- EUR/USD handelt über dem Einmonatstief, da die politische Krise in Frankreich das Anlegervertrauen erschüttert.
- Die US-Regierungsstilllegung stört wichtige Datenveröffentlichungen und hält die Händler in Atem.
- Fed-Redner im Fokus, während die Entscheidungsträger die Inflationsrisiken betonen, trotz Anzeichen eines abkühlenden Arbeitsmarktes.
Der Euro (EUR) steht am Dienstag unter Druck und rutscht in Richtung eines Einmonatstiefs gegenüber dem US-Dollar (USD), da die sich vertiefende politische Turbulenz in Frankreich die Risikoaversion an den europäischen Märkten anheizt. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts handelt EUR/USD bei etwa 1,1672 und stabilisiert sich etwas nach früheren Verlusten.
Der französische Premierminister Sébastien Lecornu trat am Montag zurück, nur wenige Wochen nach seinem Amtsantritt, was die politische Krise des Landes vertieft und den Druck auf Präsident Emmanuel Macron erhöht. Macron hat den scheidenden Premierminister gebeten, bis Mittwochabend im Amt zu bleiben, um „abschließende Verhandlungen“ mit den politischen Parteien zu führen, um eine Plattform für Maßnahmen und Stabilität für das Land zu definieren.
Der Rücktritt hat Macrons wachsende politische Isolation hervorgehoben, da ehemalige Verbündete, darunter der Ex-Premierminister Édouard Philippe, ihn aufgefordert haben, vorgezogene Wahlen einzuberufen.
Unterdessen erhält der Greenback Unterstützung aus der politischen Turbulenz in Frankreich, da Anleger sicherere Anlagen suchen. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Korb wichtiger Währungen abbildet, schwebt bei etwa 98,40 und liegt damit fast 0,30% im Plus, was den stärksten Stand seit dem 25. September markiert.
Die erneute Nachfrage nach dem Greenback unterstreicht die Vorsicht auf dem Markt, da Händler darauf wetten, dass der US-Dollar angesichts globaler politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten widerstandsfähig bleibt. Die anhaltende US-Regierungsstilllegung stört jedoch bereits die Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten und fügt den Märkten eine weitere Risikostufe hinzu.
Während der Greenback weiterhin sichere Hafenströme anzieht, sind die Händler vorsichtig, dass die Störung, kombiniert mit den zunehmenden Erwartungen an weitere Zinssenkungen durch die Federal Reserve (Fed) bei den bevorstehenden geldpolitischen Sitzungen im Oktober und Dezember, die Fähigkeit des US-Dollars, seine jüngsten Gewinne auszubauen, einschränken könnte.
In der Zukunft werden die Märkte die bevorstehenden Äußerungen von Fed-Vertretern genau beobachten, um Signale zur geldpolitischen Ausrichtung zu erhalten. Die Entscheidungsträger haben betont, dass die Inflation über dem Ziel von 2% bleibt und dass die Zentralbank ihr duales Mandat sorgfältig ausbalancieren muss, bevor sie sich zu weiteren geldpolitischen Lockerungen verpflichtet.
Wirtschaftsindikator
FOMC Mitglied Kashkari Rede
Neel Kashkari wurde am 1. Januar 2016 der 13. Präsident und Chief Executive Officer des 9. Bezirks der Fed, Minneapolis. Im Jahr 2017 ist er stimmberechtigtes Mitglied der FOMC.
Mehr lesenNächste Veröffentlichung: Di Okt. 07, 2025 15:30
Häufigkeit: Unregelmäßig
Prognose: -
Vorher: -
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