Die Konjunkturdaten aus der Eurozone haben im zweiten Quartal positiv überrascht. Sowohl das Bruttoinlandsprodukt (BIP) als auch die Einkaufsmanagerindizes (PMI) fielen stärker aus als erwartet und deuten laut Rabobank-Devisenstrategin Jane Foley darauf hin, dass sich die Wirtschaft trotz höherer Energiepreise und Lieferengpässe widerstandsfähig zeigt. Allerdings warnt Foley vor neuen Belastungsfaktoren. Das Scheitern der Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran, die Aussicht auf weitere Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB), der Wettbewerb aus China und die Abkühlung am deutschen Arbeitsmarkt könnten das Wachstum bremsen und damit auch das Aufwärtspotenzial des Euro (EUR) begrenzen. Besonders der private Konsum könnte darunter leiden.

Robustes Wachstum trifft auf neue Belastungen

"Die Wirtschaft der Eurozone ist im zweiten Quartal mit 0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal stärker gewachsen als erwartet. Die mittlere Prognose hatte lediglich bei 0,2 Prozent gelegen."

"Trotz höherer Energiepreise und Lieferengpässe infolge der (nahezu vollständigen) Schließung der Straße von Hormus scheint die Wirtschaft der Eurozone die Belastungen besser verkraftet zu haben als erwartet."

"Das Scheitern dieser Vereinbarung bringt eindeutig Abwärtsrisiken für das Wachstum und zugleich Aufwärtsrisiken für die Inflation mit sich."

"Die bereinigte Arbeitslosenquote in Deutschland stieg im Juli leicht auf 6,4 Prozent, nach 6,3 Prozent im Juni. Damit erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen auf unbereinigter Basis auf mehr als drei Millionen."

"Die Abkühlung am Arbeitsmarkt hat zu einer deutlichen Verlangsamung beim Wachstum der realen Arbeitnehmerentgelte geführt. Nach Einschätzung von RaboResearch deutet dies darauf hin, dass die Konsumausgaben im weiteren Jahresverlauf stagnieren könnten."

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