• Britisches Pfund gibt gegenüber einem erstarkenden US-Dollar am Montag nach.
  • Anleger machen sich auf geldpolitische Entscheidungen in den USA am Mittwoch und im Vereinigten Königreich am Donnerstag gefasst.
  • Die Märkte rechnen weithin mit einer Zinserhöhung der Fed, während die BoE die Zinsen voraussichtlich unverändert lassen wird.

GBP/USD setzt seinen Rückgang am Montag fort und notiert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei rund 1,3470, was einem Minus von 0,38% im Tagesverlauf entspricht. Das Paar fällt an das untere Ende seiner monatlichen Spanne, belastet durch die erneute Nachfrage nach dem US-Dollar (USD) im Vorfeld mehrerer wichtiger geldpolitischer Entscheidungen.

Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich vor allem auf die Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), deren Zinsentscheidung am Mittwoch ansteht. Die Erwartungen an eine straffere Geldpolitik haben sich nach den jüngsten US-Inflationsdaten verstärkt. Laut dem CME FedWatch Tool preisen die Märkte derzeit eine Wahrscheinlichkeit von rund 88% für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte in dieser Woche ein.

Über die Entscheidung selbst hinaus werden Anleger die Pressekonferenz von Fed-Chef Kevin Warsh genau verfolgen, um frische Hinweise auf den künftigen Verlauf der US-Zinsen zu erhalten. Eine Botschaft, die die Tür für weitere Zinserhöhungen offen lässt, könnte dem US-Dollar zusätzlichen Rückenwind verleihen und GBP/USD unter Druck halten.

Auf britischer Seite wird die Bank of England (BoE) am Donnerstag ihre geldpolitische Entscheidung bekannt geben. Die meisten Ökonomen erwarten, dass die Zentralbank ihren Leitzins unverändert bei 3,75% belassen wird. BoE-Gouverneur Andrew Bailey bemühte sich kürzlich, die Erwartungen an eine automatische Straffung der Geldpolitik zu dämpfen, und betonte, dass jede künftige Zinserhöhung von wirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklungen abhängen werde.

Das Britische Pfund (GBP) findet dennoch etwas Unterstützung durch relativ solide britische Wirtschaftsdaten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Vereinigten Königreichs stieg im Juli um 0,4% und übertraf damit die Erwartungen einer stagnierenden Aktivität. Auch die Industrieproduktion überraschte positiv, während sich die Aktivität im Dienstleistungssektor stärker als erwartet zeigte.

Trotz dieser ermutigenden Zahlen wird GBP/USD zu Wochenbeginn vor allem von den Erwartungen an die Geldpolitik bestimmt. Die Entscheidung der Fed am Mittwoch und die Ankündigung der BoE am Donnerstag sowie deren jeweilige Hinweise auf den künftigen Verlauf der Zinsen dürften darüber entscheiden, ob der US-Dollar seinen jüngsten Vorteil behaupten kann oder das Britische Pfund wieder Boden gutmachen kann.

GBP/USD technische Analyse

Chart Analysis GBP/USD


Im Stundenchart notiert GBP/USD bei 1,3472 und behält damit einen kurzfristig rückläufigen Bias bei, da das Paar sowohl unter dem 100-Perioden-Simple Moving Average (SMA) bei 1,3529 als auch unter dem 200-Perioden-SMA bei 1,3524 bleibt. Eine abwärts geneigte Widerstandstrendlinie, deren Bruchniveau bei rund 1,3517 liegt, begrenzt weiterhin Erholungsversuche, während der Relative Strength Index (14) in den überverkauften Bereich nahe 29 fällt, was darauf hindeutet, dass der Verkaufsdruck überdehnt, aber noch nicht umgekehrt ist.

Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand bei der horizontalen Barriere um 1,3480, gefolgt vom Bruchbereich der Trendlinie bei 1,3517 und anschließend vom 200-Perioden-SMA bei 1,3524, wobei der 100-Perioden-SMA bei 1,3529 eine breitere Angebotszone darüber untermauert. Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung bei 1,3464, vor einem tieferen horizontalen Boden nahe 1,3434, wo ein stärkerer Pullback pausieren könnte, falls die Bären die Kontrolle ausweiten.

(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)

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