- EUR/GBP verliert an Wert, da die deutsche Industrieproduktion im August um 4,3% MoM und 3,9% YoY gefallen ist.
- Der EZB-Vertreter Nagel erklärte, dass die aktuelle geldpolitische Haltung angemessen bleibt und dass die Inflation dem mittelfristigen Ziel von 2% näherkommt.
- Das Pfund Sterling könnte Schwierigkeiten haben, da die Erwartungen wachsen, dass die BoE bis zum Jahresende eine Zinssenkung umsetzen wird.
EUR/GBP wird am Mittwoch in den frühen europäischen Stunden bei etwa 0,8670 gehandelt und bleibt gedämpft nach der Veröffentlichung der deutschen Industrieproduktionsdaten, die im August um 4,3% im Vergleich zum Vormonat (MoM) gefallen sind. Der Wert kam nach einem Anstieg von 1,3% im Juli und übertraf die Markterwartungen eines Rückgangs um 1,0%. In der Zwischenzeit fiel die jährliche Industrieproduktion um 3,9%, nach einem Anstieg von 1,5% zuvor.
Der EZB-Politiker und Präsident der Bundesbank, Joachim Nagel, sagte in einem Interview mit einer griechischen Zeitung am Mittwoch, dass "die aktuelle Geldpolitik der EZB angemessen ist." "Die Inflation in der Eurozone liegt nahe am mittelfristigen Ziel von 2%, und es wird erwartet, dass sie in den kommenden Jahren dort bleibt," fügte Nagel hinzu.
Der EUR/GBP-Kurs sieht sich ebenfalls Herausforderungen gegenüber, da der Euro (EUR) angesichts steigender politischer Probleme in Frankreich, der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone, unter Druck gerät. Der Rücktritt des französischen Premierministers Sebastien Lecornu gefährdet den Haushaltsplan des Landes für 2026, da politische Turbulenzen weiterhin die Bemühungen zur Stabilisierung der öffentlichen Finanzen behindern.
Der Rückgang des EUR/GBP-Kurses könnte begrenzt sein, da das Pfund Sterling (GBP) Herausforderungen gegenübersteht, während die Erwartungen an eine Zinssenkung der Bank of England (BoE) bis Ende des Jahres steigen. Die dovishen Erwartungen für die Bank of England sind leicht gestiegen, angesichts zunehmender Bedenken über den Arbeitsmarkt im Vereinigten Königreich. Die letzte Umfrage der BoE zeigte, dass Unternehmen erwarten, die Beschäftigungsniveaus in den nächsten 12 Monaten stabil zu halten.
Wirtschaftsindikator
Industrieproduktion s.a. (Monat)
Die Industrieproduktion wird vom Statistischen Bundesamt Deutschland veröffentlicht und sie zeigen das Volumen der Produktion der deutschen Industrie. Ein Aufwärtstrend ist in Verbindung mit Inflation und steigenden Zinsen zu sehen. Bei einem hohen Wachstum der Industrieproduktion sind die Auswirkungen auf den EUR bullish, während bei einem Rückgang entsprechend bearish Reaktionen zu erwarten sind.
Mehr lesenLetzte Veröffentlichung: Mi Okt. 08, 2025 06:00
Häufigkeit: Monatlich
Aktuell: -4.3%
Prognose: -1%
Vorher: 1.3%
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