Während der europäischen Handelszeit am Freitag gab es Äußerungen von mehreren Vertretern der Europäischen Zentralbank (EZB) zur aktuellen Lage und den Aussichten für Inflation und Zinssätze. Auch einige Mitglieder sprachen über die wahrscheinlichen Folgen des externen Umfelds für die Eurozone und die Geldpolitik.

EZB-Politiker und Gouverneur der Banque de France François Villeroy de Galhau

Die EZB hat kein FX-Ziel, aber es ist wichtig für die Aktivität.

Wir sind bei der Inflation in einer guten Position.

Die Risiken für die Inflation auf der Unterseite sind wahrscheinlich bedeutender.

EZB-Vertreter und Gouverneur der Finnischen Zentralbank Olli Rehn

Bei unserem nächsten Treffen im März werden wir neue Daten und ein Update der EZB-Prognosen erhalten, die es uns ermöglichen werden, unsere Einschätzung des Wachstumsimpulses und der Inflationsdynamik im Euro-Raum zu verfeinern.

Wir müssen alle darauf vorbereitet sein, dass geopolitische Entwicklungen weiterhin neue Überraschungen bringen können, wir müssen bereit sein, darauf zu reagieren.

EZB-Mitglied und Gouverneur der Bank von Spanien José Luis Escrivá

Die Inflation liegt im Ziel, die Erwartungen sind verankert.

EZB-Politiker und Gouverneur der Bank von Griechenland Yannis Stournaras

Wir überwachen die Wechselkurse.

Wir befinden uns in einem stabilen Gleichgewicht.

Wir sind in Europa ziemlich zuversichtlich.

Der Anstieg des Euro war nicht dramatisch.

Marktreaktion

Es scheint keinen wesentlichen Einfluss der Kommentare mehrerer EZB-Mitglieder auf den Euro (EUR) zu geben. Das Paar EUR/USD handelt seit Beginn der europäischen Handelszeit weitgehend seitwärts um 1,1800 und hält frühe Gewinne.

EZB - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.

In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.

Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.

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