• Der US-Dollar-Index fällt und erreicht ein Tief von 99,30 im Vorfeld der Fed-Sitzung zur Geldpolitik.
  • Die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihen bleibt stabil bei 4,35%, während Investoren auf die Entscheidung der Fed warten.
  • US-Präsident Trump signalisiert, dass Handelsabkommen kurz bevorstehen, bietet jedoch keine konkreten Details an.

Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des US-Dollars (USD) im Vergleich zu einem Korb von Währungen misst, blieb am Dienstag unter starkem Verkaufsdruck, da Investoren defensiv wurden im Vorfeld der geldpolitischen Entscheidung der Federal Reserve (Fed). Die Märkte reagierten auch auf die allgemeine Unklarheit in der Handelspolitik und die erneute Stärke asiatischer Währungen.

Tägliche Marktbewegungen: US-Dollar unter Druck durch Fed-Vorsicht und asiatische Ströme

  • Die Renditen der US-Staatsanleihen blieben bei 4,35% stabil, obwohl das Finanzministerium sich auf die Auktion von 39 Milliarden Dollar in 10-jährigen Anleihen vorbereitet, was auf eine gedämpfte Marktnachfrage hinweist.
  • US-Finanzminister Scott Bessent sagte, dass die Handelsgespräche mit 17 Partnern aktiv sind, aber keine Gespräche mit China stattgefunden haben, was Spekulationen anheizt.
  • Handelsminister Howard Lutnick erhöhte den Druck für ein großes Handelsabkommen und sagte, das erste Abkommen müsse mit einer „Top-Ten“-Wirtschaft abgeschlossen werden.
  • Der jüngste Anstieg des Taiwan-Dollar beeinflusst weiterhin die Devisenströme nach Asien, wobei auch der Singapur-Dollar und der malaysische Ringgit an Stärke gewinnen.
  • Trump wiederholte, dass, während einige Handelsabkommen bald unterzeichnet werden könnten, kein Land unter den aktuellen Bedingungen einen Deal abschließen müsse.
  • Der Swaps-Markt erwartet nun die erste Zinssenkung der Fed im Juli, mit zwei weiteren Senkungen um 25 Basispunkte bis zum Jahresende.
  • Die Trump-Administration wies Pläne zur Neuverhandlung des USMCA zurück und bezeichnete es als „gutes Abkommen“, während sie protektionistische Maßnahmen im Automobilsektor bekräftigte.
  • Die Pressekonferenz von Fed-Vorsitzendem Jerome Powell nach der Sitzung am Mittwoch könnte den nächsten geldpolitischen Schritt definieren, wobei die Märkte auf dovish Signale achten.
  • US-Beamte sagen, dass bevorstehende Ankündigungen möglicherweise nicht auf den Handel fokussiert sind, was auf eine breitere Kommunikationsstrategie im Vorfeld von Trumps Reisen hindeutet.
  • Die Stärke der asiatischen Währungen deutet darauf hin, dass die regionalen Volkswirtschaften eine Aufwertung tolerieren könnten, um Handelskonflikte zu entschärfen, was von den historischen Abwertungstrends abweicht.

Technische Analyse des US-Dollar-Index: Auf den Zehenspitzen


Der US-Dollar-Index (DXY) wird bei etwa 99,46 gehandelt, was einem Rückgang von 0,32% an diesem Tag entspricht und eine bärische Tendenz zeigt. Die Preisspanne liegt zwischen 99,26 und 100,10. Während der Relative Strength Index (RSI) bei 39,41 (neutral) liegt, zeigt der Moving Average Convergence Divergence (MACD) ein Kaufsignal an. Die Bull Bear Power (-0,35) und der Ultimate Oscillator (49,76) sind beide neutral. Wichtige SMAs bei 99,94 (20-Tage), 105,31 (100-Tage) und 104,37 (200-Tage) zeigen eine bärische Stimmung. Widerstand wird bei 99,73 und 99,59 (10-Tage EMA und SMA) gesehen, ohne dass eine klare Unterstützung bestätigt ist.



US-Dollar FAQs

Der US-Dollar (USD) ist die offizielle Währung der Vereinigten Staaten und in vielen weiteren Ländern als „de facto“-Währung im Umlauf. Er ist die am häufigsten gehandelte Währung weltweit und dominiert mit 88 % des globalen Devisenhandels. Daten von 2022 zeigen, dass täglich ein Handelsvolumen von rund 6,6 Billionen US-Dollar umgesetzt wird. Der US-Dollar löste nach dem Zweiten Weltkrieg das Britische Pfund als Weltreservewährung ab, nachdem der Goldstandard 1971 abgeschafft wurde.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des US-Dollars beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Federal Reserve (Fed) bestimmt wird. Die Fed hat zwei Hauptziele: Preisstabilität (Inflationskontrolle) und Förderung der Vollbeschäftigung. Ihr primäres Werkzeug zur Erreichung dieser Ziele ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Preise zu schnell steigen und die Inflation über dem Ziel von 2 % liegt, erhöht die Fed die Zinsen, was dem Wert des US-Dollars zugutekommt. Fällt die Inflation unter 2 % oder ist die Arbeitslosenquote zu hoch, senkt die Fed möglicherweise die Zinsen, was den Greenback belastet.

In außergewöhnlichen Situationen greift die Federal Reserve auf Maßnahmen wie die quantitative Lockerung (QE) zurück. Dies geschieht, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um das Finanzsystem zu stabilisieren. QE ermöglicht es der Fed, mehr Geld zu drucken und US-Staatsanleihen von Banken zu kaufen, um die Kreditvergabe anzukurbeln. Diese expansive Maßnahme schwächt in der Regel den US-Dollar, da sie die Geldmenge erhöht und das Vertrauen in die Währung senkt.

Quantitative Tightening (QT) stellt den umgekehrten Prozess zu Quantitative Easing (QE) dar. Die US-Notenbank Federal Reserve beendet den Ankauf von Anleihen und investiert die fällig werdenden Rückzahlungen nicht in neue Anleihen. In der Regel wirkt sich dieser Prozess positiv auf den US-Dollar aus.


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