Bitcoin (BTC) notiert am Dienstag unter 124.000 US-Dollar, nachdem die Kryptowährung am Vortag ein neues Allzeithoch von 126.199 US-Dollar erreicht hatte. Starke Zuflüsse in US-notierte Spot-Bitcoin-ETFs stützen weiterhin die Nachfrage. Analysten warnen jedoch, dass kurzfristige Rücksetzer möglich sind – auch wenn der Ausblick für das vierte Quartal insgesamt positiv bleibt.

Institutionelle Nachfrage nach Bitcoin zieht weiter an

Nach Daten von SoSoValue (siehe Grafik unten) startete die Woche mit deutlichem Kapitalzufluss: Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten am Montag Zuflüsse von insgesamt 1,21 Milliarden US-Dollar – der sechste Tag in Folge seit dem 29. September mit Nettozuflüssen. In der Vorwoche beliefen sich die ETF-Zuflüsse auf 3,24 Milliarden US-Dollar – der höchste Wert des Jahres 2025 und der zweithöchste jemals gemessene Wert.

Citadel-Gründer Ken Griffin sagte am Montag gegenüber Bloomberg, Anleger würden sich im Rahmen eines „Entwertungs-Trades“ verstärkt Gold, Silber und Bitcoin zuwenden, also Vermögenswerten, die als sicherer gelten als der US-Dollar – eine Entwicklung, die er als „wirklich besorgniserregend“ bezeichnete.

Er warnte vor einer „erheblichen Vermögensinflation abseits des Dollars“, da Investoren begännen, ihre Portfolios zu ent-dollarisieren und das Engagement in US-Staatsrisiken zu reduzieren.

Einige Anleger nehmen Gewinne mit

On-Chain-Daten zeigen, dass Bitcoin-Investoren bei den neuen Rekordständen Gewinne realisieren. Laut Santiments Kennzahl „Network Realized Profit/Loss“ (NPL), die den täglichen ROI auf Netzwerkebene anhand der Transaktionsvolumina berechnet, verzeichnen starke Ausschläge des NPL in der Regel Gewinnmitnahmen. Dagegen deuten starke Rückgänge auf Verluste und mögliche Panikverkäufe hin.

Am Sonntag und Montag zeigte die Kennzahl mehrere deutliche Ausschläge nach oben – ein Hinweis darauf, dass viele Anleger ihre Bestände mit Gewinn verkaufen, was den Verkaufsdruck erhöht.

BTC NPL chart. Source: Santiment

BTC NPL-Chart. Quelle: Santiment

Ein Analyst von Bitfinex sagte gegenüber FXStreet: „Aufgrund der engen Korrelation mit den traditionellen Finanzmärkten, dem allgemeinen Liquiditätszyklus und der Saisonalität des Optionsmarktes neigt der Kryptomarkt historisch dazu, sich im Oktober nach schwachen Septembermonaten zu erholen.“

Bitcoin-Kursprognose: Neues Rekordhoch bei 126.199 Dollar

Bitcoin startete positiv in die Woche und erreichte am Montag ein neues Allzeithoch von 126.199 US-Dollar, nachdem der Kurs in der Vorwoche bereits um mehr als 10 Prozent gestiegen war. Am Dienstagvormittag notiert BTC leicht schwächer bei rund 123.811 US-Dollar.

Setzt sich der Aufwärtstrend fort, könnte die Rallye bis zur psychologisch wichtigen Marke von 130.000 US-Dollar führen.

Der Relative Strength Index (RSI) liegt im Tageschart derzeit bei 69 – ein Rückgang aus dem überkauften Bereich vom Montag. Er zeigt nach unten und signalisiert eine mögliche Abschwächung der Aufwärtsdynamik sowie eine bevorstehende Konsolidierung.

BTC/USDT daily chart 

BTC/USDT-Tageschart

Sollte Bitcoin hingegen in eine Korrektur übergehen, liegt die nächste wichtige Unterstützung bei rund 120.000 US-Dollar.

Der Analyst ergänzte, dass der Oktober – im Krypto-Jargon oft „Uptober“ genannt – in neun der vergangenen elf Jahre positive Renditen gebracht habe, mit durchschnittlichen Zuwächsen von rund 21 Prozent. Das vierte Quartal sei traditionell die stärkste Phase für Bitcoin gewesen, mit durchschnittlichen Erträgen von fast 80 Prozent. Zwar seien kleinere Korrekturen nicht ausgeschlossen, doch der Gesamttrend spreche für ein starkes Schlussquartal. Die Rahmenbedingungen blieben günstig: eine vorsichtige US-Notenbank, nachlassende Inflation, neue ETF-Zuflüsse und stabile On-Chain-Daten. All dies deute darauf hin, dass die Korrekturphase weitgehend überstanden sei.


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