Die Äußerungen des Entscheidungsträgers der Europäischen Zentralbank (EZB) und Gouverneurs der Zentralbank von Zypern, Christodoulos Patsalides, die während der europäischen Handelssitzung am Mittwoch veröffentlicht wurden, signalisieren eine Warnung vor einer weiteren Beschleunigung des Inflationsdrucks, falls die Ölpreise höher bleiben. Patsalides äußert sich unklar zum geldpolitischen Ausblick. "Wir wissen nicht, wie die Daten für September ausfallen werden," sagte Patsalides.
Marktreaktion
Unmittelbare Auswirkungen auf den Euro (EUR) waren nach den Äußerungen von EZB-Mitglied Patsalides nicht zu sehen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung handelt EUR/USD leicht höher bei rund 1,1395.
EZB - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.
In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.
Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.
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