- Der australische Dollar legt am Freitag zu, da die Märkte die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen in Australien verstärken.
- Anleger sehen eine 72%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung bei der nächsten Sitzung der australischen Zentralbank.
- Die stärker als erwartete Produzentenpreisinflation in den USA hält die Erwartungen an eine Straffung durch die Fed vor den VPI-Daten auf erhöhtem Niveau.
AUD/USD legt am Freitag um 0,17% zu und notiert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei rund 0,7170. Der Australische Dollar (AUD) profitiert vor allem von den wachsenden Erwartungen weiterer Zinserhöhungen durch die Reserve Bank of Australia (RBA), nachdem eine Reihe hawkischer Äußerungen von Zentralbankvertretern gefallen ist.
Die stellvertretende Gouverneurin der RBA, Sarah Hunter, sagte am Dienstag, dass die Zentralbank die Zinsen möglicherweise erneut anheben müsse, wenn sich die Inflation hartnäckiger als erwartet erweise. Ihre Äußerungen halten daher die Möglichkeit einer weiteren Zinserhöhung auf der Sitzung im September am Leben.
Auch der stellvertretende Gouverneur der RBA, Andrew Hauser, schlug einen hawkischen Ton an und sagte, dass die Inflation für die australische Wirtschaft weiterhin "ein großes Problem" sei. Er fügte hinzu, dass die Zentralbank bereit sei, die Zinsen weiter anzuheben, falls dies notwendig werde.
Vor diesem Hintergrund sehen die Märkte nun eine 72%ige Wahrscheinlichkeit, dass die RBA ihren Official Cash Rate (OCR) auf ihrer nächsten Sitzung auf 4,6% anheben wird, gegenüber 54% zu Monatsbeginn, wie der RBA Rate Tracker zeigt. Diese Neubewertung der Zinsaussichten stützt den Australischen Dollar und trägt zum Anstieg von AUD/USD bei.
Auf US-Seite stieg der Producer Price Index (PPI) im August im Jahresvergleich um 5,4%, nach zuvor 4,8% und leicht über dem Marktkonsens von 5,3%, wie am Donnerstag vom Bureau of Labor Statistics (BLS) veröffentlicht wurde. Gegenüber dem Vormonat legte der PPI um 0,4% zu, im Einklang mit den Erwartungen, während der Kernindex um 0,2% stieg und damit etwas weniger als prognostiziert.
Die robusteren Inflationsdaten untermauern auch die Erwartungen einer geldpolitischen Straffung in den Vereinigten Staaten (US). Laut dem CME FedWatch Tool sehen die Märkte eine Wahrscheinlichkeit von fast 70% für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte durch die Federal Reserve (Fed) auf ihrer nächsten Sitzung.
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf den US-Verbraucherpreisindex (VPI), der später am Freitag veröffentlicht wird und die letzte wichtige Inflationsveröffentlichung vor der geldpolitischen Entscheidung der Fed in der kommenden Woche darstellt. Die Märkte erwarten, dass der Gesamtindex im August im Jahresvergleich um 3,4% steigt, während die Kerninflation voraussichtlich um 2,4% zulegen wird. Eine Überraschung in den Daten könnte die Erwartungen an die US-Zinsen verändern und die nächste Richtungsbewegung bei AUD/USD bestimmen.
AUD/USD technische Analyse
Auf dem Ein-Stunden-Chart notiert AUD/USD bei 0,7171 und zeigt einen gedeckelten Ton, da das Paar weiterhin unter dem 100-Perioden- und dem 200-Perioden-Simple Moving Average (SMA) bei 0,7206 bzw. 0,7192 handelt. Das Paar versucht sich nach dem Ausbruch über einen abwärts gerichteten Kanal zu stabilisieren, der nun eine Widerstandslinie um 0,7162 bietet, doch der unter 50 liegende Wert des 14-Perioden-Relative Strength Index nahe 46 deutet weiterhin nur auf ein moderates Aufwärtsmomentum hin, während der breitere Druck unter der gebündelten gleitenden-Durchschnitts-Decke anhält.
Auf der Oberseite ergibt sich der unmittelbare Widerstand bei 0,7176, wo eine horizontale Barriere dem 200-Perioden-SMA bei 0,7192 und dem höheren 100-Perioden-SMA nahe 0,7206 vorausgeht; zusammen bilden sie eine dichte Angebotszone, die weichen müsste, um die aktuelle Begrenzung zu lockern. Auf der Unterseite liegt die anfängliche Unterstützung an der zurückeroberten Trendlinie um 0,7162, mit einem wichtigeren Boden bei der horizontalen Marke von 0,7150, wobei ein Bruch nach unten wahrscheinlich den Weg zu tieferen Stundenverlusten wieder öffnen würde.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
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Das sollten Sie am Freitag, den 11. September, im Blick behalten:
Der US-Dollar stabilisiert sich in der frühen europäischen Sitzung am Freitag, nachdem er am Donnerstag gegenüber seinen Rivalen an Stärke gewonnen hatte. Die Daten zum Verbraucherpreisindex für August aus den Vereinigten Staaten, die die Markterwartungen hinsichtlich des nächsten geldpolitischen Schritts der Federal Reserve beeinflussen könnten, werden von den Marktteilnehmern in der zweiten Tageshälfte genau beobachtet werden. Auf dem US-Wirtschaftskalender steht außerdem der vorläufige Consumer Sentiment Index der University of Michigan für September.