Polkadot (DOT) zieht sich von den Hochs der vergangenen Woche zurück und notiert am Montag bei 4,20 US-Dollar. Der Rückgang spiegelt die allgemeine Marktschwäche zu Wochenbeginn wider, während Anleger auf die Entscheidung der US-Notenbank (Fed) am Mittwoch blicken – insbesondere auf die Frage, ob es zu einer Zinssenkung kommt.
Trotz der kurzfristig bärischen Tendenz zeigt Polkadot ein solides Aufwärtspotenzial. Rückenwind gibt es durch eine neue Resolution, die das maximale Angebot begrenzt, sowie durch die Ausbildung eines aufsteigenden Dreiecks im Tageschart.
Polkadots neues Angebotsmodell
Die Polkadot-Community hat die Resolution 1710 verabschiedet. 81 Prozent der Stimmen sprachen sich dafür aus, ein „Hard Cap“ für das maximale Angebot im Netzwerk bei 2,1 Milliarden DOT einzuführen. Damit sinken die jährlichen Emissionen, was die Argumente von Knappheit und Vorhersehbarkeit für den nativen Token DOT stützt.
Bislang hatte Polkadot ein unbegrenztes Angebotsmodell. Derzeit liegt die Umlaufmenge bei rund 1,522 Milliarden DOT. Mit dem neuen Modell wird die Obergrenze bei 2,1 Milliarden DOT liegen, wobei die jährliche Ausgabe alle zwei Jahre am 14. März („Pi Day“) reduziert wird.
Nach den aktuellen Prognosen dürfte die Gesamtmenge bei rund 1,91 Milliarden DOT liegen – deutlich weniger als die 3,4 Milliarden DOT, die unter dem alten Modell erreicht worden wären.
Die Nachfrage nach Polkadot bleibt hoch, was sich am Futures Open Interest (OI) zeigt. Dieses beläuft sich aktuell auf etwa 594 Millionen US-Dollar, nachdem es am Sonntag mit 634 Millionen US-Dollar ein Hoch erreicht hatte. Der Rückgang des OI – also des Nominalwerts offener Futures-Kontrakte – spiegelt die Kurskorrektur von 4,62 auf 4,20 US-Dollar wider. Kurzfristig könnte die Abwärtsbewegung anhalten, sollten Anleger weiter Risiko abbauen. Mittelfristig signalisiert Polkadot jedoch klare bullishe Chancen.
Technischer Ausblick: Kann Polkadot die Schlüsselzone halten?
Zum Wochenstart notiert Polkadot unter dem 200-Tage-EMA bei 4,26 US-Dollar, nachdem die Kryptowährung vergangene Woche noch ein Hoch bei 4,62 US-Dollar markiert hatte.
Ein deutlicher Rückgang des Relative Strength Index (RSI) auf 54 im Tageschart zeigt nachlassende Kaufdynamik. Sollte der RSI unter die Mittellinie fallen, könnte der nächste Abwärtsimpuls Richtung 4,00 US-Dollar gehen, wo sich 50-Tage- und 100-Tage-EMA zu einer Unterstützungszone verdichten.
Ein erneuter Anstieg des RSI in Richtung überkaufte Zone würde hingegen das bullishe Potenzial bestätigen und auf einen Ausbruch aus dem aufsteigenden Dreieck hindeuten. Der Chart illustriert die laufende Konsolidierung – mit der Möglichkeit eines rund 35-prozentigen Anstiegs bis 6,34 US-Dollar.
Trader achten besonders auf einen möglichen Ausbruch über den Widerstand bei 4,67 US-Dollar, bevor sie stärker einsteigen. Das Kursziel ergibt sich aus der Höhe des Dreiecks, die oberhalb der Marke von 4,67 US-Dollar angesetzt wird.
Ein weiteres bullishes Signal wäre ein Golden Cross: wenn der 50-Tage-EMA den 100-Tage-EMA nach oben kreuzt. Diese Formation gilt als starkes Kaufsignal und würde die positive Marktstimmung zusätzlich unterstreichen.
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