• USD/JPY setzt den Rückgang fort und handelt nahe dem unteren Ende der Spanne, da sichere Häfen den Yen vor der Fed-Entscheidung unterstützen.
  • Handelskonflikte zwischen den USA und Japan sowie schwächere US-Wachstumsdaten und geopolitische Risiken dämpfen die Risikostimmung.
  • Technische Signale drehen bärisch, da das Paar unter wichtigen gleitenden Durchschnitten begrenzt ist und Momentum-Indikatoren auf weiteres Abwärtspotenzial hindeuten.

USD/JPY handelt am Dienstag schwächer und schwebt im Bereich von 142,00, da die Nachfrage nach sicheren Häfen den japanischen Yen stärkt. Die Risikoaversion hat zugenommen, da globale Investoren auf die erhöhte geopolitische Unsicherheit reagieren, einschließlich Spannungen im Nahen Osten, erneuten Handelskonflikten und sich verändernden Dynamiken der globalen Zentralbanken. Marktteilnehmer warten auf das Ergebnis der geldpolitischen Entscheidung der Federal Reserve am Mittwoch, wobei besonderes Augenmerk auf den Ton von Vorsitzendem Jerome Powells Leitlinien gelegt wird.

In Washington hielt US-Präsident Donald Trump eine gemeinsame Pressekonferenz mit dem kanadischen Premierminister Mark Carney ab, in der er die Notwendigkeit einer Neuverhandlung des USMCA herunterspielte und stattdessen auf breitere Handelsprioritäten fokussierte. Trumps Kommentare zu Chinas wirtschaftlichen Schwierigkeiten und den aktiven Verhandlungen seiner Regierung mit 17 Handelspartnern trugen zur Marktunruhe bei. In der Zwischenzeit bestätigte Finanzminister Scott Bessent, dass die USA Japans Antrag auf Zollerleichterungen formell abgelehnt haben und die Zölle von 10 % und 14 % auf japanische Exporte beibehalten werden. Japans Bemühungen um ein umfassendes Handelsabkommen bleiben ins Stocken geraten, was die Unsicherheit in den bilateralen Beziehungen erhöht.

Die US-Wirtschaftsdaten bieten weiterhin ein gemischtes Bild. Das Handelsbilanzdefizit im März weitete sich erheblich aus, was wahrscheinlich zu einer Abwärtsrevision der BIP-Zahlen für das erste Quartal beiträgt. Obwohl der ISM-Dienstleistungs-PMI im April von 50,8 auf 51,6 stieg, enttäuschten interne Komponenten wie Aktivität und Beschäftigung. Das GDPNow-Modell der Atlanta Fed prognostiziert nun ein Wachstum im zweiten Quartal von 1,1 %, ein starker Rückgang gegenüber früheren Prognosen. In der Zwischenzeit wird erwartet, dass die Fed die Zinssätze am Mittwoch stabil hält, aber der Markt wird Powells Pressekonferenz genau beobachten, um Hinweise auf den zukünftigen Zinspfad zu erhalten. Händler preisen derzeit eine Zinssenkung bis Juli und eine zweite bis zum Jahresende ein.

Japanische Daten bleiben spärlich, aber die Position des Landes in den US-Handelsgesprächen steht unter Beobachtung. Ohne Durchbruch in den Zollgesprächen sehen sich japanische Exporteure Gegenwind ausgesetzt, insbesondere in den Bereichen Autos und Metalle. Darüber hinaus unterstreicht ein geplanter Besuch von US-Agrarbeamten in Tokio die miteinander verbundene Natur der Handelsdiplomatie, da Washington in verschiedenen Sektoren Zugeständnisse anstrebt.

Technische Analyse

Aus technischer Sicht zeigt USD/JPY bärische Signale. Das Paar handelt derzeit nahe dem unteren Ende seiner täglichen Spanne (142,35 – 144,27) und ist um −0,88 % im Tagesverlauf gefallen. Der Relative Strength Index (RSI) bei 42,334 bleibt neutral, während der MACD ein mildes Kaufsignal gibt, was kurzfristigen Lärm erzeugt. Der Awesome Oscillator bei −1,680 ist jedoch flach, und der ADX (14) bei 28,468 bestätigt den steigenden Verkaufsdruck.

Wichtige gleitende Durchschnitte verstärken die bärische Aussicht weiter. Der 20-Tage-SMA bei 143,20, der 100-Tage bei 150,73 und der 200-Tage bei 149,67 zeigen alle nach unten. Kurzfristige Trendlinien, einschließlich des 10-Tage-EMA bei 143,41 und SMA bei 143,33, fungieren nun als Widerstand. Eine anhaltende Bewegung unter 142,00 könnte die Tür zu weiteren Verlusten öffnen, während nur ein Durchbruch über 144,00 den aktuellen Abwärtsmomentum abschwächen würde.

Mit geopolitischen Spannungen, gemischten US-Makrodaten und ungelösten Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und Japan, die die Stimmung belasten, bleibt USD/JPY kurzfristig anfällig. Die Kommunikation der Fed am Mittwoch wird ein entscheidender Faktor dafür sein, ob dieser Abwärtstrend sich vertieft oder stabilisiert.

Tageschart

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