- USD/JPY gewinnt etwas an positiver Dynamik, da Wetten auf eine Zinserhöhung der Fed und Spannungen im Nahen Osten den USD stützen.
- Eine hawkische Neubewertung des Straffungspfads der BoJ sollte den JPY stützen und die Gewinne der Spotpreise begrenzen.
- Händler könnten sich zudem vor den geldpolitischen Entscheidungen der Fed und der BoJ im Laufe dieser Woche an den Seitenlinien positionieren.
Das Paar USD/JPY zieht zu Beginn einer neuen Woche einige Käufer an und steigt während der asiatischen Sitzung in Richtung der Marke von 154,00, womit es einen Teil der Verluste vom Freitag wieder ausgleicht. Die Spotpreise bleiben jedoch in einer Spanne gefangen, die seit etwa einer Woche Bestand hat, und in Schlagdistanz zu einem fast Siebenmonatstief, das am vergangenen Dienstag erreicht wurde, da Händler auf die wichtigen Zentralbankereignisse dieser Woche warten.
Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) und die Bank of Japan (BoJ) steuern auf richtungsweisende geldpolitische Sitzungen am 15.–16. September bzw. 17.–18. September 2026 zu. Die jüngsten US-Inflationsdaten, die letzte Woche veröffentlicht wurden, bestätigten die Markterwartungen, dass die Fed die Kreditkosten am Mittwoch anheben wird. Hinzu kommt, dass eine weitere Eskalation der Spannungen zwischen den USA und dem Iran den sicheren Hafen US-Dollar (USD) stützt, was wiederum als Rückenwind für das Paar USD/JPY gesehen wird.
In den jüngsten Entwicklungen erklärten die von Iran unterstützten Houthi-Kämpfer im Jemen, dass sie mit Drohnen und Raketen einen Militärstützpunkt im Süden Saudi-Arabiens angegriffen hätten. Zudem wurde am frühen Sonntag ein iranisches Frachtschiff in der Straße von Hormus getroffen, während ein geplantes regionales Treffen zwischen den Golfstaaten und dem Iran zur Straße von Hormus verschoben wurde. Dies hält die geopolitische Risikoprämie im Spiel, was sich als ein weiterer Faktor zugunsten des sicheren Hafens Greenback erweist.
Allerdings könnte eine stärker hawkische Neubewertung des geldpolitischen Straffungspfads der BoJ den japanischen Yen (JPY) weiterhin stützen und das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen. Tatsächlich haben Händler eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte (bps) im Laufe dieser Woche vollständig eingepreist und weisen einer weiteren Anhebung im Dezember eine hohe Wahrscheinlichkeit zu. Die Erwartungen gewannen an Dynamik, nachdem BoJ-Mitglied Kazuyuki Masu letzte Woche sagte, die zugrunde liegende Inflation nähere sich 2% und der Leitzins liege weiterhin unter dem neutralen Zinssatz.
USD/JPY Tages-Chart
Technische Analyse
Das Paar USD/JPY behält unterhalb des 38,2%-Fibonacci-Retracement-Levels und der horizontalen Unterstützungsmarke bei 155,30-155,20 eine bärische kurzfristige Tendenz bei. Nur eine deutliche Erholung zurück über diesen Bereich würde den derzeitigen Abwärtsdruck allmählich lindern.
Auf der Abwärtsseite liegt die unmittelbare Unterstützung nun beim 50%-Retracement bei 152,00, vor dem tieferen 61,8%-Niveau bei 149,17. Ein nachhaltiger Bruch unter 149,17 würde das 78,60%-Retracement bei 145,14 freilegen.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.
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Das sollten Sie am Freitag, den 11. September, im Blick behalten:
Der US-Dollar stabilisiert sich in der frühen europäischen Sitzung am Freitag, nachdem er am Donnerstag gegenüber seinen Rivalen an Stärke gewonnen hatte. Die Daten zum Verbraucherpreisindex für August aus den Vereinigten Staaten, die die Markterwartungen hinsichtlich des nächsten geldpolitischen Schritts der Federal Reserve beeinflussen könnten, werden von den Marktteilnehmern in der zweiten Tageshälfte genau beobachtet werden. Auf dem US-Wirtschaftskalender steht außerdem der vorläufige Consumer Sentiment Index der University of Michigan für September.