- USD/CAD zieht zum zweiten Tag in Folge starke Verkäufe aufgrund einer Kombination negativer Faktoren an.
- Hoffnungen auf US-Iran-Friedensgespräche und nachlassende hawkische Fed-Erwartungen belasten den sicheren Hafen USD.
- Hohe Rohölpreise stützen den Loonie und üben weiteren Abwärtsdruck auf die Kassapreise aus.
Das Paar USD/CAD setzt seine Korrektur vom Widerstand bei 1,3715, einem über eine Woche alten Hoch vom Freitag, fort und tendiert am zweiten Tag in Folge nach unten. Die Abwärtsbewegung zieht die Kassapreise während der ersten Hälfte der europäischen Sitzung näher an die Marke von 1,3600, einem über zwei Monate alten Tief, und wird von einer Kombination verschiedener Faktoren beeinflusst. Der US-Dollar (USD) steht angesichts erneuter Hoffnungen auf US-Iran-Friedensgespräche unter Verkaufsdruck. Hinzu kommt, dass globale Angebotsbedenken den Rohölpreisen helfen, zu Beginn der neuen Woche positive Impulse zu gewinnen, was den rohstoffgebundenen Loonie stützt und weiteren Druck auf das Währungspaar ausübt.
US-Präsident Donald Trump hat den Besuch der Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Pakistan abgesagt, der darauf abzielte, die Verhandlungen über den Iran-Krieg voranzutreiben, mit der Begründung, dass der Iran „viel angeboten, aber nicht genug“ habe. Unterdessen soll der Iran den USA einen neuen Vorschlag zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus und zur Beendigung des Krieges unterbreitet haben. Laut Axios bot der Iran an, Nuklearverhandlungen zu führen, sobald die US-Blockade iranischer Häfen aufgehoben wird. Dies trägt dazu bei, die Marktsorgen über eine weitere Eskalation der Spannungen im Nahen Osten zu mildern, was zusammen mit nachlassenden Wetten auf eine hawkischere US-Notenbank (Fed) den Status des Greenbacks als Reservewährung beeinträchtigt.
Die Märkte haben kürzlich begonnen, eine mögliche Zinssenkung der US-Notenbank neu zu bewerten, angesichts des Optimismus über diplomatische Bemühungen zur Beendigung des US-Iran-Kriegs, was die Befürchtungen einer anhaltend hohen Inflation aufgrund erhöhter Energiepreise dämpft. Laut dem FedWatch Tool der CME Group sehen Händler weiterhin eine etwa 35%ige Chance, dass die Fed die Kreditkosten bis Ende dieses Jahres senken wird. Allerdings bleiben anhaltende Lieferunterbrechungen durch die kritische Straße von Hormus unterstützend für hohe Rohölpreise und halten Inflationsrisiken im Spiel. Dies könnte die USD-Bären davon abhalten, aggressive Wetten zu platzieren, und die Verluste für das Paar USD/CAD begrenzen.
Händler könnten sich zudem vor den wichtigen Zentralbankereignissen dieser Woche an die Seitenlinie zurückziehen. Die Bank of Canada (BoC) wird am Mittwoch ihre geldpolitische Entscheidung bekanntgeben, gefolgt vom Ergebnis einer zweitägigen FOMC-Sitzung. Investoren werden nach neuen Hinweisen zum geldpolitischen Kurs der Fed suchen, der eine Schlüsselrolle bei der Beeinflussung der kurzfristigen USD-Kursdynamik spielen und dem Paar USD/CAD einen bedeutenden Impuls verleihen wird. Darüber hinaus könnten Entwicklungen rund um die Nahostkrise weiterhin Volatilität in die globalen Finanzmärkte und das Währungspaar bringen, was vor der Platzierung richtungsweisender Wetten Vorsicht gebietet.
USD/CAD 1-Stunden-Chart
Technische Analyse:
Vor dem Hintergrund des gescheiterten Versuchs der letzten Woche, den 200-Stunden-Exponential Moving Average (EMA) zu überwinden, könnte der am Montag erfolgte Bruch unter das vorherige monatliche Zwischentief im Bereich von 1,3640 als entscheidender Auslöser für die USD/CAD-Bären gewertet werden. Hinzu kommt, dass der Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Indikator auf dem Stundenchart weiterhin im negativen Bereich liegt, mit der Linie unter ihrem Signal und einem leicht negativen Histogramm, was auf anhaltenden Abwärtsdruck hindeutet.
Der Relative Strength Index (RSI) bei 19 signalisiert hingegen überverkaufte Bedingungen, die den Ausverkauf eher verlangsamen als sofort umkehren könnten. Daher wird jede Erholungsversuch voraussichtlich auf einen bedeutenden Widerstand nahe dem 200-Perioden-EMA bei 1,3701 stoßen. Bärische Händler dürften die Kontrolle behalten, solange der USD/CAD-Kurs unter diesem Hindernis handelt. Eine nachhaltige Stärke über diesem Niveau wäre erforderlich, um die unmittelbaren Abwärtsrisiken zu mildern, während der überverkaufte RSI davor warnt, dass frische Verkäufe auf dem aktuellen Niveau mit abnehmender Dynamik einhergehen könnten.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
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