Elon Musk, Vorstandschef von SpaceX, hat eine Neuausrichtung der Unternehmensprioritäten angekündigt. Demnach soll der Fokus kurzfristig stärker auf dem Aufbau einer „selbst wachsenden Stadt“ auf dem Mond liegen, während bemannte Missionen zum Mars zunächst in den Hintergrund treten.
Musk begründete den Schritt mit der höheren Umsetzbarkeit eines Mondprojekts innerhalb der kommenden zehn Jahre. Im Vergleich zu einer Marsbesiedlung biete der Erdtrabant deutliche Vorteile bei Startfenstern und Reisedauer. Flüge zum Mond seien etwa alle zehn Tage möglich und dauerten rund zwei Tage. Marsmissionen hingegen seien von der planetaren Konstellation abhängig, die sich nur etwa alle 26 Monate ergebe, und erforderten monatelange Reisezeiten.
Ungeachtet der Anpassung hält SpaceX an seinem langfristigen Ziel fest, den Mars zu kolonisieren. Aktuell konzentriert sich das Unternehmen jedoch verstärkt auf seine Beteiligung am Artemis-Programm der NASA. SpaceX verfügt über einen Auftrag im Volumen von knapp drei Milliarden US-Dollar zur Entwicklung der Mondlandefähre für Artemis III. Grundlage ist das Starship-Raumfahrzeug.
Das Starship befindet sich weiterhin in einer frühen Testphase. Ein vollständig abgeschlossener orbitaler Flug steht noch aus. Nach Einschätzung des Unternehmens könnte eine stärkere Ausrichtung auf Mondmissionen dennoch einen zeitnäheren und wirtschaftlich tragfähigeren Zwischenschritt auf dem Weg zu späteren Marsvorhaben darstellen.
Die Prioritätsverschiebung unterstreicht die strategische Flexibilität von SpaceX in einem sich dynamisch entwickelnden Raumfahrtmarkt.
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