- USD/JPY fällt am Dienstag auf ein Wochen-Tief inmitten eines bärischen fundamentalen Umfelds.
- Die divergierenden Erwartungen an die Geldpolitik von BoJ und Fed sowie anhaltende Verkäufe des USD belasten das Paar.
- Händler blicken nun auf die Entscheidungen von Fed und BoJ, bevor sie sich für zusätzliche Verluste positionieren.
Das Paar USD/JPY driftet am Dienstag zum zweiten Mal in Folge nach unten und rutscht während der ersten Hälfte der europäischen Sitzung weiter unter die Marke von 147,00. Die Verkaufsneigung rund um den US-Dollar (USD) bleibt ungebrochen, da die Wetten auf eine aggressivere Lockerung der Geldpolitik durch die US-Notenbank (Fed) steigen, was sich als Schlüsselfaktor für das Währungspaar herausstellt. Die Anleger scheinen nun überzeugt, dass die US-Zentralbank die Kreditkosten am Ende einer zweitägigen Sitzung am Mittwoch um mindestens 25 Basispunkte (bps) senken und bis Ende dieses Jahres, im Oktober und im Dezember, zwei weitere Zinssenkungen vornehmen wird. Dies zieht den USD auf den niedrigsten Stand seit dem 7. Juli.
In der Zwischenzeit könnte die relative Überperformance des japanischen Yen (JPY) gegenüber seinem amerikanischen Pendant weiter auf die wachsende Überzeugung zurückzuführen sein, dass die Bank of Japan (BoJ) ihren Kurs zur Normalisierung der Geldpolitik beibehalten wird. Die daraus resultierende Verengung des Zinsunterschieds zwischen den USA und Japan erweist sich als ein weiterer Faktor, der die Flüsse in Richtung des niedrig verzinslichen JPY antreibt. Abgesehen davon profitieren geopolitische Risiken, die aus dem sich intensivierenden Russland-Ukraine-Konflikt resultieren, vom Status des JPY als sicherer Hafen und tragen zum Rückgang des USD/JPY-Paares bei. In der neuesten Entwicklung haben russische Streitkräfte einen massiven Angriff auf die südostukrainische Stadt Saporischschja gestartet, nachdem die Ukraine in den letzten Wochen eine Reihe von Angriffen auf ihre Öl-Infrastruktur durchgeführt hatte.
Darüber hinaus hat US-Präsident Donald Trump wiederholt mit härteren Maßnahmen gegen Russland gedroht, was das Risiko einer weiteren Eskalation des Konflikts erhöht. Allerdings könnten Spekulationen, dass die Unsicherheit in der Innenpolitik der BoJ mehr Gründe geben könnte, die Zinssätze zu senken, verhindern, dass der JPY weiter ansteigt, und etwas Unterstützung für das USD/JPY-Paar bieten. Händler könnten auch davon absehen, aggressive Wetten zu platzieren, und sich vor den wichtigen Ereignissen der Zentralbanken an die Seitenlinie zurückziehen. Die Fed wird am Mittwoch ihre geldpolitische Entscheidung bekannt geben, während am Donnerstag eine zweitägige Sitzung der BoJ beginnt. Das Ergebnis wird eine Schlüsselrolle bei der Beeinflussung des USD/JPY-Paares in naher Zukunft spielen.
USD/JPY Tageschart

Technische Perspektive
Die Akzeptanz unterhalb der Marke von 147,00 könnte die Bühne für zusätzliche Verluste in Richtung der horizontalen Unterstützung bei 146,30-146,20 bereitet haben. Der genannte Bereich stellt die untere Grenze eines kurzfristigen Handelsbereichs dar, der seit dem 4. August besteht. Einige Anschlussverkäufe, die zu einem anschließenden Rückgang unter die Marke von 146,00 führen, werden als neuer Auslöser für die bärischen Händler des USD/JPY angesehen und könnten den Weg für tiefere Verluste ebnen. Angesichts der Tatsache, dass die Oszillatoren im Tageschart erneut negative Tendenzen zeigen, könnten die Spotpreise dann den Rückgang in Richtung der Zwischenunterstützung bei 145,35 auf dem Weg zur psychologischen Marke von 145,00 beschleunigen.
Auf der anderen Seite dürfte ein Versuch, über den Bereich von 147,15-147,20 hinauszukommen, auf starken Widerstand in der Nähe des Tageshochs, rund um die 147,55-Marke, stoßen. Jede weitere Stärke könnte als Verkaufsgelegenheit angesehen werden und birgt das Risiko, in der Nähe der 148,00-Marke zu schwinden. Eine anhaltende Stärke über letzterer könnte jedoch eine Phase des Short-Coverings auslösen und es dem USD/JPY-Paar ermöglichen, die 200-Tage Simple Moving Average (SMA)-Barriere zu erreichen, die derzeit in der Nähe der 148,75-Zone liegt. Einige Anschlusskäufe über die 149,00-Marke und das Monatshoch, rund um die 149,15-Region, könnten die kurzfristige Tendenz zu Gunsten bullischer Händler verschieben.
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