- NZD/USD stürzt im frühen asiatischen Handel am Montag auf nahe 0,5790 ab.
- Dovische Zinserhöhung der RBNZ belastet den neuseeländischen Dollar.
- Die Zinsentscheidung der Fed wird am Mittwoch im Fokus stehen.
Das Paar NZD/USD fällt während der frühen asiatischen Handelsstunden am Montag auf rund 0,5790. Der neuseeländische Dollar (NZD) schwächt sich gegenüber dem US-Dollar (USD) nach einer dovischen Zinserhöhung der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) ab. Händler stellen sich auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) später am Mittwoch ein.
Die neuseeländische Zentralbank hat Anfang dieses Monats eine dovische Zinserhöhung vorgenommen und den Official Cash Rate (OCR) um 25 Basispunkte (bps) auf 2,75% angehoben. Die RBNZ erklärte, dass der aktuelle Zinssatz weiterhin akkommodierend sei, und die Bank sich auf eine "schrittweise Rücknahme der geldpolitischen Stimuli" konzentriere.
Ökonomen erwarten weithin mindestens eine weitere Zinserhöhung vor Jahresende, wahrscheinlich im Dezember. Der vorsichtige Ton und der Forward Guidance der RBNZ haben die Markterwartungen für einen aggressiven Straffungszyklus gedämpft, was den Kiwi unter gewissen Verkaufsdruck setzt.
Alle Augen richten sich am Mittwoch auf die geldpolitische Sitzung der Fed. Die Märkte haben ihre Erwartungen nach heißen US-Inflationsdaten angepasst, wobei kurzfristige Zins-Futures laut CME FedWatch Tool nun eine Wahrscheinlichkeit von nahezu 86,2% für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte einpreisen.
Händler werden die Pressekonferenz von Fed-Chef Kevin Warsh genau verfolgen, um Hinweise auf den künftigen geldpolitischen Kurs zu erhalten. Jegliche überraschend dovischen Kommentare von Warsh könnten den Greenback kurzfristig gegenüber dem NZD unter Druck setzen.
Das Momentum im neuseeländischen verarbeitenden Gewerbe kühlt ab, stützt den Kiwi aber weiterhin
BNYs Geoff Yu weist darauf hin, dass sich der neuseeländische verarbeitende Sektor trotz eines leichten Momentumverlusts im August weiterhin im Expansionsbereich befindet. Er merkt an, dass der EMI für das verarbeitende Gewerbe „im August auf 53,1 Punkte von 54,3 im Juli fiel, aber damit im 13. Monat in Folge über der Expansionsschwelle von 50 Punkten blieb, was auf ein anhaltendes Wachstum des Sektors hindeutet.“ Diese anhaltende Expansionsphase, selbst wenn der Hauptindex nachgibt, unterstreicht die anhaltende Widerstandsfähigkeit der neuseeländischen Industrie in einer Zeit erhöhter Lebenshaltungskosten und geopolitischer Gegenwinde, ein Hintergrund, der dem neuseeländischen Dollar weiterhin etwas Unterstützung bieten könnte.
Technische Analyse: NZD/USD behält unter dem 100-Tage-SMA einen bärischen Ton bei
Im Tages-Chart setzt NZD/USD seinen Rückgang unter den 100-Tage Simple Moving Average (SMA) und den mittleren SMA der Bollinger Bands fort, die nun als Widerstand oberhalb des Kurses fungieren und eine bärische kurzfristige Tendenz unterstreichen. Der Kurs hält sich knapp über dem unteren Bollinger Band, während der Relative Strength Index (14) bei 35,7 nahe dem überverkauften Bereich verharrt, was darauf hindeutet, dass der Verkaufsdruck anhält, das Abwärtsmomentum jedoch nachlassen könnte, da das Paar die untere Grenze seines jüngsten Volatilitätskanals testet.
Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung beim unteren Bollinger Band bei 0,5782, wobei ein nachhaltiger Durchbruch den Weg für weitere Verluste in Richtung der mittleren 0,57er-Marke öffnen würde. Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim 100-Tage-SMA bei 0,5840, gefolgt vom mittleren Bollinger Band bei 0,5895; erst ein Tagesschluss über diesen gebündelten Barrieren würde den aktuellen bärischen Ton allmählich abschwächen, wobei das obere Bollinger Band nahe 0,6005 eine weiter entfernte Begrenzung für jede korrigierende Erholung markiert.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.
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Das sollten Sie am Freitag, den 11. September, im Blick behalten:
Der US-Dollar stabilisiert sich in der frühen europäischen Sitzung am Freitag, nachdem er am Donnerstag gegenüber seinen Rivalen an Stärke gewonnen hatte. Die Daten zum Verbraucherpreisindex für August aus den Vereinigten Staaten, die die Markterwartungen hinsichtlich des nächsten geldpolitischen Schritts der Federal Reserve beeinflussen könnten, werden von den Marktteilnehmern in der zweiten Tageshälfte genau beobachtet werden. Auf dem US-Wirtschaftskalender steht außerdem der vorläufige Consumer Sentiment Index der University of Michigan für September.