• GBP/JPY steigt, da struktureller Gegenwind die Unterstützung durch die jüngste Intervention überwiegt.
  • Niedrige japanische Zinssätze halten Yen-finanzierte Carry Trades attraktiv.
  • Die BIP-Daten des Vereinigten Königreichs für das zweite Quartal könnten den nächsten Katalysator für das Währungspaar liefern.

GBP/JPY legt am Montag leicht zu, da der japanische Yen (JPY) im gesamten G10-Währungsraum schwächer abschneidet, wobei struktureller Gegenwind die Wirkung der jüngsten Intervention begrenzt. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert das Währungspaar bei rund 214,70 und damit 0,85% höher als am Tag.

Auch die japanischen Daten boten dem Yen kaum Unterstützung, da die Leistungsbilanz im Juni überraschend ins Defizit rutschte und damit erstmals seit 17 Monaten ein Fehlbetrag verzeichnet wurde.

Japan intervenierte zwischen Ende April und Anfang Mai dreimal, bevor es Ende Juli mit zwei weiteren Maßnahmen wieder am Markt aktiv wurde, darunter ein seltener koordinierter Schritt mit den Vereinigten Staaten (US).

Die jüngste Maßnahme erfolgte, nachdem der Yen gegenüber dem US-Dollar (USD) auf ein 40-Jahres-Tief gefallen war, während GBP/JPY auf Niveaus stieg, die zuletzt 2008 gesehen wurden. Beide Länder haben gewarnt, dass sie bei Bedarf erneut intervenieren könnten.

Die Intervention hat dem Yen jedoch keine nachhaltige Unterstützung verschafft, da Japans geld- und fiskalpolitische Ausrichtung den Ausblick weiterhin eintrübt. Obwohl die Bank of Japan (BoJ) sich von ihrer jahrzehntelangen ultralockeren Politik entfernt und mit Zinserhöhungen begonnen hat, verläuft die Straffung nur langsam. Die japanischen Zinssätze bleiben im Vergleich zu anderen großen Volkswirtschaften relativ niedrig, was Yen-finanzierte Carry Trades attraktiv hält.

Auf der fiskalischen Seite sorgen Japans Schuldenquote von bereits über 200% des BIP sowie die expansiven Maßnahmen von Premierminister Sanae Takaichi und die vorgeschlagenen Steuersenkungen für Bedenken hinsichtlich der langfristigen Schuldentragfähigkeit.

Unterdessen stellen die aufgrund des Krieges im Nahen Osten erhöhten Ölpreise eine weitere kurzfristige Herausforderung dar, da Japan stark von Energieimporten abhängig ist.

Auf britischer Seite haben sich die politischen Risiken seit dem Amtsantritt von Andy Burnham als Premierminister verringert, doch die fiskalischen Pläne seiner Regierung bleiben vor dem Haushaltsplan am 28. Oktober unklar. Es wird erwartet, dass die Bank of England (BoE) die Zinssätze in den kommenden Monaten unverändert lässt, da die inflationären Auswirkungen höherer Ölpreise bislang begrenzt geblieben sind. Die Zentralbank könnte jedoch handeln, falls der Preisdruck hartnäckiger wird.

Da keine größeren japanischen Konjunkturdaten mehr im Kalender stehen, richten Händler ihre Aufmerksamkeit am Donnerstag auf die vorläufigen BIP-Daten des Vereinigten Königreichs für das zweite Quartal.

Japanischer Yen - heute

Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Japanischer Yen (JPY) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Japanischer Yen war am stärksten gegenüber dem Japanischer Yen.

USD EUR GBP JPY CAD AUD NZD CHF
USD 0.08% -0.08% 0.75% 0.09% 0.17% 0.23% 0.21%
EUR -0.08% -0.16% 0.66% 0.03% 0.08% 0.14% 0.13%
GBP 0.08% 0.16% 0.84% 0.17% 0.27% 0.31% 0.30%
JPY -0.75% -0.66% -0.84% -0.67% -0.60% -0.57% -0.53%
CAD -0.09% -0.03% -0.17% 0.67% 0.01% 0.16% 0.12%
AUD -0.17% -0.08% -0.27% 0.60% -0.01% 0.05% 0.06%
NZD -0.23% -0.14% -0.31% 0.57% -0.16% -0.05% 0.00%
CHF -0.21% -0.13% -0.30% 0.53% -0.12% -0.06% -0.00%

Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Japanischer Yen aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als JPY (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.

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