- NZD/USD fällt in der asiatischen Sitzung am Freitag auf etwa 0,5620.
- Chinas Handelsüberschuss belief sich im Oktober auf 90,07 Milliarden US-Dollar, nach 90,45 Milliarden US-Dollar im September und verfehlte die Erwartungen.
- Anzeichen von Schwäche in den US-Umfragen des privaten Sektors könnten die Fed dazu veranlassen, die Zinsen bei der Sitzung im Dezember zu senken.
Das NZD/USD-Paar zieht während der asiatischen Handelsstunden am Freitag einige Verkäufer in der Nähe von 0,5620 an. Der Neuseeland-Dollar (NZD) schwächt sich gegenüber dem US-Dollar (USD) nach einer Verengung des Handelsüberschusses Chinas im Oktober und einem schwachen Arbeitsmarktbericht aus Neuseeland. Die Händler bereiten sich auf die vorläufige U-Mich-Verbraucherstimmungsumfrage später am Freitag vor.
Die am Freitag von der General Administration of Customs der Volksrepublik China veröffentlichten Daten zeigten, dass Chinas Handelsüberschuss im Oktober bei 90,07 Milliarden US-Dollar lag, gegenüber 90,45 Milliarden US-Dollar zuvor. Diese Zahl lag unter der Prognose von 95,60 Milliarden US-Dollar.
In der Zwischenzeit stiegen die Exporte im Oktober um 1,1% im Jahresvergleich, was die Erwartungen eines Anstiegs um 3,0% verfehlte. Die Importe stiegen im Oktober um 1,0% im Jahresvergleich, verglichen mit 7,4% im September, was unter dem Marktkonsens von 3,2% lag. Eine Verengung des Handelsüberschusses Chinas im Oktober könnte den China-Proxy Kiwi belasten, da China ein wichtiger Handelspartner für Neuseeland ist.
Darüber hinaus stieg die Arbeitslosenquote Neuseelands im dritten Quartal (Q3) auf 5,3%, den höchsten Stand seit 2016. Der schwache Arbeitsmarktbericht machte die Sache für eine Zinssenkung durch die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) in diesem Monat klar, was den NZD unter Verkaufsdruck setzte. Die meisten Ökonomen erwarten eine weitere Senkung um 25 Basispunkte (bps) bei der letzten Sitzung des Jahres am 26. November.
Die US-Challenger-Arbeitsmarktdaten zeigten einen Anstieg der Stellenstreichungen in den USA, was auf eine mögliche Abkühlung der Arbeitsmarktbedingungen in den USA hindeutet. Der Challenger-Bericht zeigte, dass Unternehmen im Oktober über 150.000 Stellen abbauten, was den größten Rückgang für den Monat seit über 20 Jahren markiert.
Die Händler erhöhten die Wetten auf eine Zinssenkung nach den US-Challenger-Arbeitsmarktdaten, was den Greenback gegenüber dem NZD belastete. Der Handel mit Fed Funds Futures impliziert eine 70%ige Wahrscheinlichkeit für eine Senkung bei der nächsten Sitzung der US-Notenbank, gegenüber 62% Wahrscheinlichkeit einen Tag zuvor, laut dem CME FedWatch Tool.
Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.
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