Der Euro (EUR) legt am Montag gegenüber dem US-Dollar (USD) zu. Das Paar EUR/USD notiert bei 1,1740 und damit 0,3 % höher als zu Beginn der Sitzung, da die Anleger auf die Veröffentlichung der vorläufigen deutschen Inflationszahlen für September warten, die am Dienstag um 12:00 Uhr GMT bekannt gegeben werden.
Forex-Händler sind vorsichtig, da sie sich bewusst sind, dass die Preisdynamik in Deutschland die geldpolitischen Erwartungen der Europäischen Zentralbank (EZB) in den kommenden Wochen beeinflussen könnte.
Die Konsensprognose geht von einem jährlichen Anstieg des Verbraucherpreisindex (VPI) um 2,3 % im September aus, nach 2,2 % im August, während der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) voraussichtlich um 2,2 % YoY steigen wird, nach 2,1 % im Vormonat.
Auf Monatsbasis wird für beide Indizes ein moderater Anstieg von 0,1 % erwartet, identisch mit den Zahlen vom August.
Diese Zahlen werden dazu dienen, die anhaltenden Inflationsdrucke in der führenden Wirtschaft der Eurozone zu messen, und könnten in den kommenden Tagen den Ton für den Euro angeben.
Deutsche Inflation weiterhin von Lebensmittelpreisen und Dienstleistungen getrieben
Die deutsche Wirtschaft zeigt weiterhin Anzeichen einer hartnäckigen Inflation, insbesondere bei den Komponenten Lebensmittel und Dienstleistungen. Im August stieg die jährliche Inflationsrate nach Angaben des Bundesamtes für Statistik (Destatis) auf 2,2 % und damit auf das höchste Niveau seit fünf Monaten, nach 2 % im Juli.
Dieser Anstieg war hauptsächlich auf höhere Lebensmittelpreise (2,5 %) zurückzuführen, mit deutlichen Steigerungen bei Obst (7,1 %), Zucker und Süßwaren (6,9 %) sowie Milchprodukten (3,2 %).
Gleichzeitig verlangsamte sich der Rückgang der Energiepreise (-2,4 % gegenüber -3,4 % im Juli), insbesondere dank eines geringeren Rückgangs der Kraftstoff- und Energiepreise für Privathaushalte.
Die Dienstleistungen verzeichneten weiterhin eine robuste Inflation von 3,1 %, angetrieben durch den kombinierten Personenverkehr (11,1 %) und soziale Dienstleistungen (8,1 %). Die Kerninflation, die Energie und Lebensmittel ausschließt, blieb den dritten Monat in Folge stabil bei 2,7 %, ein Zeichen dafür, dass die Desinflation noch nicht abgeschlossen ist.
Auf Monatsbasis stiegen die Verbraucherpreise im August um 0,1 % und bestätigten damit die ersten Schätzungen und setzten den langsamen, aber stetigen Aufwärtstrend fort.
Historisch gesehen lag die durchschnittliche monatliche Inflation in Deutschland seit 1950 bei etwa 0,21 %, was laut Destatis die moderate, aber anhaltende Natur des aktuellen Anstiegs unterstreicht.
Technische Analyse von EUR/USD: Einfacher technischer Aufschwung vor einer erneuten Abwärtsbewegung?
EUR/USD 4 Stundenchart. Quelle: FXStreet.
EUR/USD hat einen soliden Start in die Woche hingelegt und ist nach dem Tiefststand von 1,1645 in der vergangenen Woche gestiegen.
Der Anstieg könnte jedoch lediglich eine technische Erholung nach dem bärischen Durchbrechen einer Aufwärtstrendlinie in Richtung 1,1745 sein, bevor sich der Abwärtstrend fortsetzt.
Das Währungspaar testet derzeit den Simple Moving Average über 100 Perioden auf dem 4 Stundenchart bei 1,1751, dessen Durchbrechen die Prüfung von zwei sich überschneidenden Trendlinien in Richtung 1,1777 ermöglichen könnte.
Ein bullischer Durchbruch dieser Trendlinien könnte eine Wiederaufnahme des kurzfristigen Aufwärtstrends und eine mögliche erneute Prüfung der Höchststände bei 1,1820 und 1,1878 signalisieren, bevor das jüngste Hoch bei 1,1918 erreicht wird.
Umgekehrt könnte ein Scheitern unterhalb des SMA und der Trendlinien, die sich als Widerstand bestätigen würden, erneut Abwärtsdruck auslösen, wobei das Tief der letzten Woche bei 1,1645 im Visier wäre.
Euro-Kurs heute
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung des Euro (EUR) gegenüber den wichtigsten gelisteten Währungen heute. Der Euro war gegenüber dem Neuseeland-Dollar am stärksten.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | -0.31% | -0.34% | -0.51% | -0.02% | -0.23% | 0.12% | -0.10% | |
| EUR | 0.31% | -0.04% | -0.35% | 0.28% | 0.08% | 0.42% | 0.19% | |
| GBP | 0.34% | 0.04% | -0.22% | 0.32% | 0.06% | 0.46% | 0.23% | |
| JPY | 0.51% | 0.35% | 0.22% | 0.52% | 0.31% | 0.50% | 0.45% | |
| CAD | 0.02% | -0.28% | -0.32% | -0.52% | -0.17% | 0.14% | -0.09% | |
| AUD | 0.23% | -0.08% | -0.06% | -0.31% | 0.17% | 0.34% | 0.12% | |
| NZD | -0.12% | -0.42% | -0.46% | -0.50% | -0.14% | -0.34% | -0.08% | |
| CHF | 0.10% | -0.19% | -0.23% | -0.45% | 0.09% | -0.12% | 0.08% |
Die Heatmap zeigt die prozentualen Veränderungen der wichtigsten Währungen im Verhältnis zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Kurswährung aus der obersten Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie beispielsweise den Euro aus der linken Spalte auswählen und entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar gehen, entspricht die in dem Feld angezeigte prozentuale Veränderung EUR (Basis)/USD (Kurs).
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