- EUR/USD hält sich über 1,1400, während Händler auf die Pressekonferenz von Warsh warten.
- Fed belässt die Zinsen unverändert, doch drei Gegenstimmen befürworten eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte.
- Erklärung hebt solides Wachstum, einen robusten Arbeitsmarkt und das Bekenntnis zur Preisstabilität hervor.
Die Gemeinschaftswährung sprang nach oben, nachdem die Federal Reserve (Fed) die Zinsen mit 9 zu 3 Stimmen unverändert ließ. Drei Gegenstimmen unterstützten eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte. Der EUR/USD handelt volatil über 1,1420 und liegt 0,3% im Plus.
EUR/USD handelt uneinheitlich über 1,1400, nachdem die Fed die Zinsen unverändert ließ
Die Fed stellte fest, dass die Wirtschaftstätigkeit trotz der hohen Unsicherheit durch den Konflikt im Nahen Osten weiterhin solide wächst. In der Erklärung wurde hervorgehoben, dass "das Produktivitätswachstum und die Kapitalinvestitionen stark sind. Die Beschäftigungszuwächse bleiben im Einklang mit der Erwerbsbevölkerung stabil, und die Arbeitslosenquote hat sich kaum verändert."
Darüber hinaus betonte die geldpolitische Erklärung das Bekenntnis der Fed zur Wahrung der Preisstabilität.
Zu den abweichenden Stimmen gehörten Beth Hammack von der Cleveland Fed, Neel Kashkari von der Minneapolis Fed und Lorie Logan von der Dallas Fed, die eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte befürworteten.
Als Nächstes warten die Anleger auf die Pressekonferenz von Fed-Chef Kevin Warsh.
EUR/USD-Stundenchart

Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.
Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.
Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.
Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.
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