- USD/CAD startet positiv in die neue Woche, doch es fehlt an Anschlusskäufen.
- Sorgen vor einem Handelskrieg zwischen den USA und Kanada sowie fallende Ölpreise belasten den Loonie und geben Unterstützung.
- Ein schwacher USD begrenzt weitere Gewinne, da die Spannungen zwischen den USA und dem Iran den geopolitischen Risikoaufschlag in Spiel halten.
Das Paar USD/CAD tut sich schwer, die bullishe Eröffnungslücke am Montag auszunutzen, behält jedoch angesichts der Sorgen über einen sich verschärfenden Handelskrieg zwischen den USA und Kanada eine intraday positive Tendenz bei. Die Spotpreise handeln derzeit knapp unter der Marke von 1,3800, was einem Tagesplus von fast 0,30% entspricht, und haben vorerst offenbar eine dreitägige Verlustserie bis auf ein am Freitag erreichtes Drei-Monats-Tief beendet.
Die USA verhängten am Samstag 50% Zölle auf kanadische Waren im Wert von 20 Mrd. USD, nachdem die Handelsgespräche zwischen den beiden Ländern am Freitag gescheitert waren. Als Reaktion darauf erklärte der kanadische Premierminister Mark Carney, dass das Land ab dem 8. September eigene Vergeltungszölle erheben werde. Dies sowie ein moderater Pullback bei den Rohölpreisen belasten den rohstoffgebundenen Loonie und wirken als Rückenwind für das Paar USD/CAD.
Der US-Dollar (USD) hingegen verharrt nahe seinem niedrigsten Stand seit mehr als drei Monaten, da die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank (Fed) abnimmt. Darüber hinaus kündigte das US-Finanzministerium vergangene Woche an, dass es ab September die Rückkaufoperationen für langfristige Staatsschulden mindestens verdoppeln werde, was einen Rückgang der US-Anleiherenditen auslöste. Dies belastet den USD zusätzlich und begrenzt das Paar USD/CAD.
An der geopolitischen Front wird der US-Finanzminister Scott Bessent am Montag auf einer Pressekonferenz die nach seinen Worten härtesten Sanktionen in der Geschichte gegen den Iran ankündigen. Der Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats des Iran, Mohsen Rezaei, reagierte mit der Warnung, dass die Islamische Republik sämtliche Ölexporte durch die Straße von Hormus und überall sonst im Persischen Golf einstellen werde, falls der Wirtschaftskrieg weitergehe.
Rezaei fügte hinzu, dass jedes Land, das sich an den US-Sanktionen beteilige, als Kriegshandlung gegen den Iran behandelt werde, wodurch der Kriegsrisikoaufschlag in Spiel bleibt. Dies könnte den Rohölpreisen und dem sicheren Hafen USD Rückenwind verleihen und mahnt zur Vorsicht, bevor aggressive direktionale Wetten auf das Paar USD/CAD eingegangen werden. Daher ist ein starker Anschlusskauf erforderlich, um zu bestätigen, dass die Spotpreise kurzfristig ihren Boden gefunden haben.
USD/CAD Tageschart
Technische Analyse
Das Paar USD/CAD behält unter dem 200-Tage-Simple Moving Average (SMA) bei 1,3844 eine bärische kurzfristige Tendenz bei. Diese Hürde dürfte jede Erholung über das 61,8%-Fibonacci-Retracement des Anstiegs von Mai bis Juni bei 1,3815 begrenzen. Eine anhaltende Stärke könnte die Spotpreise jedoch auf das 50%-Retracement bei 1,3897 heben, wobei davor tiefere Barrieren bei 1,3980 und dem 23,6%-Niveau bei 1,4081 sowie der Bereich des Zyklushochs nahe 1,4246 liegen. Auf der Unterseite wird die erste Unterstützung beim 78,6%-Retracement bei 1,3698 gesehen, vor dem Bereich des vorherigen Swing-Tiefs um 1,3549, wo Käufer versuchen könnten, weitere Verluste zu begrenzen, falls sich der aktuelle Abwärtsdruck ausweitet.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.
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