• NZD/USD-Bullen bleiben angesichts des vorsichtigen Ausblicks der RBNZ an der Seitenlinie.
  • Sinkende US-Anleiherenditen halten den USD in der Defensive und stützen das Hauptwährungspaar.
  • Die hawkische Haltung der Fed und geopolitische Risiken dürften dazu beitragen, tiefere USD-Verluste zu begrenzen.

Das Währungspaar NZD/USD tut sich schwer, aus den bescheidenen Erholungsgewinnen des Vortags Kapital zu schlagen, und gibt im asiatischen Handel am Freitag leicht nach. Die Spotpreise halten sich jedoch über dem am Mittwoch erreichten Tief seit dem 9. Juli und notieren derzeit im Bereich von 0,5730, nahezu unverändert gegenüber dem Vortag.

Die vorsichtige Haltung der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) steht dem besser als erwartet ausgefallenen inländischen BIP-Bericht vom Donnerstag entgegen und gilt als ein wesentlicher Faktor für die relative Underperformance des neuseeländischen Dollar (NZD). Unterdessen tut sich der US-Dollar (USD) schwer, Käufer anzulocken, da die US-Anleiherenditen angesichts nachlassender Sorgen über eine außer Kontrolle geratene Inflation infolge eines leichten Rückgangs der Rohölpreise weiter von Mehrjahreshochs zurückgehen. Das Zusammentreffen dieser divergierenden Kräfte hält wiederum bärische Händler davon ab, aggressive Wetten einzugehen, und wirkt als Rückenwind für das Währungspaar NZD/USD.

Das Abwärtspotenzial des USD scheint jedoch angesichts des hawkishen Ausblicks der Federal Reserve (Fed) begrenzt. Tatsächlich hob die US-Notenbank am Mittwoch zum Abschluss der Sitzung im September erstmals seit mehr als drei Jahren die Zinsen an. Zudem zeigte der sogenannte Dot Plot, dass Fed-Vertreter in diesem Jahr mit einer weiteren Zinserhöhung rechnen. Hinzu kommt, dass inflationsbedingte Sorgen im Zusammenhang mit dem Ölpreis die Aussichten auf weitere Straffungen durch die Fed stützen, was zusammen mit anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten dem sicheren Hafen Dollar Rückenwind verleiht und das Währungspaar NZD/USD deckeln dürfte.

Händler blicken nun auf die am Freitag anstehenden US-Makrodaten zweiter Reihe – Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung. Abgesehen davon werden Reden einflussreicher FOMC-Mitglieder und weitere Entwicklungen rund um die Krise im Nahen Osten den USD bewegen und dem Währungspaar NZD/USD etwas Impuls verleihen. Dennoch steuern die Spotpreise auf deutliche Verluste in der vierten Woche in Folge zu. Zudem scheint der oben genannte fundamentale Hintergrund zugunsten der USD-Bullen geneigt zu sein, was darauf hindeutet, dass jeder nennenswerte Erholungsversuch eher zum Verkauf genutzt werden dürfte.

Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.

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Der US Dollar (USD) beendet den Donnerstag schwächer. Der US-Dollar-Index (DXY) bewegt sich knapp über der Marke von 100,00, nachdem er zu Beginn der Woche auf ein Siebenwochenhoch gestiegen war. Die Seitwärtsbewegung folgt auf die Entscheidung der Federal Reserve (Fed) vom Mittwoch, die Zinsen zum ersten Mal seit 2023 anzuheben.

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