• EUR/USD handelt am Montag im frühen europäischen Handel unverändert um 1,1385. 
  • Die USA und der Iran einigten sich darauf, Angriffe einzustellen und sich am Dienstag in Doha zu treffen. 
  • Händler bereiten sich auf die Rede von EZB-Chefin Lagarde am Montag vor.

Das Paar EUR/USD hält sich am Montag während der frühen europäischen Handelsstunden stabil nahe 1,1385. Die Händler bewerten weiterhin die Entwicklungen rund um die Gespräche zur Beendigung des US-Kriegs mit dem Iran. Das jährliche Forum der Europäischen Zentralbank (EZB) und die US-Beschäftigungsdaten für Juni werden später in der Woche die Highlights sein. 

CNN berichtete am Montag, dass ein US-Beamter sagte, die USA und der Iran würden vorerst die Waffen schweigen lassen, nachdem beide Seiten nahe der Straße von Hormus Feuer ausgetauscht hatten. Die beiden Länder planen, sich am Dienstag in Doha, Katar, zu treffen. 

Irans Außenminister Abbas Araghchi erklärte, die Verantwortung für die Straße von Hormus liege allein bei Teheran und warnte, dass jeder Versuch, die bevorzugte Route im Wasserweg zu umgehen, "Spannungen und Eskalationen" verursachen werde.

Die Spannungen im Nahen Osten haben weiterhin Inflationsdruck erzeugt, während ein überraschend hawkischer Auftakt von Kevin Warsh als neuer Vorsitzender der Federal Reserve (Fed) Anfang des Monats die Markterwartungen für US-Zinssenkungen in diesem Jahr umkehrte. Dies könnte kurzfristig den US-Dollar (USD) gegenüber dem Euro (EUR) stützen. 

EZB-Präsidentin Christine Lagarde wird das Forum am Montag eröffnen. Ihre Rede könnte einige Hinweise auf die sich entwickelnden Zentralbankpolitiken angesichts niedrigerer Ölpreise und Volatilität an den Aktienmärkten geben. Jegliche hawkischen Äußerungen der Entscheidungsträger könnten der Gemeinschaftswährung Unterstützung bieten. 

Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.

Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.

Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.

Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.

Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.

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