. Präsidentin Christine Lagarde erklärte, dass jede Maßnahme von überzeugenden Beweisen für eine schwache externe Nachfrage abhängen würde, was darauf hindeutet, dass es wenig Interesse an einer Zinssenkung in naher Zukunft gibt.

Bullische Wetten auf den EUR häufen sich

Nach CFTC-Daten bis zum 8. Juli haben die spekulativen Netto-Long-Positionen in der Gemeinschaftswährung über 120,5K Kontrakte erreicht, das höchste Niveau seit Dezember 2023, während institutionelle Händler ihre Netto-Short-Positionen auf über 177K Kontrakte oder Mehrmonatshochs erhöht haben. In diesem Zeitraum ist das offene Interesse auch in der dritten Woche in Folge gestiegen, diesmal auf etwa 806K Kontrakte.

 

 

Technische Landschaft

Der Widerstand liegt bei dem Höchststand von 2025 bei 1,1830 (1. Juli), vor dem Juni-Hoch bei 1,1852 (Juni 2018).

Auf der anderen Seite liegt der vorläufige Widerstand am 55-Tage-Simple Moving Average (SMA) bei 1,1457, vor dem wöchentlichen Tief bei 1,1210 (29. Mai) und dem Mai-Boden bei 1,1064 (12. Mai), die alle der wichtigen Marke von 1,1000 vorausgehen.

Die Momentum-Indikatoren deuten weiterhin auf einen starken Euro hin. Der Relative Strength Index (RSI) liegt nahe 55, was bedeutet, dass der Markt bullisch ist. Der Average Directional Index (ADX) schwebt um 28, was auf einen recht gesunden Trend hinweist.

 

 

Mittelfristige Aussichten

Die Ansicht, dass die Fed ihre Zinssätze später im Jahr senken könnte, im Vergleich zu einer möglichen Pause der EZB, könnte der europäischen Währung frischen Auftrieb geben und EUR/USD nach oben treiben. Allerdings stellen die anhaltenden Handelskonflikte und die Unsicherheit rund um Präsident Trumps Zollvorschläge erhebliche Risiken dar, die einen weiteren Anstieg der Preise in naher Zukunft verhindern könnten.

EZB - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.

In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.

Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.

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